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Augsburg

21.10.2016

Diskussion um geplante Fahrradstreifen in Pfersee

Um Platz für Fahrradfahrer zu schaffen, sollen in der Deutschenbaurstraße in Pfersee die abgestellten Autos dauerhaft weg.

Mit den geplanten Fahrradstreifen in der Deutschenbaurstraße in Pfersee tun sich die Stadträte weiter schwer. Dann gab es einen Vorschlag.

Im kommenden Jahr wird es Verbesserungen für Fahrradfahrer in der Langenmantelstraße geben: Der Bauausschuss des Stadtrates stimmte gestern dafür, eine Autospur je Richtung wegfallen zu lassen, um dort Radstreifen einzurichten (wir berichteten).

Widerspruch kam von CSU-Stadtrat Günter Göttling: Er stehe hinter dem Projekt „Fahrradstadt 2020“, doch dürfe nicht alles zulasten des Autoverkehrs gehen. Die Prognose, dass die Langenmantelstraße leistungsfähig genug bleibt, hinterfrage er. „Das hat man bei der Donauwörther Straße auch gesagt, als es um die Tram ging, und jetzt haben wir täglich Stau.“

Für weitaus mehr Diskussionen sorgten weiterhin die geplanten Fahrradstreifen in der Deutschenbaurstraße (Pfersee). Dort würde Platz zum Abstellen von 32 Autos am Straßenrand wegfallen, wenn die Schutzstreifen kommen. CSU und SPD hatten das Projekt vor einigen Wochen zur Verärgerung der Grünen, die auch Regierungspartner sind, wegen Beratungsbedarfs zurückgestellt. „Bei so etwas muss man alle mitnehmen, und sich eben auch die Zeit zum Diskutieren und Prüfen nehmen“, so SPD-Fraktionschefin Margarete Heinrich.

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Als sich weiter Widerspruch abzeichnete, machte Baureferent Gerd Merkle (CSU) einen Vorschlag zur Güte. Noch im November soll für vier Monate ein provisorischer Schutzstreifen mit gelben Linien abmarkiert werden. „Das geht nicht bei allen Straßen, weil es zu teuer ist, aber man muss Ängste nehmen.“ Sollte es Beschwerden hageln, müsse man umdenken, ansonsten soll im April der Streifen dauerhaft markiert werden. „Wir müssen endlich zur Fahrradstadt 2020 stehen“, so Merkle. Vier Stadträte von Grünen, FW und SPD hätten die Streifen lieber gleich dauerhaft markiert, der Rest stimmte für die Erprobung.

Beim Plärrer: Zwei Autospuren für die Radler  

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21.10.2016

»doch dürfe nicht alles zulasten des Autoverkehrs gehen.«

Preisfrage: Was genau hat er denn gedacht, ist das Ziel des Projekts Fahrradstadt? Fußgänger aufs Rad zu bringen? Leute aus dem Bus zu treiben? Knaller sind dann aber diese Kurzstrecken-Aussagen:
„Das hat man bei der Donauwörther Straße auch gesagt, als es um die Tram ging, und jetzt haben wir täglich Stau.“

Wer genau ist denn der Verursacher des Staus? Ach ja, die Leute, die alle mit dem Auto fahren. Stau heißt, zu viele Leute, die da gerade gleichzeitig mit dem Auto durch wollen. Wen der Stau stört, der soll doch das Auto mal stehen lassen und stattdessen sinnvollere Verkehrsmittel verwenden. Ich gehe ja auch nicht nur ein mal die Woche genau Samstag um 10 zum Wocheneinkauf, und beschwere mich dann, dass da so viel los ist und alle für die ganze Woche einkaufen. Wenn alle, bei denen es praktikabel ist, andere Verkehrsmittel wählen würden, die besser zur Strecke und den Notwendigkeiten passen, wären wir schon weiter. Aber solange noch jeder sich in sein Auto setzt, auch wenns nur die 800 m zum nächsten Supermarkt sind, solange ist die weitere Einschränkung genau das richtige, um den ausufernden Verkehr zu limitieren.

»Dort würde Platz zum Abstellen von 32 Autos am Straßenrand wegfallen, wenn die Schutzstreifen kommen.«

Und wer gestern im Bauausschuss gesessen ist, weiß: Selbst diese Zahl ist eine obere Abschätzung, weil bei Leibe nicht 100% des Platzes tatsächlich verwendet werden. Realistisch werden es wohl eher 20 sein, von denen noch dazu ein Teil auf das Konto des Autohändlers gehen, der dort seine Waren auf Kosten der Allgemeinheit stehen hat. Wäre mal interessant, ob das überhaupt zulässig ist.

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