1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Eine Premiere nach der anderen

Gastronomie

26.05.2012

Eine Premiere nach der anderen

Eine Premiere nach der anderen
2 Bilder

Am Sonntag geht der Biergarten der „Brauwelt“ von Riegele in Betrieb. Die Brauerei eröffnet die Bereiche nach und nach

Treppauf, treppab, durch eine Geheimtür und über eine Wendeltreppe auf eine Galerie, die eigentlich keiner braucht, die Sebastian Priller von der Brauerei Riegele aber einfach schön findet: Wer die neue Brauwelt der Familie Priller in der Frölichstraße beim Hauptbahnhof besucht, kann einiges entdecken.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Viel Liebe haben Sebastian Priller und sein Vater Sebastian Priller sen. ins Detail gesteckt: Da gibt es 78 Bierkrugfächer, die Gäste anmieten und so bei einem Besuch des Wirtshauses aus dem eigenen Gefäß trinken können. Einen freien Platz gibt es nur noch auf der Warteliste, in allen Fächern befindet sich ein Krug. Die Ideen verfolgen den Gast sogar bis aufs stille Örtchen. Bei den Männern ist ein Pissoir in einem Baumstamm eingearbeitet, Mütter können neben ihren Kindern Platz nehmen. „Das sind natürlich nur Spielereien. Aber wir planen seit so vielen Jahren an unserer Brauwelt, hatten so Zeit und Lust, die schönsten Ideen umzusetzen“, sagt Priller.

Seit über 30 Jahren ist die Umsetzung dieser Brauwelt der Traum seines Vaters. Zuerst zog die Logistik nach Gersthofen, dann wurde das Gebäude geräumt. Das Fasslager, die Fassabfüllung und die Filtration zogen innerhalb des Grundstückes um. Ende 2006 begannen die Baumaßnahmen. Nach und nach werden die Bereiche fertig: der Bierladen, in dem es neben Bierfilzen selbst gemachte Biermarmelade von Sebastian Prillers Tante Marie-Luise Pachmann-Priller gibt.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Im Bierstüberl warten die gedeckten Tische auf die Gäste einer Führung. Täglich finden Rundgänge durch die Brauerei statt. „Wir zählen sogar schon Münchner Schulklassen zu unseren Gästen. Die Münchner Brauereien verschließen sich vor Besuchern“, so Priller.

In der Akademie finden Schulungen und Tagungen statt, und das Wirtshaus – geführt von Phillip Schaffer von der Lehner-Wirtshaus-Gruppe – erfreut sich immer größeren Zuspruchs. „Am Samstag findet hier unsere erste Hochzeit statt“, sagt Priller jun. Und es gibt noch mehr Premieren: Am Pfingstsonntag, 27. Mai, öffnet der Biergarten seine Pforten. Bis zu 500 Gäste finden hinter der Biedermeier-Villa Platz. Es ist noch nicht ganz fertig: Die Gastronomie soll dort einmal vom Container in das schmucke Gebäude integriert, Übernachtungsmöglichkeiten in der Villa sollen angeboten werden. „Ein Brauer wird nie fertig“, sagt Priller mit einem Achselzucken. Schließlich wird an der Sonnenterrasse des Wirtshauses auch noch gearbeitet. Mehrere Millionen Euro hat die Familie investiert.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren