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03.01.2019

Ein Abend zum Vergessen

Panther-Trainer Mike Stewart musste am Donnerstag Aufbauarbeit leisten. Seine Mannschaft hatte am Mittwoch eine 0:5-Klatsche in Bremerhaven kassiert, spielt aber schon am Freitag wieder, dann in Nürnberg.
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Panther-Trainer Mike Stewart musste am Donnerstag Aufbauarbeit leisten. Seine Mannschaft hatte am Mittwoch eine 0:5-Klatsche in Bremerhaven kassiert, spielt aber schon am Freitag wieder, dann in Nürnberg.
Bild: Siegfried Kerpf

Eishockey In Bremerhaven kassieren die Panther ihre höchste Saisonniederlage. Zudem muss Arvids Rekis nach einem Foul blutend vom Eis und die Nacht im Krankenhaus verbringen

Es war ein Auswärtsspiel, das die Augsburger Panther am liebsten so schnell wie möglich vergessen würden. 0:5 unterlag die Mannschaft am Mittwochabend in Bremerhaven. Dazu kam eine Verletzung des Verteidigers Arvids Rekis. Der war von Chris Rumble in der 36. Minute per Crosscheck mit dem Kopf voraus in die Bande gerammt worden. Rekis, der am Vortag seinen 40. Geburtstag gefeiert hatte, blieb auf dem Eis liegen, schnell bildete sich eine Blutlache auf dem Eis. Gestützt von zwei Helfern verschwand der Lette in der Kabine und kehrte auch nicht mehr zurück ins Spiel.

Am Tag darauf war Panther-Trainer Mike Stewart immer noch fassungslos ob des groben Fouls. „Arvids hat zwei Platzwunden an der Stirn, die mit zehn Stichen genäht werden mussten“, sagte er. Zudem habe erst auch noch der Verdacht auf einen Bruch der Halswirbelsäule bestanden. Deshalb verbrachte Rekis die Nacht im Krankenhaus unter ärztlicher Beobachtung. Immerhin: Der schlimme Verdacht bestätigte sich nicht und Rekis konnte am Donnerstag zusammen mit Teammanager Duanne Moeser im Zug zurück nach Augsburg fahren. Wie lange er ausfallen wird, war am Donnerstag noch völlig offen.

Der Disziplinarausschuss der Deutschen Eishockey Liga (DEL) stellte gestern das Verfahren gegen Rumble ein. Vorsitzender Tino Boos sagte, „die Aktion selbst ist für uns keine Matchstrafe. Natürlich sind die Folgen fatal, aber wir bewerten nur die Aktion selbst und eben nicht die Folgen.“ Aufgrund seiner dritten Disziplinarstrafe ist Rumble automatisch für das Spiel am Freitag gegen Ingolstadt gesperrt.

Der Rest der Panther-Mannschaft war noch am Mittwochabend nach der Pleite in Bremerhaven mit dem Bus nach Hannover weitergefahren. Dort hatte der Tross im Hotel übernachtet, um dann am Donnerstag nach Nürnberg weiterzureisen. „Es spart uns acht Stunden Busfahrt, dass wir zwischen den beiden Spielen nicht nach Augsburg gefahren sind“, sagte Stewart. Weiter wollte er sich zum Spielplan nicht äußern.

Fakt ist aber, dass dieser den Panthern an Weihnachten und Neujahr einiges zumutet. Am 26. Dezember hatten die Augsburger nach Krefeld gemusst, was eine knapp achtstündige Anreise am 25. Dezember bedeutete – Rückkehr am frühen Morgen des 27. Dezembers. Es folgte das Heimspielwochenende mit den Partien gegen Straubing und Schwenningen, ehe am 2. Januar die weiteste Fahrt nach Bremerhaven folgte. Der rund neunstündige Bustrip startete am 1. Januar um 8 Uhr. Und jetzt die Ochsentour über Hannover und Nürnberg zurück nach Augsburg.

Das erste Auswärtsspiel bei den Franken hatten die Augsburger mit 1:0 gewonnen. Auf eigenem Eis folgte ein 5:2-Sieg. Das freitägliche dritte Aufeinandertreffen der Saison ist für beide Mannschaften von größter Bedeutung. Nürnberg, das bisher eine enttäuschende Saison spielt, muss dringend punkten, um noch den Sprung in die Play-offs zu schaffen. Elf Zähler beträgt der Rückstand auf den rettenden zehnten Platz bereits. Vergleichsweise luxuriös ist die Ausgangslage der Panther. Sie belegen momentan Platz vier (63 Punkte), haben aber mit Köln (60) und Bremerhaven (59) zwei Verfolger im Nacken sitzen.

Stewart warnt vor Nürnberg. „Sie haben einige Verletzte zurückbekommen, was sie unberechenbar macht“, sagte der Panther-Trainer. Er setzt darauf, dass seine Mannschaft die Pleite in Bremerhaven schnell abhaken kann. „Es gab eine normale Videoanalyse, in der wir die Fehler angesprochen haben. Und jetzt geht es in Nürnberg weiter.“

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