1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Eine Bühne für den Jazz

Musik

23.04.2015

Eine Bühne für den Jazz

In den Kellerräumen der Philippine-Welser-Straße 11 unterhalb des Geschäfts „Kaufrausch“ findet der Jazzclub Augsburg endlich die Räume, nach denen er vier Jahre lang gesucht hat.
Bild: Wolfgang Holzhauser

Vier Jahre lang suchte der Jazzclub nach geeigneten Räumen, um dort in Eigenregie Konzerte zu veranstalten. Nun, wo sie gefunden sind, kommt jede Menge Arbeit auf die Mitglieder zu

Die lange Suche ist vorbei. Der Jazzclub Augsburg hat – nach vier Jahren – einen Ort für sich gefunden, einen Club, an dem er künftig seine Konzerte allein veranstalten wird. In den Räumen, in denen zuvor der Touch-Club war (Philippine-Welser-Str. 11 in Augsburg), werden im September die ersten Jazz-Konzerte über die Bühne gehen.

Man merkt dem Architekten Sascha Felber, erster Vorsitzender des Jazzclubs, im Gespräch zweierlei an: zum einen Erleichterung darüber, dass nach langer Zeit und einigen vergeblichen Anläufen doch noch ein geeigneter Raum, noch dazu mitten in der Stadt, gefunden wurde; zum anderen spürt man, dass nun noch mehr Arbeit auf den Verein zukommt. Die ehemalige Diskothek muss in einen Live-Club umgewandelt werden; passendes Mobiliar muss angeschafft werden; die Räume benötigen für die Konzerte eine anständige Tontechnik. Auf den Jazzclub kommen Investitionskosten im mittleren fünfstelligen Bereich zu, eigentlich eine zu große Summe für den noch jungen Verein, deshalb werden Sponsoren und Förderer gesucht, die finanziell mithelfen. „Wir sind ein gemeinnütziger Verein, wir können auch Spendenquittungen ausstellen“, sagt Felber.

Die neuen Räume bieten Platz für 100 bis 110 Gäste. Genau die richtige Größe, um noch eine intime Konzertatmosphäre zu ermöglichen. Fünf bis sechs Abende pro Monat will der Club selbst ein Programm anbieten. Dazu gehören die Jam-Sessions, die vom Hoffmannkeller des Theaters Augsburg in den Club umziehen werden, und dazu noch zwei bis drei Jazz-Konzerte pro Monat. „Darüber hinaus werden wir die Räume auch an andere Veranstalter vermieten“, sagt Felber. Andernfalls rechne sich der Club nicht. Allerdings achten die Verantwortlichen darauf, dass neben Jazzkonzerten nur Genre-Ähnliches, also Blues, Soul und Funk dort gespielt wird, um das neue Profil durch Vermietungen nicht zu verwässern.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Trotz dieser Mischkalkulation wird der Verein sich auch an die Stadt Augsburg wenden, um die Finanzierung stemmen zu können. „Langsam brauchen wir eine Förderung durch die Stadt“, sagt Sascha Felber. Erste Gespräche sind in dieser Hinsicht geführt worden, letztlich wird früher oder später der Kulturausschuss darüber entscheiden müssen.

Mit einer Jam-Session Mitte September möchte der Verein mit seinen mittlerweile 210 Mitgliedern die neuen Räume in Besitz nehmen. Und Ende September steht ein klingender Name der skandinavischen Jazz-Szene auf dem Programm: der Pianist Jacob Karlzon kommt mit seinem Trio und – so die Hoffnung des Clubs – setzt das erste künstlerische Ausrufezeichen.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20_WYS6962.tif
Augsburg

Stadträte unterstützen das geplante Wohnbauprojekt auf dem Lederle-Areal

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden