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Augsburg

22.11.2017

Eine Bar hat Ärger mit einer Gruppe von Flüchtlingen

Das Kreuzweise in der Konrad-Adenauer-Allee hat Ärger mit einer Gruppe von Gästen.
Bild: Bernd Hohlen

Junge Männer fallen durch Diebstähle und Aggressionen auf. Wie die Wirtin des linken Treffs in der Konrad-Adenauer-Allee damit umgeht.

Die Wirtin steckt in der Zwickmühle. Tatjana Dogan sagt von sich und ihrer Bar „Kreuzweise“ in der Konrad-Adenauer-Allee: „Wir sind links“. Ihre Bar soll ein Ort sein, an dem sich jeder treffen kann. Der Türsteher sortiert die Gäste nicht nach Geschlecht, Alter, Hautfarbe oder Kleidungsstil aus. Doch nach den Vorfällen vom Wochenende könne sie nicht mehr weitermachen wie bisher, sagt Tatjana Dogan. Weil sich Flüchtlinge aus Gambia aggressiv verhalten hatten und aufeinander losgingen, musste in der Nacht zum Samstag die Polizei anrücken. Erst als die Beamten drohten, ihre Waffen einzusetzen, ließ sich die Situation beruhigen.

Nach Angaben der „Kreuzweise“-Wirtin geht der Ärger von einer Gruppe von etwa 25 afrikanischen Asylbewerbern aus. Die Männer seien in ihrem Lokal zuletzt mehrfach durch Diebstähle aufgefallen, aber auch durch Belästigungen von Frauen und aggressives Verhalten. Am Wochenende begann der Stress, als die Bar schloss und nichts mehr ausgeschenkt wurde. Mehrere Männer seien sauer geworden und hätten es nicht eingesehen, gehen zu müssen, berichtet Tatjana Dogan. Draußen seien die Flüchtlinge dann untereinander in Streit geraten.

Die Polizei meldet, dass sich vor der Bar mehrere Männer mit Glasflaschen in den Händen gegenüber standen. Ein 23-Jähriger zerschlug den Boden seiner Flasche an einer Hauswand und drohte damit. Im Polizeibericht dazu heißt es: „Erst als ihm gegenüber der Schusswaffengebrauch angedroht wurde, ließ der 23-Jährige die Flasche fallen, schlug aber einem der Beteiligten – 19 Jahre alt – noch mit der Faust ins Gesicht“. Alle Beteiligten waren nach Polizeiangaben Männer aus Gambia, die in einer Aufnahmeeinrichtung in Donauwörth leben.

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Dogan: "Wir haben die Schnauze voll"

Im sozialen Netzwerk Facebook hat die „Kreuzweise“-Wirtin ihrem Ärger Luft gemacht. Sie schreibt: „Wir haben die Schnauze total voll! Es macht keinen Spaß mehr bei uns. Ich bin sprachlos. Die Jungs sind beratungsresistent, hochaggressiv und für uns nicht mehr tragbar.“ Und sie fügte hinzu: „Sie sind raus, und zwar alle!“ Zahlreiche Nutzer verstanden das so, dass nun keine Dunkelhäutigen mehr ins Lokal gelassen werden. Es entwickelte sich eine Diskussion, in der Tatjana Dogan Zuspruch bekam, aber auch viel Kritik aus der linken Szene einstecken musste. Im Gespräch mit unserer Redaktion stellt die Wirtin klar: Es gehe ihr nicht darum, keine Flüchtlinge oder Dunkelhäutige ins Lokal zu lassen. Aber diese spezielle Gruppe habe vorerst keinen Zutritt mehr. Dabei könne es passieren, dass es leider auch mal den Falschen treffe.

Tatjana Dogan will keinen Beifall aus der politisch rechten Ecke. Sie will die Probleme, die es gibt, aber auch nicht verschweigen. Sie hat Erklärungen, weshalb sich die Männer in betrunkenem Zustand teilweise so verhalten. Flüchtlinge aus Gambia hätten praktisch keine Chance, dass ihr Asylantrag durchgeht. Sie dürften nicht arbeiten, hätten wenig Geld und bekämen keine Deutschkurse. „Das würde bei jedem für Frust sorgen“, meint sie. „Die Männer bräuchten dringend eine bessere Betreuung.“ Sie als Wirtin könne diese Arbeit nicht leisten. Sie müsse reagieren, schließlich sei sie auch für die Sicherheit ihrer Gäste verantwortlich. Um besser kontrollieren zu können, wer in das „Kreuzweise“ komme, gebe es nun einen zweiten Mann an der Tür, der sogar eine soziale Ausbildung habe.

Türsteher sprechen davon, dass vermehrt größere Gruppen unterwegs waren

Türsteher in der Innenstadt berichten nach Recherchen unserer Redaktion davon, dass in den vergangenen Wochen vermehrt größere Gruppen von afrikanischen Flüchtlingen unterwegs waren, die Bars und Klubs besuchen wollten. Die meisten Lokale lassen zwar auch Flüchtlinge hinein, aber keine größeren Gruppen. Das sorge an den Türen mitunter für Diskussionen. Größere Probleme gebe es bisher aber nicht.

Die Polizei schätzt die Situation ganz ähnlich ein. Asylbewerber fielen in der Innenstadt inzwischen leider genauso durch Aggressivität und Trunkenheit auf wie andere Nachtschwärmer auch, sagt Polizeisprecher Siegfried Hartmann. Eine besondere Häufung erkenne man bei der Polizeiinspektion Mitte bislang jedoch nicht.

