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Geburtstag

17.01.2019

Ein Bürgermeister ehrenhalber wird 80

Herbert Götz

„Kümmerer“ Herbert Götz setzt sich für die Menschen in Göggingen ein

Einer, der sich um Göggingen und um die Allgemeinheit seit Jahrzehnten kümmert und der ein gutes Stück weit das örtliche Vereinsleben belebt, kann seinen schönen runden 80er feiern. Es ist Herbert Götz, der Vorsitzende und Motor der Arbeitsgemeinschaft der Gögginger Vereine. Als Vertriebener aus dem sudetendeutschen Neudek kam er schon im Kindesalter nach Göggingen. Diese frühen Jahre prägten den späteren LVA-Fachangestellten und langjährigen Personalratsvorsitzenden, der sich bald auch in der SPD und als Gewerkschafter betätigte. Besonders am Herzen liegt ihm heute – als einer der maßgebend Engagierten in der Neudeker Heimatgruppe „Glück auf“ – die Aussöhnung mit den jetzt in der alten Heimat wohnenden Menschen und den dort tätigen Institutionen.

Durch viele Begegnungen und gemeinsame Aktivitäten wird dies dokumentiert. Der Naturfreundebewegung ist er seit seiner Jugend eng verbunden. Bei ihr übte er das Amt des schwäbischen Vorsitzenden aus. Und auch das Gögginger Naturfreundehaus in Talkirchdorf/Allgäu entstand durch seine aktive Mithilfe.

Für seine vielfältigen ehrenamtlichen Verdienste ist ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen worden. Vom Vertrauen der Gögginger getragen, war er von 1966 bis 1972 für die SPD Mitglied des Marktgemeinde- bzw. Stadtrats. Und dies in einer bewegten Zeit. Zur großen Freude der Gögginger ging nämlich – vor jetzt genau 50 Jahren – die Stadterhebung und 1000-Jahrfeier über die kommunale Bühne. Aber drei Jahre später schon war Schluss mit lustig.

Gegen den eindeutigen Willen der Gögginger erfolgte die „Einverleibung“ nach Augsburg und Herbert Götz ist sein Stadtratsamt los. Zurückblickend meint er: „Es war damals wichtig, möglichst schnell mit den „bösen Augsburgern“ zu einem neuen Miteinander zu kommen!“ Deshalb setzte er sich massiv für den Abschluss eines Eingemeindungsvertrages ein. Dabei ging es ihm vor allem um eine vertragliche Absicherung des Gögginger Vereinslebens, das dann auch realisiert werden konnte.

Und so entwickelte sich die Vereinsarbeitsgemeinschaft zur heimlichen Nachfolgerin des untergegangenen Rates der jungen Stadt. Und deren jeweilige Vorsitzende übt gewissermaßen das 1972 erloschene Gögginger Bürgermeisteramt weiter aus. Natürlich ehrenamtlich. Ein Amt, das vorzüglich zu Herbert Götz passt.

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