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Augsburg

14.02.2015

Dramatische Szenen bei Gericht: Angeklagte bricht zusammen

Eine Angeklagte im Betrugsprozess gegen zwei Helferinnen der "Wunderheilerin" brach im Gerichtssaal zusammen. Symbolbild
Bild: Alexander Kaya

Der Prozess gegen eine angebliche Wunderheilerin geht erst einmal nicht weiter. Die Angeklagte ist im Gericht zusammengebrochen. Der Notarzt geht wirklich von einer Krankheit aus.

Vor dem Landgericht ist der Betrugsprozess gegen zwei Helferinnen einer türkischen „Wunderheilerin“ geplatzt. Möglicherweise ist eine der beiden Frauen doch ernsthaft erkrankt. Ein Gutachter soll die 46-Jährige untersuchen, ob sie einer Gerichtsverhandlung folgen kann. Als Richter Roland Christiani gestern, dem zweiten Verhandlungstag, die Entscheidung bekannt gab, reagierten einige Zeugen hörbar erbost, da sie vergeblich angereist waren.

Angeklagte bricht im Gerichtssaal zusammen

Am Nachmittag des ersten Verhandlungstages hatten sich im Gerichtssaal dramatische Szenen abgespielt. Die 46-Jährige, die bis dahin wortlos und zusammengesunken auf der Anklagebank gesessen hatte, brach plötzlich zusammen. Es sah aus, als hätte sie einen epileptischen Anfall erlitten. Der Notarzt wurde gerufen. Für größeres Aufsehen sorgte die Landung des Rettungshubschraubers in der Nähe des Gerichtsgebäudes. Er kam jedoch nicht mehr zum Einsatz, da ein Notarztwagen die Frau ins Klinikum einlieferte.

Schon am Vormittag waren dem Gericht und dem Verteidiger der 46-Jährigen Zweifel gekommen, ob die Angeklagte tatsächlich krank ist oder nur simuliert. Ein Arzt, der sie daraufhin untersuchte, äußerte keine Bedenken. Er widersprach damit Ärzten des Bezirkskrankenhauses, wo sie ambulant betreut wird und Antidepressiva verschrieben bekommt. (peri)

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