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Auszeichnung

03.03.2018

Ein Orden für die Kartei der Not

Präsident Dirk Hermann Voß verlieh den „Paul Harris Fellow“ an die Kuratoriumsvorsitzende der Kartei der Not, Ellinor Scherer (Mitte), und AZ-Herausgeberin Alexandra Holland.
Bild: Silvio Wyszengrad

Warum Ellinor Scherer und Alexandra Holland eine Auszeichnung der Rotary-Organisation erhalten und was das Leserhilfswerk unserer Zeitung damit zu tun hat.

Eine Lebenskrise kann jeden treffen – sei es durch eine Krankheit, einen Unfall oder Todesfall. Auch in der Region Augsburg geraten viele Menschen unverschuldet in eine schwierige Lebenslage. Rund 2500 Betroffene jährlich bitten die Kartei der Not, das Leserhilfswerk unserer Zeitung, um rasche und unbürokratische Hilfe. Die Geschicke des Hilfwerks werden von der Kuratoriumsvorsitzenden Ellinor Scherer und Alexandra Holland, Herausgeberin der Augsburger Allgemeinen und stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende, bestimmt. Für ihr Engagement wurden sie nun mit einem Orden der internationalen Rotary-Organisation mit weltweit 1,2 Millionen Mitgliedern ausgezeichnet.

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Die Hilfe sei verlässlich, kleinteilig und effektiv

Der Rotary Club (RC) Augsburg-Fuggerstadt verlieh Ellinor Scherer und Alexandra Holland im Fugger-und-Welser-Erlebnismuseum den „Paul Harris Fellow“. Der Orden ist nach dem Gründer von Rotary International benannt. Er wird an Menschen vergeben, die sich in vorbildlicher Weise für Menschen in Not und für eine Welt der Solidarität, Toleranz und Zusammenarbeit einsetzen. Prominente Ordensträger sind etwa Mutter Theresa, der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter, Astronaut James Lovell oder der „Vater“ des Polio-Impfstoffs, Jonas Salk. Das Besondere: Der RC Augsburg-Fuggerstadt verlieh die Auszeichnung erstmals in seiner Geschichte an zwei Persönlichkeiten, die selbst nicht Mitglieder sind. Präsident Dirk Hermann Voß sagte, der Club wolle damit in besonderer Weise auf das segensreiche Wirken der Kartei der Not für Menschen in der Region hinweisen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Die Hilfe sei verlässlich, kleinteilig und effektiv. Jede Spende komme zu hundert Prozent bei den Betroffenen an. In über 50 Jahren waren es rund 40 Millionen Euro. Seit Anfang 2016 ist noch ein weiteres Angebot hinzugekommen, das Ellinor-Holland-Haus. Voß nannte es ein bayernweit einzigartiges Angebot eines sozialpädagogisch begleiteten generationsübergreifenden Wohnens für Menschen in Lebenskrisen und ein Beispiel aktiver sozialer Arbeit dort, wo Spenden allein nicht mehr ausreichen. Das alles sei vorbildliches Handeln in bestem rotarischem Geist, so der Präsident.

Alexandra Holland sagte, der Orden sei eine große Ehre. Sie könne ihn aber nur stellvertretend für alle, die an der Arbeit der Kartei der Not beteiligt seien, entgegennehmen. Zu würdigen seien vor allem auch die vielen, vielen Spender. Der RC Augsburg-Fuggerstadt verband mit der Ordensverleihung eine Spende in Höhe von 5000 Euro für Einzelprojekte der Kartei. Im laufenden Präsidentenjahr konzentriert sich der Club, dem rund 100 Augsburger angehören, auf soziale Projekte in der Stadt, die ausschließlich aus Spendenmitteln finanziert werden. Mutter-Kind-Projekte stehen dabei ebenso im Fokus wie Hilfen für obdachlose Frauen oder die Förderung von jungen Menschen.

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