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Augsburg

02.12.2020

Durch den Lockdown fahren in Augsburg weniger Menschen mit Bus und Tram

Große Schilder weisen am Königsplatz auf die Corona-Regeln hin.
Bild: Silvio Wyszengrad

Plus Die Stadtwerke Augsburg sehen das Corona-Ansteckungsrisiko im Nahverkehr als gering an. An einer Studie zur Virusverbreitung in Fahrzeugen können sie nicht teilnehmen.

Der seit etwa einem Monat geltende "Lockdown light" hat sich bei den Stadtwerken bei den Fahrgastzahlen bemerkbar gemacht. Sie lagen im Oktober bei etwa 60 Prozent der Vor-Corona-Zeit und seien nun abermals etwas gesunken, so Stadtwerke-Geschäftsführer Walter Casazza. Eine Rolle spielt dabei auch die Teilung der Klassen in weiterführenden Schulen, die die Fahrgastspitzen im Morgenverkehr entzerrt hat. Für dieses Jahr komme man aufgrund des Rettungsschirms von Bund und Ländern für den Nahverkehr ohne massive Mindereinnahmen davon. Auch für kommendes Jahr sind Kompensationen in Aussicht gestellt.

Die Fraktion Bürgerliche Mitte forderte von den Stadtwerken zuletzt, sich an einem Forschungsprojekt der Fraunhofer-Gesellschaft zu beteiligen, das sich mit der Virus-Verbreitung im Öffentlichen Nahverkehr beschäftigt. Wie Casazza jetzt im Stadtrat erklärte, habe die Rücksprache mit den Forschern ergeben, dass diese sich die Verkehrsbetriebe nach eigenen Kriterien heraussuchen und sich Verkehrsunternehmen nicht selbst bewerben können.

Corona: Augsburger Nahverkehr angeblich relativ sicher

Casazza hält den Nahverkehr allerdings für relativ sicher. Die Klimaanlagen in den Augsburger Fahrzeugen liefen ohne Umluftbetrieb, sondern saugten ständig frische Außenluft an. In Fahrzeugen ohne Klimaanlage seien die Fenster gekippt. "Zudem werden alle Türen an jeder Haltestelle geöffnet", so Casazza. Tests von Fahrzeugherstellern seien zum Ergebnis gekommen, dass die Luft im Fahrzeug alle zwei bis drei Haltestellen komplett ausgetauscht werde. (skro)

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02.12.2020

Der AVV profitiert doch davon, daß weniger fahren. Unter den "Wenigeren" sind sicherlich etliche die irgendwelche Dauerkarten haben....

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02.12.2020

Der AVV wollte ja die Preise mitten in der Corona- Krise um 4,9% erhöhen. Die Belegschaft vom AVG wollte ja unbedingt den Betrieb an zwei Streiktagen lahmlegen, genau so, dass es dem Kunden möglichst weh tut.
Jetzt folgt die saftige Rechnung für so viel politisch dumme Entscheidungen. Manche Menschen wissen halt, wie sie sich selbst am meisten schaden. Eine konsequente Ausdünnung des Fahrplans hätte der Kunde noch eher verziehen als diese Schikanen.

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