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Natur

20.09.2017

Ein Garten hoch über der Stadt

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Auf dem Dach trifft sich die ganzen Familie. Hier wird gegartelt und gegrillt und auch die schöne Aussicht genossen: Selina, Nathalie, Angelika, Tobias, Jacqueline Greiner und Benedikt Epp (von links) verbringen viel Zeit in dem besonderen Garten.

Seit über 20 Jahren gestaltet Angelika Greiner ihre Dachterrasse in der Konrad-Adenauer-Allee. An Fläche fehlt es ihr nicht. Auf rund 200 Quadratmetern ist genug Platz für verschiedene Bereiche.

Angelika Greiner hat einen großen Garten. Hibisken und Oleander zeigen sich hier in ihrer ganzen Pracht, die Rosen sind zwar schon verblüht, aber die Dahlien überbieten sich gerade in ihrer Schönheit. Wenn sie sich um ihre Pflanzen kümmern will – Blätter und Blüten zupfen und die Blumen gießen –, geht die 70-Jährige nicht etwa ins Erdgeschoss, um in den rund 200 Quadratmeter großen Garten zu gelangen. Nein, sie geht aufs Dach. Angelika Greiner und ihre Familie haben wohl einen der höchsten Dachgärten Augsburgs – er befindet sich auf ihrem Haus in der Konrad-Adenauer-Allee, mitten in der Stadt. Für Angelika Greiner ist ihr Garten ihr Lebensmittelpunkt. Hier kann sie abschalten, hier kann sie sich aufhalten, hier freut sie sich in Anbetracht der ersten herbstlichen Tage schon wieder auf das Frühjahr.

Man muss mit Tricks arbeiten

Im Jahr 1995 haben ihr Mann und sie den Dachgarten übernommen. Er war dicht bewachsen, Rasen und Bäume wuchsen auf dem weitläufigen Areal. Familie Greiner wollte ihren Dachgarten anders gestalten. Mehrere Monate benötigten sie, um die Bepflanzung abzutragen und vom Neuen zu beginnen. Angelika Greiner hat die Fortschritte der Umwandlung in einem Fotoalbum festgehalten. „Hier sieht man Schritt für Schritt, was passiert ist. Die alten Holzbalken, die als Abgrenzung dienten, haben wir wiederverwendet und Tröge aus ihnen gebaut. Sie sind heute noch da“, zeigt sie. Aus dem dicht bewachsenen Dachgarten ist ein Blumenmeer geworden. Auf Holzbalken lässt es sich bequem über den Garten flanieren. Zwischendrin sind Bereiche mit Lavasteinen aufgefüllt. „Die sind leichter als Erde.“ Bei den großen Trögen und Töpfen hat Angelika Greiner ebenfalls darauf geachtet, dass sie nicht zu schwer werden. „Die eine Hälfte ist mit Styropor gefüllt, die andere Hälfte mit Erde.“ In ihrem Teil des Gartens hat sie ihren Pflanzen viel Platz eingeräumt, Duftgeranien und Flieder zieren die Wege, es gibt einen kleinen Teich, eine lauschige Sitzecke und es gibt auch die Möglichkeit, in ihrem Freiluft-Wohnzimmer fernzusehen. Zwei Stunden täglich kümmert sie sich um ihren Garten. Ein kleiner Staub- und Laubsauger helfen ihr beim Aufsammeln der Blätter und Blüten. „Das ist gar nicht so einfach. Sie fallen immer in die Rillen der Holzbalken und sind nur schwer wieder herauszubekommen“, erzählt sie vom Gärtnerpech.

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Sie kümmert sich akribisch um den einen Teil des Gartens. Im zweiten Teil des Dachgartens gilt das Hauptaugenmerk weniger den Pflanzen. Hier dominieren Stühle und Liegen die Fläche, es gibt eine kleine Laube, einen großen Grill und zahlreiche Lampions, die Abends ein buntes Licht abgeben. „Hier wird mehr gefeiert“, sagt sie und lacht. Der Teil wird von den Familien ihrer beiden Söhne genutzt.

Regelmäßig ist sie eingeladen

Zum Essen wird sie regelmäßig eingeladen und muss dafür nur wenige Schritte von ihrem Teil hinüberlaufen. Ihre Enkel leisten ihr auf dem Dach nicht nur oft Gesellschaft, sondern packen auch mit an. Enkel Tobias Greiner, 19, hilft seiner Großmutter im Frühjahr mit dem Hinauftragen von Blumenerde und Pflanzen, die den Winter im Hausflur oder Keller verbracht haben. Die Enkelinnen helfen dagegen beim Gießen. „Meine Oma erkundigt sich dann regelmäßig am Telefon, ob wir auch gegossen haben“, erzählt Nathalie Greiner, 21, und lacht. Bislang sei nichts kaputt gegangen, wirft die Oma augenzwinkern ein.

Bei all der Blumenpracht fällt erst der zweite Blick im Dachgarten von Angelika Greiner über die Abgrenzung hinweg – doch auch der ist nicht weniger beeindruckend. Wie in einem Wimmelbuch liegt das Wohngebiet Vis-a-vis vor dem Haus der Familie. Kinderplanschbecken, Wäscheständer und Sitzgarnituren aus Holz, Plastik oder Rattan sind zu sehen. „Die Baufortschritte haben wir damals genau verfolgen können“, sagt Angelika Greiner. Und auch in der Ferne lässt sich einiges entdecken: Von hier aus kann bis in die Westlichen Wäldern und Friedberg geblickt werden.

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