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Musik

04.09.2017

Ein Lied für Augsburg

Mit dem Song „Ja woisch“ sorgten d’Stoinerne Männer“ vor einigen Jahren für Furore.
Bild: Silvio Wyszengrad

Städte wie New York und San Francisco sind viel besungen worden. Wie sieht es mit der Stadt am Lech aus?

„Bochum, ich komm’ aus dir, Bochum, ich häng’ an dir.“ Herbert Grönemeyer hat der Stadt, in der er aufwuchs, ein Lied gewidmet. Viele Musiker tun dies ebenfalls: Sie singen von Städten. Frank Sinatra stellte „New York, New York“ in den Mittelpunkt, Scott McKenzie tat dasselbe mit „San Francisco“. Und was ist mit Augsburg? Ja, es gibt auch über unsere Stadt Songs; und gar nicht so wenige.

Die Sonne schien über Haunstetten

Der vor allem bei jüngeren Augsburgern bekannteste ist vermutlich „Sonne über Haunstetten“ der Band Anajo. Die Augsburger Gruppe bestand aus Oliver Gottwald, Michael Schmidt und Ingolf Nösser. 2007 vertrat das Trio Bayern beim Bundesvision-Song-Contest von TV-Entertainer Stefan Raab. Sie landeten auch einmal in der Hitparade unter den Top 100, allerdings mit einem anderen Lied. Das Duo Liliput steuerte gleich zwei Lieder zur Augsburg-Sammlung bei. Helmut Lindner und Gerhard Thoms sind Musikkabarettisten. Zusammen treten die beiden aber nur noch selten zusammen auf. Ihre Lieder „Augsburgs Ultimative Stadthymne“ und „Augsburg City“ kennen trotzdem viele. Es sind satirische Beschreibungen der Stadt „zwischen Wertach und Lech, wo der Datschi und d’Butterbrezg“ daheim sind und der Müll „aus halb Bayern verbrennt wird“. Das Duo Liliput nimmt zwar vieles aufs Korn, zum Beispiel die überschaubare Kontaktfreude der Augsburger. Trotzdem sind beide Lieder Hommagen an die Heimat. Schlagersänger Roy Black, die Puppenkiste und Fußball-Legende Helmut Haller – sie alle kommen im zweiten Song vor, gesungen auf die Titelmelodie von Jim Knopf: „Eine Insel mit zwei Bergen“.

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Ein ganz anderes Genre

Eine weitere Band, die ein Lied über Augsburg geschrieben hat, kommt aus einem komplett anderen Musikgenre: die Gruppe Reactor spielte von 1988 bis zu ihrer Auflösung 2006 „Power- und Speedmetal“. Vor allem in Japan hatten sie großen Erfolg. Deshalb richtete sie sich später auch nach dem dortigen Geschmack aus. „Augschburg“, eigentlich ein Fan-Lied für die Augsburger Panther, war dann wieder eher ursprünglich, wenn vom Stil her auch etwas härter. Die Single aus dem Jahr 2000 beschreibt, wie die Panther ihre Gegner besiegen.

Die Statue des „Stoinernen Ma“ ist eine bekannte Sehenswürdigkeit. In Anlehnung daran haben sich Achim, Pedro und Flo „d’Stoinerne Männer“ genannt. Bei ihnen ist der Name Programm: In Schneckenschuhen, einarmig und mit Brotlaib in der Hand singen die drei ihre Lieder. Die Figur des „Stoinerne Ma“ stellt einen Bäcker dar, der einst einen aus Sägemehl gebackenen Brotlaib über die Mauern der belagerten Stadt geworfen haben soll. Er täuschte damit vor, dass die Bürger noch bestens versorgt sind. Die Legende besagt, danach seien die feindlichen Truppen frustriert abgezogen. Zwei Songs lieferte die skurrile Band ab: Vor fünf Jahren der „Blues in A“, ein Lied über den Fußball und speziell den FCA, und vor sechs Jahren „Ja woisch“, ein Hit auf der Internetplattform Youtube mit fast 300000 Aufrufen. Ganz wichtig für das Trio: Es will nicht von Berufs wegen Musik machen. Für sie waren die Lieder „Kunstprojekte“. In „Ja woisch“ singen sie zur Melodie von „Voyage, Voyage“ von der Straßenbahn, der Goggelesbrücke, dem Zwetschgendatschi und dem Plärrer. Eine, wie die drei es sagen würden, „pfundige“, aber auch schräge Hommage.

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