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Hip-Hop

07.08.2017

Ein Unternehmen namens Mundhaarmonika

Rapper Mundhaarmonika auf der Kulturina in Gersthofen
Bild: eric

Vom Rocker wurde Simon Hofelich zum Rapper. Wie der Augsburger nun auf Erfolgskurs geht

Er trägt Melone, tritt unter dem Namen Mundhaarmonika auf und gilt in Musikkreisen noch als Geheimtipp. Doch das kann sich bald ändern: Auf der Gersthofer Kulturina zeigte der smarte Rapper am Samstagabend auf der großen Bühne vor der Stadthalle, was in ihm steckt und begeisterte damit das Publikum.

Eigentlich heißt er ja Simon Hofelich, ist 1988 in Augsburg geboren und ist seit 2005 musikalisch unterwegs. „Angefangen hat das Ganze in einer Schulband“, erinnert sich Simon. „Da spielte ich Bass in einer Alternative-Rock-Band.“ Damals habe es in seiner Schule nur zwei musikalische Lager gegeben: das der Rocker und das der Hip-Hopper. „Aus der Schulband ist dann eine feste Band geworden. Aber irgendwann war das vorbei“, erzählt Simon weiter. Den Hip-Hop hat er erst später für sich entdeckt, hat ein kleines Tonstudio gegründet und dort selbst Hip-Hop produziert.

So richtig ernst aber wurde das Ganze 2014 mit Hofelichs studienbedingtem Umzug nach München. Damals traf er den Keyboarder Andreas Begert, der in München Musik studierte. „Wir trafen uns ein paar Mal und jammten miteinander und starteten schließlich das Projekt Mundhaarmonika mit weiteren Musikstudenten.“ Mittlerweile besteht die Band aus Andreas Begert (Keyboards und Piano), Felix Renner (Bass), Vincent Crusius (Drums) und Temren Demirbolat (DJ). In Gersthofen war am Samstag noch Simons Bruder Lukas Hofelich als Backgroundsänger zu erleben. Weiterhin gehören zur Crew um Mundhaarmonika Marcel Chylla (Video) und Matthias Kieslich (Ton, Live-Mix und Mixdown).

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Es ist eine komplette Produktionsfirma, die Simon Hofelich sich da zusammengestellt hat. Denn auch die Musiker haben im Projekt Mundhaarmonika noch weitere Aufgaben jenseits des Musizierens übernommen. So arbeiten Andreas Begert und Felix Renner als Produzenten, Temren Demirbolat als Manager und Simon selber als Grafikdesigner. „Das spart eine Menge Geld und gibt uns gleichzeitig die volle Kontrolle über alles, was wir produzieren“, begründet Simon. „Uns war von Anfang an klar, dass dieses Projekt nur funktionieren kann, wenn wir das professionell aufziehen. Und dazu gehört eben mehr als nur das Musik machen.“

Mittlerweile hat Simon sein eigenes kleines Studio in München eingerichtet und die eigene Plattenfirma gegründet. Doch obwohl München inzwischen zum Mittelpunkt seines Schaffens geworden ist, bleibt er seiner Heimat Augsburg treu. Das drückt sich in manchen seiner Texte aus, die von AuxCity erzählen oder vom großartigen Lummerland, aber auch in Sätzen wie diesen: „In Augsburg ist alles kleiner, familiärer. Es ist einfach toll, durch die Stadt zu gehen und alle fünf Meter jemanden zu treffen.“Am 25. August wird Mundhaarmonika übrigens erneut in seine Heimatstadt zurückkehren, auf dem Sonnendeck ein Konzert geben und das erste Album feiern.

„Raptestdummy“ heißt es und wurde auf dem eigenen Label Plattenmoped veröffentlicht. Finanziert hat es die Band via Crowdfunding. Als digitaler Download ist das Album auf allen bekannten Plattformen erhältlich, die CD ist indes auf 250 Exemplare limitiert. „150 von den 250 gepressten CDs sind an die Fans gegangen, die uns finanziell unterstützt haben. Sie alle haben eine personalisierte Ausgabe erhalten, was zwar teuer war, aber eine tolle Aktion. Die haben sich alle total gefreut“, begeistert sich Simon.

Wer eine der letzten Mundhaarmonika-CDs ergattern will, kann dies über die Homepage der Band www.mundhaarmonika.de tun.

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