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Inningen/Göggingen/Bergheim

14.07.2013

Eigentlich sind jetzt alle für den Radweg

Stadträte fordern jedoch ein Gesamtkonzept

Der Radweg durch Inningen, Thema im letzten Bauausschuss, spaltet weiter die Geister. Nun meldeten sich die Fraktionsvorsitzende von Pro Augsburg, Beate Schabert-Zeidler, und Regina Stuber-Schneider von den Freien Wählern sowie Stadtrat Willi Leichtle nochmals zu Wort. Schabert-Zeidler und Stuber-Schneider wollten ihr Veto gegen den Radweg so nicht stehen lassen, sagten beide.

In der knapp einstündigen Diskussion sei es im Wesentlichen um die Verkehrsberuhigung in Göggingen durch Ableitung des Verkehrs über die Heumahdstraße in Inningen gegangen, wogegen es laut Schabert-Zeidler „erheblichen Widerstand vonseiten der Bewohner wegen des veralteten Lärmschutzes“ gebe. „Göggingen darf nicht auf Kosten Bergheims und Inningens vom Verkehr entlastet werden“, sagt Schabert-Zeidler.

Ihrer Meinung nach sei „die einzig richtige Alternative eine weitere Zufahrt zur B17 bei Bobingen-Nord“. Die beiden Fahrradstreifen in Göggingen und Inningen befürworte sie ausdrücklich, jedoch nicht ohne Gesamtkonzept.

Auch Stuber-Schneider betonte, sie sei nicht gegen einen Radweg an sich, sondern gegen den, den die Verwaltung jetzt vorgeschlagen habe. Es handle sich um keinen „echten, baulich abgesicherten Radweg, sondern lediglich um eine Abmarkierung, die obendrein vom Autofahrer mitbenutzt werden kann“. Dieser Radweg zwinge den Nutzer, in Göggingen auf der Westseite der Straße zu fahren, im Süden Göggingens auf die Ostseite zu wechseln, um auf einem kombinierten Rad-/Fußweg bis zum Inninger Rathaus zu fahren. „An der gefährlichsten Stelle, kurz vor der Kurve, muss er wieder die Seiten wechseln“, so Stuber-Schneider. Schutzlose Radler sollten nicht bewirken, dass der Verkehr durch Inningen weniger wird. Zugleich stellt die SPD-Stadtratsfraktion den Antrag, „im Zuge der ohnehin stattfindenden Erneuerung der Bobinger Straße die Synergieeffekte“ zu nutzen „und die Radwegeverbindung durch Inningen bis zur Anbindung an den im Süden von Inningen bereits vorhandenen Radweg nach Bobingen“ herzustellen. Dies könnte beispielsweise durch einen sogenannten Angebotsstreifen auf beiden Seiten der Bobinger Straße erfolgen. Der SPD-Antrag werde vom Baureferat inhaltlich voll unterstützt, sagte Baureferent Gerd Merkle auf Anfrage.

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