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Drei-Auen-Quartier

22.06.2017

Ein Verkehrsschild sorgt für Verdruss

Das rot-weiße Verkehrsschild verbietet die Durchfahrt.
2 Bilder
Das rot-weiße Verkehrsschild verbietet die Durchfahrt.
Bild: Benkard

Das Durchfahrverbot wird oft missachtet. Was soll jetzt passieren?

Das rote Verkehrsschild mit dem weißen Querbalken sollte jedem Autofahrer vertraut sein: In der Praxis wird das Durchfahrverbot immer wieder missachtet, vor allem dann, wenn der Autofahrer für sein gesetzestreues Verhalten mit Umwegen inklusive Staus „bestraft“ wird.

So ein ungeliebtes Schild steht auch im Kreuzungsbereich Ahorner-/Schönbachstraße in Oberhausen-Nord. Hier ignorieren Autofahrer das Durchfahrverbot, weil sie damit die viel befahrene Donauwörther Straße umgehen können. Nach den Beobachtungen der Anlieger sind es vor allem Pendler, die auf verbotenen Wegen unterwegs sind. Einige von ihnen wandten sich an Stadtrat Dieter Benkard mit der Bitte, hier aktiv zu werden. Denn gerade die Kinder des direkt im Kreuzungsbereich gelegenen Drei-Auen-Bildungshauses würden durch die Missachtung der Verkehrregeln gefährdet.

Benkard organisierte deshalb einen Ortstermin, an dem neben Ordnungsreferent Dirk Wurm der Leiter der Straßenverkehrsbehörde Reinhard Staudenmayer teilnahm. Diskutiert wurde dabei die Möglichkeit, anstelle des Durchfahrverbots eine Einbahnstraße stadteinwärts einzurichten. Benkard glaubt, dass diese stärker beachtet würde als das aktuelle Durchfahrtsverbot.

Staudenmayer jedoch zögert, diesen Schritt zu gehen. „Dies hätte auch für die unmittelbaren Anlieger in der Schönbachstraße Folgen. Bislang hätten sie die Möglichkeit, etwa aus der dortigen Tiefgarage nach beiden Seiten herauszufahren. Bei einer echten Einbahnstraße wäre ihnen die Fahrt Richtung Norden verwehrt. Staudenmayer regt an, momentan alles beim Alten zu belassen. Der Grund: Im Zuge der geplanten Bebauung des Zeuna-Strärker-Areals an der Äußeren Uferstraße soll auch das Verkehrskonzept des Drei-Auen-Quartiers überarbeitet werden. Für Benkard ist das ein schwacher Trost. „Bis zur Bebauung dauert es noch Jahre. An der Kreuzung muss aber bald etwas passieren.“

Auch weiter nördlich sorgt die Verkehrsführung der Schönbachstraße für Diskussionen. Eine Sperre in Höhe des Westendorfer Wegs unterbindet den Durchgangsverkehr. Insbesondere Bewohner der Schönbach- und Marie-Juchacz-Siedlung kämpfen seit Jahren für eine Öffnung in Richtung Norden, die ihnen Umwege über die Tauscher- beziehungsweise Donauwörtherstraße ersparen würde. Anton Wolff, Chef der Juchacz-Siedlung glaubt nicht mehr an einen Durchbruch. Bei einem Ortstermin sei die Öffnung erneut abgelehnt worden, weil die Straßenverkehrsbehörde hier keinen Handlungsbedarf sehe. „Für uns ist das Thema damit abgeschlossen.“ (bau)

Die Diskussion ist geschlossen.

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