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Die Diskussion ist geschlossen.

22.11.2017

Es lohnt sich den oben hinterlegten Link auf FB zu klicken...

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Im sozialen Netzwerk Facebook hat die „Kreuzweise“-Wirtin ihrem Ärger Luft gemacht. Sie schreibt: „Wir haben die Schnauze total voll! Es macht keinen Spaß mehr bei uns. Ich bin sprachlos.

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Sehr amüsant, wenn sich Linke gegenseitig anfauchen und Ratschläge erteilen.

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Liebe Kreuzweisler, holt euch Unterstützung, macht ne Veranstaltung, ladet die Streetworker vom Stadtjugendring ein... (wobei der Beitrag im Folgenden zu den besseren gehört)

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Die Polizei würde sich auch über derart brilliante Lösungen freuen.

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Im Polizeibericht dazu heißt es: „Erst als ihm gegenüber der Schusswaffengebrauch angedroht wurde, ließ der 23-Jährige die Flasche fallen, schlug aber einem der Beteiligten – 19 Jahre alt – noch mit der Faust ins Gesicht“.

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(edit/mod)

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Fatal ist, dass einem als Unbeteiligter nur noch Zynismus als Reaktion bleibt. Eine vernünftige Basis für Analyse und Gespräch gibt es nicht mehr. Einfach leise lächeln - so wie im Bundestag, wenn die Afd bei einer Rede der Linken klatscht.

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23.11.2017

In meiner Brust schlagen in diesem Fall zei Herzen. Auf der einen Seite finde ich es gut wenn bedürftigen Menschen geholfen wird, auf der anderen Seite denke ich mir das es in keinem Land der Welt geduldet wird wenn man sich so benimmt. Also was hat das mit fehlender Betreuung zu tun?? In anderen Ländern wird so etwas schlichtweg hart bestraft. Nur bei uns bekommen die "Täter" noch Blumen und Pralinen - das kanns auch nicht sein.

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23.11.2017

Die allermeisten Menschen finden es gut, wenn bedürftigen Menschen geholfen wird, auch ich. (edit/mod) Hilfe zur Selbsthilfe für die Menschen in ihren Heimatländern, dies ist der Schlüssel zum Erfolg!

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23.11.2017

Haben Sie denn konstruktive Vorschläge wie man dann den Menschen in Afrika helfen soll? Alle in "das gelobte Land" hereinholen? Im Übrigen gibt es in Gambia keine politische Verfolgung mehr. Alle diese jungen Männer aus Gambia kommen hauptsächlich aus wirtschaftlichen und familiären Gründen nach Deutschland. Die Mehrheit dieser jungen Männer können weder lesen noch schreiben. Es ist schlilcht und einfach eine Einwanderung in unsere Sozialsysteme. Mir fehlt auch jegliches Verständnis für das Verhalten dieser gambischen Asylbewerber, sie bekommen hier in Deutschland Taschengeld, medizinische Versorgung, sowie ein Dach übern Kopf, alles für lau! Sicherlich sind diese jungen Männer gefrustet, weil sie hier in Deutschland keine Perspektiven haben, da ihre Asylanträge mehrheitlich abgelehnt werden (und das zu Recht), aber das ist keine Entschuldigung für dieses Verhalten! Was die Betreuung, dieser in dem Artikel erwähnten Gruppe angeht, keine Sorge, diese Herrschaften werden von verschiedenen Hilfsorganisationen sehr gut betreut.

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24.11.2017

Warum lesen Sie den Artikel eigentlich nicht? Was fangen Sie jetzt hier mit Syrien an?

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Nach Angaben der „Kreuzweise“-Wirtin geht der Ärger von einer Gruppe von etwa 25 afrikanischen Asylbewerbern aus.

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Es geht hier um eine wenig vielfältige Gruppe aus Gambia.

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Alle Beteiligten waren nach Polizeiangaben Männer aus Gambia, die in einer Aufnahmeeinrichtung in Donauwörth leben.

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Und man ahnt doch, warum die sich eine linke Bar für Diebstähle und Belästigungen aussuchen; das Risiko der Strafverfolgung ist in diesem Millieu sehr gering. Rückgriffe auf staatliche Strafverfolgung werden vielfach kritisiert; zu Vorwürfen Rassismus, Afd und Nazi ist es kein weiter Weg, wie ja auch die Reaktionen auf FB gegen die Wirtin bewiesen haben.

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23.11.2017

Was wollen Sie eigentlich sagen?

Ihr Linken Bashing ist ja durchaus bekannt und mittlerweile bleibt Ihnen nur noch Zynismus übrig.

"Fatal ist, dass einem als Unbeteiligter nur noch Zynismus als Reaktion bleibt. Eine vernünftige Basis für Analyse und Gespräch gibt es nicht mehr. Einfach leise lächeln - so wie im Bundestag, wenn die Afd bei einer Rede der Linken klatscht."

Im Übrigen bleibt genügend Basis für Analyse und Gespräche, nur Sie können dabei leider nicht mithalten.

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23.11.2017

"Im sozialen Netzwerk Facebook hat die „Kreuzweise“-Wirtin ihrem Ärger Luft gemacht. Sie schreibt: „Wir haben die Schnauze total voll! Es macht keinen Spaß mehr bei uns. Ich bin sprachlos".

FB: Seite ncht verfügbar.

Soviel zu Zensur.

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