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Augsburg

29.05.2015

Drogenszene in Oberhausen: Ein Problem ohne Lösung?

Nach der Messerstecherei muss sich am Bahnhof in Augsburg-Oberhausen einiges ändern.
Bild: Silvio Wyszengrad

Der Oberhauser Bahnhofsvorplatz darf kein rechtsfreier Raum sein. Vorstöße hat es in der Vergangenheit immer wieder gegeben. Geändert hat sich wenig - ein Kommentar.

Es war gestern nicht der erste Ortstermin vor dem Oberhauser Bahnhof. Auch die Vorgänger von Ordnungsreferent Dirk Wurm ( SPD) haben hier schon nach Lösungen für den Umgang mit der Süchtigenszene gesucht, die sich auf dem Bahnhofsvorplatz trifft.

Ein Polizist brachte das Dilemma gestern auf den Punkt: „Eine richtige Lösung gibt es nicht.“ Es gibt in einer Stadt wie Augsburg eine Drogenszene – und sie wird sich auch immer irgendwo treffen. Ein Grund, sich deshalb zurückzulehnen und tatenlos zuzuschauen, ist das allerdings nicht.

Bahnhofsvorplatz darf kein rechtsfreier Raum sein

Wenn Ordnungsreferent Dirk Wurm nun tatsächlich ein umfassendes Konzept für den Bahnhofsvorplatz auf den Weg bringen will, dann ist das ein Schritt in die richtige Richtung. Es kann nur ein Bündel von Maßnahmen die Situation auf dem Platz verbessern. Es muss für die Süchtigen einen Bereich geben, wo sie geduldet werden.

Es muss aber auch dafür gesorgt werden, dass Engagierte, die auf dem Platz einen Biergarten betreiben und Kulturveranstaltungen organisieren, Unterstützung bekommen.

Es ist ein Unding, wenn sie sich so im Stich gelassen fühlen, dass sie aufgeben. Und es geht nicht ohne engmaschige Kontrollen: Der Bahnhofsvorplatz darf kein rechtsfreier Raum sein. Vorstöße hat es in der Vergangenheit immer wieder gegeben. Geändert hat sich wenig. Es wäre zu wünschen, dass es dieses Mal anders kommt.

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