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Schulsanierung: Eine Debatte muss noch geführt werden

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Kommentar Von Stefan Krog
09.03.2018

Das Schulzentrum im Hochfeld ist marode, die Stadt wird mindestens 75 Millionen Euro investieren. Doch eine Frage stellt sich noch.

Undichte Schuldächer und schimmlige Zwischendecken lassen sich mit dem Spruch „300 Millionen Euro für unsere Schulen“, mit dem die Stadt ihr Schulsanierungsprogramm bewirbt, schwerlich in Einklang bringen. Der Unmut von Schülern, die heute auf einer Demo ihrem Ärger Luft machen, ist völlig verständlich. Die Stadt hat aus heutiger Sicht zu lange am Brandschutz herumgedoktert. Allerdings war der Versuch, eine günstige Lösung hinzubekommen, auch nachvollziehbar: Jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden und fehlt für die Sanierung einer anderen Schule. Und dass anders gebaut wurde als in den Plänen eingezeichnet, macht die Sache nicht leichter.

Mit 75 Millionen Euro ist die Sanierung von FOS/BOS/RWS ein dicker Brocken, an dem die Stadt finanziell zu kauen haben wird – zumal sie für ihren Eigenanteil an Theatersanierung und bisherigen Schulsanierungen ohnehin einen tiefen Schluck aus dem Schulden-Glas genommen hat. Nur um ein Gefühl für die Summe zu bekommen: Sie entspricht mehr als einem Drittel der Kosten fürs Theater oder den Bahnhofstunnel, die beide für ein Bürgerbegehren sorgten. Um hier aber keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Das Geld ist in Bildung gut angelegt.

Das Lehrerkollegium will einen Neubau

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Eine Diskussion, die aber sicher noch geführt werden wird, ist die Frage, ob der Schulkomplex saniert oder nicht besser neu gebaut wird. 75 Millionen Euro in eine Sanierung zu stecken, ist heftig, zumal das Lehrerkollegium inzwischen auch eher für einen Neubau wäre.

Allerdings ist das nicht so einfach. Ein Neubau vor Ort ist schwierig, weil man 2500 Schüler kaum für mehrere Jahre ausquartieren kann. Für einen anderen Standort in Straßenbahnnähe fehlt ein passendes Grundstück, sagt die Stadt. Und dann gibt es inzwischen auch einen Antrag, den Schulkomplex, in seiner Bauart sicher charakteristisch für die 70er Jahre, wie die Kongresshalle oder die Sporthalle unter Denkmalschutz zu stellen. Sollte dies passieren, dann haben sich alle Überlegungen für einen Neubau erübrigt.

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