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Bildung

14.02.2019

Eine Realschule für Lechhausen?

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Klaus Busta

Zurzeit wird in der Stadtverwaltung diskutiert, ob eine zusätzliche Einrichtung geschaffen werden soll. Was die Bewohner des zweitgrößten Augsburger Stadtteils davon halten

In Augsburg mangelt es an Realschulen. In der jüngsten Sitzung des Bildungsausschusses richtete die CSU-Fraktion deshalb einen Prüfantrag an Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) mit der Bitte, die Notwendigkeit einer neuen staatlichen Realschule zu prüfen. Die SPD hatte schon 2014 und 2018 Initiativen gestartet.

Angedachter Standort für den Bau war in allen drei Anträgen der Stadtteil Lechhausen. Dieser ist mit seinen über 30 000 Einwohnern der bevölkerungsreichste nach der Innenstadt. Bis dato findet man dort aber nur Grund- und Mittelschulen. Das wird der Größe des Stadtteils nicht gerecht, wie sich viele Bewohner bei einer Umfrage unserer Zeitung äußern. „Es wird Zeit, dass hier endlich eine Realschule gebaut wird. Viele Kinder müssen morgens ewig fahren. Außerdem sind die Schulbusse ständig überfüllt“, beschwert sich zum Beispiel die 51-jährige Anna Blum. Bekannt sei ihr dieses Problem vor allem durch ihre Nichte, die eine Realschule in der Innenstadt besucht.

Dass sich am derzeitigen Schulangebot etwas ändern muss, findet auch Marianne Leberle. Die Pensionärin hat vor ihrer Rente selbst als Lehrerin gearbeitet und meint: „Die Schüler sollten unabhängig vom Wohnort beste Voraussetzungen haben. Ein Schulbau könnte da schon helfen.“ Ihre Enkel seien aber schon längst nicht mehr im schulpflichtigen Alter, weshalb sie sich nicht so intensiv mit dem Thema befasst habe.

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Severino Deplano dagegen ist unmittelbar betroffen. Denn der 63-Jährige hat eine 12-jährige Tochter, die jeden Tag zur Maria-Ward-Realschule in der Innenstadt fahren muss. Eine weite Strecke, so der Familienvater. Den Bau einer Realschule in Lechhausen hält Deplano deshalb für längst überfällig: „Es kann doch nicht sein, dass es hier nur Mittel- und Grundschulen gibt. Es ist an der Zeit, dass auch in Lechhausen endlich eine Realschule eröffnet wird.“ Der 40-jährige Corc Gök hat zwar keine schulpflichtigen Kinder, würde den Bau einer Realschule aber trotzdem begrüßen: „Wenn die Schule hier gebaut wird, gibt es automatisch mehr Betrieb. Hier ist ja nichts los. Ich glaube, dass deshalb viele Familien lieber woanders wohnen. Eine Schule könnte wieder mehr Leute nach Lechhausen locken“, vermutet er.

Doch nicht nur die Stadtbewohner, sondern auch die Menschen aus umliegenden Ortschaften geht das Vorhaben etwas an: „Der Schulbau ist bestimmt auch für Schüler aus dem angrenzenden Umland eine Entlastung“, ist sich der 59-jährige Klaus Busta sicher. Ein möglicher Bau wird von den befragten Lechhausern durchweg positiv aufgenommen. Bleibt abzuwarten, wie die Stadtverwaltung über den Antrag der CSU entscheidet.

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