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01.07.2010

Dreifaches Priesterjubiläum

Innenstadt Nach den großen Feierlichkeiten zum 875-jährigen Bestehen von St. Georg, bei denen Bischof Walter Mixa seinen letzten öffentlichen Auftritt im Bistum Augsburg hatte, konnte sich die Pfarrgemeinde nun über ein dreifaches Priesterjubiläum freuen.

Florian Geis ist ein gebürtiger Augsburger. Nach seiner Primiz im Jahre 1990 in der Basilika St. Ulrich und Afra und seiner Kaplanszeit in Manching übernahm er als damals jüngster Pfarrer Bayerns mit 27 Jahren die Pfarrei Söcking am Starnberger See.

Pfarrer künstlerisch tätig

Seit nunmehr acht Jahren leitet er als Stadtpfarrer St. Georg, eine der ältesten Institutionen Augsburgs. Im vergangenen Jahr bekam er als Rektor auch die Verwaltung der ehemaligen Kapuzinerkirche St. Sebastian übertragen. Die Neubelebung der jährlichen Sebastianioktav ist dort sein Hauptziel. Neben der seelsorgerischen Tätigkeit als Pfarrer und seinem Lehrauftrag am Jakob Fugger Gymnasium gilt die größte Sorge des höchst kunstliebenden und selbst als bildender Künstler tätigen Geis der Erhaltung und Sanierung der spätgotischen Georgskirche, die bedroht ist. Doch er geht der Zukunft voller Hoffung entgegen: "Auf Dich, o Herr, habe ich meine Hoffnung gesetzt. In Ewigkeit werde ich nicht zuschanden!"

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Pfarrer Waldemar Kratzer, der vor 40 Jahren in St. Georg seine Primiz gefeiert hat, ist vielen Augsburgern aus seiner langjährigen Zeit als Religionslehrer an der Reischle-schen Wirtschaftsschule bekannt. Der spätberufene Priester entschied sich erst nach der Ausbildung zum Schreiner für den geistlichen Weg. Seinem Primizspruch, den er von dem englischen Kardinal Newman übernommen hat, "darin liegt der Adel und die Schönheit des Glaubens, dass wir das Herz haben, etwas zu wagen", ist der vielseitig begabte und beliebte Priester stets treu geblieben. Nach seiner langjährigen seelsorgerischen Tätigkeit im Altenheim "St. Anna" kam er vor drei Jahren an seine Heimatkirche zurück und ist für Stadtpfarrer Geis eine wichtige Hilfe.

Der dritte Jubilar, Dr. Bernhard von Rohrscheidt, wurde am Johannestag 1990 zusammen mit Geis vom damaligen Bischof Dr. Josef Stimple zum Priester geweiht. Der gebürtige Schwabmünchner promovierte nach mehreren seelsorgerlichen Wirkungsorten in Innsbruck zum Doktor der Theologie und ist seit der Absolvierung der Bayerischen Archivschule in München als Mitarbeiter im höheren Archivdienst der Diözese Augsburg tätig.

Sein Weg zum Priestertum führt er auf das Gebet von Angehörigen und Bekannten, seinen Dienst als Ministrant, seine Zeit im Offenen Seminar der Diözese sowie die Begegnung mit vorbildlichen Gläubigen und Priesterpersönlichkeiten zurück.

Chor singt für Jubilare

Seinem Primizspruch, den er einst aus dem Alten Testament entnommen hat, "leg mich wie ein Siegel auf dein Herz", ist der Priester, der 2009 zu den "Chorherren" von St. Georg gestoßen ist, stets treu geblieben. Die Pfarrgemeinde St. Georg feierte ihre Jubilare zusammen mit dem Konzertchor "Augustana" der Sing- und Musikschule der Mozartstadt Augsburg.

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