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Augsburg

19.06.2019

Ein Etappensieg für die Kinderbetreuung

Die Kindertagesstätte in der Steinernen Furt steht bereit, um von den Kindern bespielt zu werden. Am Freitag, 28. Juni, wird die Lechhauser Betreuungseinrichtung eingeweiht, danach schon bald bezogen.
Bild: Michael Hochgemuth

Am kommenden Freitag geht die Stadt mit einem Haus in der Steinernen Furt an den Start.

Auf dem beschwerlichen Weg zur umfassenden Kinderbetreuung hat die Stadt Augsburg wieder einen Etappensieg zu verbuchen. „Schlüsselfertig gemietet“ hat die Leiterin der Kindertagesbetreuung, Eva Hermanns, von der Estatis AG eine Immobilie in der Steinernen Furt 40 mit drei Etagen. Die Betriebserlaubnis bestehe für rund 50 Plätze. Wie die Verantwortliche sagt, war die Zusammenarbeit höchst angenehm, weil es sich um einen unkomplizierten Investor handelt, der in Oberhausen bereits die „Zirbelzwerge“ beherbergt und weiß, worauf es ankommt.

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Am Freitag, 28. Juni, soll das Objekt nun eingeweiht werden. Während es laut Hermanns anfangs mit 25 Kindern startet, werden weitere 25 im Herbst erwartet. Das Kellergeschoss ist mit einem sogenannten Lichtgraben versehen und wird neben Betriebsräumen mit einem Atelier für kreatives Arbeiten ausgestattet. Das Erdgeschoss, wo sich der Großteil des Kindergartenbetriebs abspielen wird, erhält einen Zugang zum Garten. Im ersten Stock werden die Turnhalle und die Schlafräume untergebracht sein.

Für viele Details zuständig

Eva Hermanns ist als Bauherrin für viele Seiten eines solchen Projektes zuständig. Während die Stadt Augsburg für die Steinerne Furt die Ausstattung beschafft habe, kümmere sich der Hauseigentümer um die sanitären Einrichtungen. Eines hat sie dabei festgestellt: „Das hat ihm richtig Spaß gemacht.“ Gesorgt sei auch für einen barrierefreien Zugang, wenngleich die Leiterin der Kinderbetreuung sagen kann: „Ich hatte in all den Jahren kein einziges Rollstuhl-Kind.“ Statt körperlicher Behinderungen seien heute andere Handicaps stärker zu beachten. Und das seien seelische Behinderungen oder Entwicklungsverzögerungen.

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Lechhausen ist einer der Augsburger Stadtteile mit dem größten Handlungsbedarf bei der Kinderbetreuung. Sozialreferent Stefan Kiefer dazu: „Wenn die anvisierten Vorhaben in den kommenden vier Jahren kämen, dann hätten wir mehr als 500 Plätze zusätzlich in Lechhausen“, resümiert der Bürgermeister. Auch in den Nachbarstadtteilen werde munter geplant oder wurde schon gebaut. Beispiele seien St. Franziskus in der Firnhaberau, Christkönig in der Hammerschmiede, die Villa Kunterbunt in der Hammerschmiede und weitere Plätze in Hochzoll.

Container im Garten sind eine Interimslösung

Große Hoffnung auf Entspannung setzt die Stadt mit der Lützowstraße. Laut Eva Hermanns werde erst abgebrochen, dann neu gebaut. Geplant seien Kindergarten und Hort. In der momentanen Interimslösung, den Containern im Garten der Birkenau-Schule in der Soldnerstraße, könnten die frei werdenden Räume für eine Schulkinderbetreuung als Hort genutzt werden. Dem ersten Anschein nach hätte Rektorin Bettina Barwig nichts dagegen. Und es gibt weitere Optionen für Lechhausen. Ein Interessenbekundungsverfahren laufe aktuell wegen einer möglichen Einrichtung in der Kurt-Schumacher-Straße. Dafür werde jedoch ein potenzieller Träger gesucht. Ein Baugenehmigungsverfahren laufe gerade für ein Haus in der Brixener Straße, das einmal 100 Kinder aufnehmen soll.

Jedoch kann Eva Hermanns auch sagen, dass es immer darum geht, die Thematik auszubalancieren. „Richtig schön“ wird ihrer Meinung nach der Holzbau in der Schwimmschulstraße, für den sie jüngst die Fliesen aussuchen durfte. Einen Projektbeschluss gebe es für die Fabrikstraße im Süden der Stadt. Bei der Vergabe der Plätze ist Eva Hermanns aber manchmal auch mit „überzogenen Vorstellungen und echter Not“ konfrontiert.

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