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Film

13.04.2019

Doku über den "König von Augsburg" kommt ins Kino

Video: Ina Kresse

Die Doku über den „König von Augsburg“ läuft ab sofort im Liliom. Im Film erfahren die Zuschauer wie er wohnt - und wirklich heißt.

Fast jeder ist ihm einmal auf den Straßen begegnet. Langsam, schon nahezu bedächtig läuft er durch die Innenstadt. Manchmal barfuß oder mit ausgefallenen Klamotten: der König von Augsburg. Aber wer steckt eigentlich hinter der Figur? Und wie heißt der gute Mann in Wirklichkeit?

Viele diese Fragen beantwortet die Dokumentation von Erik Hartmann über ihn, die seit Donnerstag im Augsburger Kino Liliom läuft. Die ersten Zuschauer haben die Dokumentation schon gesehen und sagen, was ihnen gefallen hat, was sie überraschte und warum einige gerne ein wenig wie der König sein möchten.

Doku über den "König von Augsburg" kommt gut an

Regina Hakemyan ist Taxifahrerin. Sie sagt: „Ich kenne den König seit vielen Jahren, sehe ihn oft mal in der Stadt.“ Ihr hat die Doku sehr gut gefallen. „Er wirkt leicht verwirrt, aber auf eine harmlose und charmante Art“, meint Christa Maar. Sie ist zusammen mit ihrer Freundin Hakemyan in der Doku gewesen. Sie sei schon von den Büchern über den König fasziniert gewesen. „Ich halte ihn für einen Lebenskünstler“, sagt Maar.

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Ähnlich sieht es Irene Kaiser, die mit ihrem Mann Dieter Fischer im Kino war. „Er lebt vollkommen frei, einfach in den Tag hinein“, sagt sie. Das wünsche man sich doch manchmal auch. „Wir sind doch alle ein wenig in ein Korsett gezwängt, er dagegen nicht.“ Sie selbst habe den König schon oft auf der Straße getroffen und sich mit ihm unterhalten – so von König zu Kaiser. „Er ist wirklich fit wie ein Turnschuh für sein Alter“, sagt sie.

Der "König von Augsburg" heißt eigentlich Gerhard

Und wer ist der König jetzt? In der rund 45 Minuten langen Doku lernen wir nach einer kurzen Geschichte über die Geburtsstunde des Königs, den Alltag von Gerhard Hermanutz kennen, wie er in Wahrheit heißt. Dabei folgt ihm die Kamera auf seinen Ausflügen durch die Stadt, dem Landratsamt oder in die Stadtbücherei.

Der Zuschauer kann auch einen Blick in seine Wohnung werfen und die Gedanken des Königs zu Themen wie Religion, Schule und Polizei kennenlernen. „Das sind intensive Einblicke in sein Leben“, sagt Michael Hehl, Geschäftsführer des Lilioms. Für ihn sei die Doku sehr authentisch und sehr nah dran an dem „Charakterkopf“. Entstanden ist der Film teilweise schon in 2016 um die Weihnachtszeit herum, als die Fliegerbombe zu einer großen Evakuierung in der Innenstadt führte.

Daniela Bergauer, Mit-Geschäftsführerin im Liliom, kannte als gebürtige Münchnerin den König vor der Doku gar nicht. „Man kann seinen Lebensstil kritisch betrachten, aber unsere Gesellschaft verkraftet so etwas“, sagt sie und ergänzt: „Eine Stadt frei von solchen Typen ist doch langweilig.“

Premiere: "König von Augsburg" schaut nur kurz vorbei

Der König selbst sei vor der ersten Vorstellung kurz da gewesen. „Er hat sich das Filmplakat vor dem Eingang eine Weile angeschaut, lachte dann einmal kräftig und ging wieder“, erzählt Bergauer. Zu sehen ist die Doku von Erik Hartmann täglich im Liliom. „Wir planen, sie bis über Ostern zu zeigen“, sagt Hehl.

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Die Diskussion ist geschlossen.

14.04.2019

Nachdem Greta neuerdings (von einem Berliner Bischof) schon mit Jesus verglichen wurde, wird es der "König von Augsburg" schwer haben, überregional bekannt zu werden. Aber vermutlich reicht ihm auch der Augsburger Wirkungskreis. Und ein Unikum ist er allemal.

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14.04.2019

Dann steht er ja über Fürst von Fugger - Babenhausen, dieser hatte aber was geleistet für seine Umwelt, der angebliche König von Augsburg muss sich da wohl aber noch sehr anstrengen! Aber für die Fuggerei wäre er noch ein Zugpferd wie der Zauberer Hardy.

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13.04.2019

Yes, King Gerhard Hermanutz for Bürgermeister!!!!!!

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