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Augsburg

17.10.2017

Ein Jahr Radzählstation: Wie viele Radler sind unterwegs?

Wer in der Konrad-Adenauer-Allee unterwegs ist, kann die Markierungen für die Radzählstation leicht übersehen.
Bild: Silvio Wyszengrad (Archiv)

Seit über einem Jahr zählt in der Konrad-Adenauer-Allee jedes Fahrrad. Durch die Zählstation wird deutlich, wie viele Radler dort unterwegs sind - und das ist nur der Anfang.

Hunderte Menschen radeln jeden Tag die Konrad-Adenauer-Allee entlang und viele von ihnen fahren danach ahnungslos weiter. Doch der Weg zwischen Theodor-Heuss-Platz und Königsplatz unterscheidet sich von allen anderen in Augsburg - denn hier werden die Radler selbst dann bemerkt, wenn sonst kein Mensch in der Nähe ist. Nur unscheinbare rote und schwarze Markierungen offenbaren, dass einer Radzählstation durch ihre Mess-Schleifen seit über einem Jahr nichts entgeht.

Auf dem Weg zur Fahrradstadt 2020 hat Augsburg unter anderem Radwege ausgebaut und ein neues Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof eröffnet. Aber wie viele Radler sind überhaupt unterwegs? Um eine Ahnung zu bekommen, richtete die Stadt im vergangenen Jahr die Radzählstation ein. Sie wurde mit 5000 Euro des bayerischen Innenministeriums finanziert, die es 2015 als Zuschuss bei der Auszeichnung zur fahrradfreundlichen Stadt gab.

Durch die Messdaten lässt sich der Radverkehr auf der Konrad-Adenauer-Allee von Oktober 2016 bis September 2017 nun in eine Zahl fassen: Rund 785.000 Radler wurden in beiden Richtungen gemessen.

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Die meisten Radfahrer waren an einem sonnigen Donnerstag unterwegs

Augsburgs Radbeauftragter Thomas Hertha erklärt: "Die Konrad-Adenauer-Allee ist eine wichtige Nord-Süd-Achse - jetzt können wir sehen, wie hoch das Aufkommen im Radverkehr genau ist". Die Unterschiede zwischen Winter- und Sommermonaten sind deutlich. Außerdem werden in Richtung Königsplatz deutlich mehr Radler gemessen. "Das liegt aber schlicht daran, dass sie in Richtung Theodor-Heuss-Platz auch die parallel verlaufende Schießgrabenstraße befahren können", sagt Hertha.

Die Ergebnisse zeigen, dass jeden Tag im Durchschnitt 2500 Menschen die Straße entlang radeln. Der Rekordtag war der 13. Juli 2017 - an dem sonnigen Donnerstag waren fast 4800 Radfahrer unterwegs. Wie viele Fahrräder von Oktober 2016 bis September 2017 genau in jedem Monat gemessen wurden, zeigt unsere Grafik:

(Hinweis: Bitte drehen Sie den Bildschirm Ihres Smartphones, wenn die Grafik im Hochformat nicht richtig angezeigt wird.)

Welche Schlüsse zieht die Stadt aus den Zahlen? Für den Radbeauftragten sind sie erst einmal eine Bestätigung, wie wichtig diese Nord-Süd-Achse für den Radverkehr ist. Beim Bemühen um eine fahrradfreundliche Stadt seien außerdem Zahlen dazu hilfreich, wie viele Menschen aufs Rad steigen. "Das wird uns vor allem langfristig etwas bringen, da wir dann über den Vergleich der Jahre sehen können, ob der Radverkehr in Augsburg zunimmt", erklärt Hertha.

Augsburg bekommt zwei weitere Radzählstationen

In Zukunft möchte Augsburg den Radverkehr noch genauer erfassen. Daher sollen laut Hertha in den nächsten Monaten zwei weitere Zählstationen in Betrieb gehen, die von der Stadt dieses Mal ohne Zuschuss finanziert werden - zum einen an der Wagenhalsstraße bei der City-Galerie und an der Ulrichsbrücke. Letztere soll auch messbar machen, wie sich der neue Radweg an der Neuburger Straße auswirkt, der für das kommende Jahr geplant ist.

Auch die Werte der kommenden Zählstellen soll jeder einsehen können. Bei der aktuellen Station ist das online schon möglich: über diesen Link gelangen Sie zu den Zahlen.

Diskutiert werden in Augsburg auch Gefahrenstellen für Radler. Wir hatten unsere Leser im Mai gefragt, wo sie sich gefährdet fühlen, und die Ergebnisse in dieser Karte gebündelt:

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17.10.2017

"Das liegt aber schlicht daran, dass sie in Richtung Theodor-Heuss-Platz auch die parallel verlaufende Schießgrabenstraße befahren können", sagt Hertha.

Da muss ich dann entgegnen: Das kann man in Gegenrichtung genau gleich. Und das war monatelang (währen dem Umbau der KAA) durchaus auch auch die zu bevorzugende Variante. Eher ist es doch wohl so, dass die Hasenfüße unbedingt ihr Streifchen brauchen, obwohl es ohne ganz genau so gut (wenn nicht sogar besser) geht. Wer es wirklich entspannter haben will, sollte eigentlich Richtung IHK überhaupt nicht oben rum, sondern unten, auf der KAA fahren. Da ist nämlich fast immer deutlich weniger los und falsch geparkt wird in der Richtung normalerweise auch nicht. Anders als oben rum, wo ständig einer im Weg steht und die am Rand auch noch gerne einfach blind die Tür auf reißen.

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