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Projekt

12.06.2018

Ein neuer Wertstoffhof für den Augsburger Süden

In Haunstetten entsteht ein Wertstoffhof für den Süden.
Bild: Silvio Wyszengrad

Im Unteren Talweg entsteht ein Depot mit Vorbildcharakter. Für die Bürger wird einiges einfacher

Im Juli sollen auf dem Gelände am Unteren Talweg die Bagger anrücken. Dann wird im Stadtteil Haunstetten ein großer zentraler Wertstoffhof für den Augsburger Süden entstehen. Das Depot soll bis zu 300 Fahrzeugen des Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetriebes (AWS) Platz bieten. Außerdem werden in rund 30 Containern Wertstoffe gesammelt. Mit der Fertigstellung wird zwischen Herbst 2019 und Frühjahr 2020 gerechnet. Jetzt war Spatenstich.

Stolz präsentiert Georg Holder, Betriebsleiter des Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetriebs, sein neues Vorzeigeprojekt. Das Depot zwischen der Kopernikusstraße und der Straße Auf dem Nol soll ein sogenanntes Energieplus-Gebäude werden. Geplant ist, keine Energie von außen zukaufen zu müssen. Wärmepumpen und eine Photovoltaikanlage sollen ausreichend Strom produzieren, um das Depot zu versorgen. Auch ein Salzlager und eine Waschanlage für die Straßenmeisterei sind eingeplant. „Damit sind wir hier komplett selbstständig“, erklärt Georg Holder.

Rund 18500 Quadratmeter umfasst das Grundstück im Unteren Talweg. Das entspricht in etwa einer Fläche von zweieinhalb Fußballfeldern. Die Anlage soll so gestaltet werden, dass der öffentliche Wertstoffhof und die Straßenmeisterei voneinander getrennt sind. „Damit wollen wir garantieren, dass sich städtische Fahrzeuge und Besucher der Annahmestelle nicht in die Quere kommen“, erklärt Umweltreferent Reiner Erben.

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Zweispurige Ein- und Ausfahrten sollen einen reibungslosen Ablauf ohne Warteschlangen garantieren. Im Innenbereich des Wertstoffhofes sind laut Georg Holder sogar drei Spuren vorgesehen. Auch die Wertstoffannahme soll kundenfreundlich gestaltet werden. „Die Container auf dem Wertstoffhof werden überdacht und in den Boden eingelassen. Somit kann man schwere Abfälle einfach nach unten werfen“, erläutert Holder.

Weil das Konzept attraktiv sei, rechnet er mit bis zu 600 Besuchern pro Tag. Laut Augsburgs Umweltreferent Erben soll das neue Depot sowohl städtischen Einsatzfahrzeugen als auch der Bevölkerung kürzere Wege ermöglichen. Die Standorte in der Isar- und der Hessingstraße werden im Gegenzug aufgegeben. Sie reichten für die neue Aufgaben nicht mehr aus und seien sanierungsbedürftig. Reiner Erben zufolge liegen die Kosten für den Neubau bei rund 13 Millionen Euro. Ein Teil der Summe soll über den Verkauf des Geländes in Göggingen finanziert werden.

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