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07.04.2012

Ein Leben für das Schauspiel

Eva Mattes in der Neuen Stadtbücherei

Die Schauspielerin Eva Mattes ist bekannt; so bekannt, dass in der Neuen Stadtbücherei wegen des großen Andrangs alle nur möglichen Sitzgelegenheiten zum Einsatz kamen. Thema war ihre soeben erschienene Autobiografie „Wir können nicht alle wie Berta sein“, in der Mattes sofort klar macht, das weit mehr ihn ihr steckt als die Tatort-Kommissarin vom Bodensee.

Zunächst korrigierte Mattes das Internet-Lexikon Wikipedia: Sie sei nicht mit zehn (wie dort zu lesen ist), sondern mit 12 Jahren zur Schauspielerei gekommen. Angefangen habe sie als Synchronstimme von Pippi Langstrumpf. Ihren ersten Skandal erlebte sie mit 16 Jahren. Der Grund: eine Nacktszene in Michael Verhoevens Antikriegsfilm „o.k.“ (1970). Für diese Rolle hatte Mattes aber auch den Bundesfilmpreis als beste Nachwuchsdarstellerin bekommen. Ihre steile Karriere begann; die Zeitungen attestierten ihr damals, dass sie keine Schönheit sei, sondern ein schauspielerisches Urviech.

Mal skurril-chaotisch, mal liebevoll-zärtlich

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Mattes erinnerte sich auch an das, was hinter den Kulissen geschah. Humorvoll waren viele Geschichten, die aus der 30 Jahre währenden Zusammenarbeit mit dem Theaterregisseur Peter Zadek resultierten, mal skurril-chaotisch, mal liebevoll-zärtlich.

Die Schauspielerin trug das großartig vor: lebhaft und mit einer vom Herzen kommenden Wärme. Auch wenn nur ein Bruchteil des Buchs vorgestellt wurde, war das Publikum durch und durch begeistert, zum Beispiel als Mattes ihre Angst vor allem gestand, was knallt. Ein schwieriges Manko für eine Tatort-Kommissarin, das charmant gelöst wurde: „Wenn jetzt beim Dreh ein Schuss fällt, ruft der Regisseur „Butterblume“, und alle springen in Deckung.“

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