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Augsburg

28.08.2016

Ein Bunker neben der Eichendorff-Schule

Auf dem Grundstück des künftigen Eichendorff-Hortes in Haunstetten wurde ein Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt.
Bild: Foto: Roman Adrianowytsch

Bei der Sanierung der Baugrube legen Arbeiter einen Luftschutzraum aus den 1940er Jahren frei.

Bei den Arbeiten am Grundstück für den künftigen Eichendorff-Hort ist ein Stück Geschichte freigelegt worden. Die Arbeiter fanden einen betonierten Schacht, der vermutlich im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzbunker für die Schule und die umliegenden Bewohner angelegt worden war.

Container auf dem Gelände

„Es handelt sich um eine etwa 30 Meter lange Röhre, die in Ost-West-Richtung verläuft und nur etwa zwei mal zwei Meter misst“, sagt Ulrich Vlcek von der Augsburger Gesellschaft für Stadtentwicklung und Immobilienbetreuung (AGS), der für die Arbeiten vor Ort zuständig ist. Sie sei bei der Sanierung der Baugrube für den künftigen Hort entdeckt worden. Die Röhre sei mit kontaminiertem Bauschutt verfüllt gewesen. „Wir haben die Schadstoffe entfernt und die Röhre dann wieder verfüllt“, so Vlcek. Mittlerweile stehen die Container für die Eichendorff-Minischule auf dem Gelände. Erst wenn die Schule in etwa einem Jahr saniert ist, wird dort weiter an dem geplanten Kinderhort gearbeitet. 2015 war an der Stelle ein Wohnhaus aus den 80er Jahren abgerissen worden.

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Angeblich wurde der Bunker Anfang der 1940er Jahre gebaut und hatte an beiden Seiten je einen Zugang. Der Abstand zur Schule könnte sich aus dem Umstand erklären, dass er bei einem Bombenvolltreffer des Schulhauses nicht in Mitleidenschaft gezogen werden sollte. Laut Vlcek verläuft er weiter ins Nachbargrundstück, auf dem ein Friseursalon steht.

Angriffe in drei Wellen

Vor 72 Jahren erlebten die Augsburger eine Bombennacht, die viele nur aufgrund der Luftschutzbunker in der Stadt überlebten. Vom 25. auf den 26. Februar 1944 flogen die Alliierten in drei Wellen Angriffe mit Spreng- und Brandbomben, die weite Teile der Stadt in Trümmer legten. Mehr als 800 Menschen starben, 85000 Menschen flohen aus der Stadt.

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