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09.06.2015

„Eine Lücke in unserem Wissen“

Der Film „Wunder der Lebenskraft“ zeigt unter anderem den spirituellen Heiler Armin Mattich.
Bild: Stephan Petrowitsch

Ein Augsburger hat eine Doku über die Lebenskraft gedreht

Menschen mit geschlossenen Augen beginnen unkontrolliert zu zittern oder bäumen sich in unnatürlicher Haltung vom Boden auf. Das gleiche Bild in Deutschland, Indien und der Slowakei. Bilder, die der gebürtige Augsburger Stephan Petrowitsch in seinem Film „Wunder der Lebenskraft“ zeigt. Dabei geht es ihm immer um ein Thema: die sogenannte „Lebenskraft“.

Diese Kraft soll gesund machen, Energie geben. Die Erlebnisse, die Petrowitsch mit seiner Kamera eingefangen hat, reichen hin bis zu sogenannten „Selbstheilungen“, bei denen Menschen, die angeblich nicht mehr gehen konnten, wieder aufstehen.

Ein Laienmönch der Shaolin, der mit seinen Chi-Kräften Menschen heilt, ein afrikanischer Heiler, zu dem jede Nacht 1000 Menschen kommen und ein Gelähmter, der seiner eigenen Erzählung nach durch die Kundalini-Kraft geheilt wurde: Der Film zeigt einen Weg weitab von herkömmlichen Behandlungsmethoden. Doch Petrowitsch erklärt, er wolle die herkömmliche Medizin nicht schlecht- machen. „Der Bereich der Lebenskraft ist einfach eine Lücke in unserem Wissen“, ist er überzeugt.

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Er selbst sei die ersten 40 Jahre seines Lebens viel krank und ständig müde und kraftlos gewesen. Ob Schulmedizin oder Ernährungsumstellung, nichts hätte geholfen. Die Teilnahme an einem Seminar bei Armin Mattich – einem spirituellen Heiler, der auch im Film vorkommt – sei „das Ende der Leidensgeschichte“ gewesen.

Nach dieser Erfahrung sei sein Beschluss gereift, einen Film über diese „Kraft“ zu drehen, sagt Petrowitsch. Mit den Dreharbeiten für das Low-Budget-Projekt begann er 2011. Kurz vor dem Münchner „Cosmic Cine“-Festival im April diesen Jahres wurde der Film fertig und gewann dort den Publikumspreis.

Petrowitsch bezeichnet sich selbst als wissenschaftlich denkenden Menschen. Er glaube etwas erst, wenn er es selbst gesehen habe, erklärt der Filmemacher. Die meisten Vorgänge, die im Film gezeigt werden, habe er selbst ausprobiert.

Ärzte, Wissenschaftler oder Hirnforscher, die etwas aus ihrer Perspektive zu dem Thema sagen wollen, habe Petrowitsch für seinen Film nicht gefunden. Es gibt weder Nachweise noch Messmethoden. „Aber die Forschung hört nie auf und irgendwann wird man das nachweisen können“, ist er sich sicher.

Er ist von der Heilungsmethode so überzeugt, dass er mittlerweile sogar selbst „Geistiges Heilen“ anbietet. „Die Hauptsache ist aber weiter das Filme-Machen“, erklärt er. (lis)

Das Liliom-Kino zeigt den Film „Wunder der Lebenskraft“ voraussichtlich noch bis zum 11. Juni täglich um 16.30 Uhr und um 19 Uhr.

Stephan Petrowitsch wird die Vorführungen am Dienstag, 9. Juni, persönlich begleiten.

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