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22.07.2010

Ein nächster Schritt in Richtung Bahnhofsumbau

Warten auf den Umbau: der Augsburger Hauptbahnhof. Foto: Anne Wall
Bild: Anne Wall

Es ist ein weiterer Zwischenschritt auf dem Weg zum Umbau des Augsburger Hauptbahnhofs. Der Bauausschuss hat gestern den vorliegenden Planungen einstimmig zugestimmt. Das letzte Wort hat nächste Woche der Stadtrat. Von dessen Zustimmung ist daher ebenfalls auszugehen.

Von Michael Hörmann und Christian Mühlhause

Umgebaut wird der Bahnhof aber deswegen noch lange nicht. Die Planung muss zunächst ein umfangreiches Genehmigungsverfahren durchlaufen, das bei der Regierung von Schwaben angesiedelt ist. Bei dieser Gelegenheit könnten Bedenken gegen die Planung angemeldet werden. Das Verfahren sieht auch vor, dass Anregungen berücksichtigt werden.

Mit einer zweijährigen Verfahrensdauer ist nach gegenwärtigem Stand zu rechnen. Dies würde bedeuten, dass der Baubeginn im Jahr 2012 wäre. 2018 könnte der Hauptbahnhof fertiggestellt sein.

Ein nächster Schritt in Richtung Bahnhofsumbau

Einen Haken an dieser Zeitplanung gibt es jedoch nach wie vor: Die zeitliche Umsetzung ist abhängig davon, wie es am Königsplatz weitergeht. Erst nach einer klaren Entscheidung, wie der Kö konkret umgebaut wird und wie die künftige innerstädtische Verkehrsführung sein wird, kann der Bahnhofsumbau in das Genehmigungsverfahren.

So ist es mit den Fördergebern zuletzt abgestimmt worden. Der Bahnhofsumbau ist zentrales Element der Mobilitätsdrehscheibe. Der Umbau ist mit rund 100 Millionen Euro veranschlagt.

Exakt sind es 98,2 Millionen Euro, die für Planung und Bau anfallen. Hierfür trägt die Deutsche Bahn einen festen Anteil von 20,7 Millionen Euro.

Kernstück des Umbaus ist die Untertunnelung. Straßenbahnen werden unterhalb der Bahngleise verkehren. Es gibt drei Ebenen. Oben fahren die Züge, unten die Trams. Es gibt eine Verteilerebene mit Fahrtreppen. Jeder Bahnsteig wird dann von jeweils zwei ein Meter breiten Fahrtreppen erschlossen.

Fußgängertunnel ist 134 Meter lang

Es gibt einen Tunnel, in dem sowohl der Straßenbahn- als auch der Fußgängertunnel in einem Bauwerk geführt werden. Dieser Fußgängertunnel ist 134 Meter lang und sechs Meter breit. Etwa in der Mitte des Fußgängertunnels ist ein 21 Meter langer Lichthof angeordnet, in welchen Tageslicht einfällt und der auch das Bauwerk in Längsrichtung optisch unterbricht. In diesem Bereich sind auch die Betriebsräume der Stadtwerke für die im Brandfall benötigten Entrauchungsanlagen der Straßenbahnhaltestelle untergebracht.

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