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Eine Tiefgarage? Augsburg sollte größer denken

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Kommentar Von Jürgen Marks
05.05.2018

Das Angebot von Ignaz Walter hat eine intensive Debatte unserer Leser ausgelöst. Es geht um Mobilität, schmutzige Luft und Augsburgs Zukunft.

Das Angebot von Ignaz Walter, eine moderne Tiefgarage unter der Fuggerstraße zu bauen , hat in Augsburg eine Debatte entfacht, die so schnell nicht enden wird. Und egal wie man zu dem Angebot steht: Walter gebührt der Verdienst, eine Diskussion über Verkehr und Luftreinheit in Augsburg belebt zu haben, die dringend notwendig ist.

Fakt ist, dass der Verkehr in Augsburg zugenommen hat. Es gibt immer mehr Autos. Die Luftqualität ist schlechter geworden. Vielleicht gesundheitsgefährdend. Es ist die Aufgabe der Stadt, die Fahrtzeit von Verbrennungsmotoren in der Stadt zu reduzieren.

Sie tut dies mit der Konzeption eines Masterplans. Die Inhalte sollen Autofahrer motivieren, auf andere Verkehrsmittel umzusteigen: ein attraktiverer öffentlicher Nahverkehr, bessere Bedingungen für Radfahrer, ein Ausbau der Infrastruktur für Elektromobilität. Es gibt auch den Plan eines Parkleitsystems, das Autos schneller in die Parkhäuser lockt. Zudem sollen intelligente Ampeln die Fahrzeuge schneller durch die City führen.

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Das ist alles nicht falsch. Der Hipster aus dem Bismarckviertel freut sich über bessere Radwege. Die Familie aus Hochzoll fährt gerne mit der Linie 6 in die City. Der Manager aus Göggingen spielt schon länger mit dem Gedanken, sich ein teures Elektro-Auto anzuschaffen.

Doch was ist mit dem Rentner aus Bergheim, der gerne mit seiner Frau am Samstag bei Feinkost Kahn zum Essen geht? Was ist mit der Mutter aus Günzburg, die es liebt, in der Annastraße einzukaufen, wenn die Kinder in der Schule sind? Was ist mit dem Ehepaar aus Mering, das gerne ins Theater geht? Sie kommen aus unterschiedlichen Motiven mit dem Auto. Sie suchen attraktive Parkplätze. Tram oder Fahrrad sind für sie kein Thema. Für sie gehört Automobilität zur Notwendigkeit.

Das Auto ist kein Werkzeug des Teufels

Augsburg darf diese und viele andere Menschen nicht ausschließen. Die Stadt ist das schwäbisch-bayerische Oberzentrum. Sie hat den Status einer Metropole mit einem künftigen Staatstheater, einem Fußball-Bundesligisten und einem Shopping- und Vergnügungsangebot, das eine Magnetwirkung auf den Raum zwischen München, Ingolstadt, Kempten und Ulm ausübt. Augsburgs große Schwester München hat ähnliche Herausforderungen. Dort werden im Übrigen neue Garagen gebaut.

Eine Metropole muss eine Mobilität bieten, die Radfahren und den ÖPNV fördert, aber auch Menschen einlädt, die gerne mit dem Auto fahren. Das Auto ist kein Werkzeug des Teufels. Das Auto ist ein Stück weit Ausdruck der Lust an Ausflug, Reise und Lebensqualität. Wir sind weit entfernt davon, uns dafür schämen zu müssen, gerne mit dem Auto zu fahren. Es wäre fatal für eine Großstadt, Automobilisten nicht willkommen zu heißen.

Hören Sie hier unseren Podcast zum Thema Mobilität:

Und damit sind wir wieder beim Angebot von Ignaz Walter. Es hat ablehnende Meinungen ausgelöst, aber auch viel Zustimmung erhalten. In der nicht-repräsentativen Umfrage unserer Redaktion haben mehr als 3000 Menschen abgestimmt, von denen sich zwei Drittel für ein neues Parkhaus ausgesprochen haben. Es gab viele Leserbriefe und Facebook-Kommentare. Gefühlt ist die Meinung der Stadtmenschen gespalten, während außerhalb von Augsburg die Sympathie für den Vorschlag überwiegt.

Augsburg leidet unter dem Parkplatzsuchverkehr

Die Stadtregierung wäre gut beraten, den Ball jetzt aufzunehmen und gemeinsam mit den Bürgern, die ein großes Interesse an dem Thema haben, neu zu denken.

Fakt ist, dass diese Stadt unter dem Parkplatzsuchverkehr leidet. Überall in der City gibt es am Straßenrand Parkplätze. Mal kosten sie Gebühren, mal sind sie Anwohnern vorbehalten. Wer aus den Stadtteilen oder dem Umland kommt, der sucht einen Parkplatz in dieser unübersichtlichen Lage. Und sucht. Und fährt. Und verpestet die Luft.

Zu dieser Situation tragen auch Augsburger Parkhäuser bei, die nicht attraktiv sind. Die Parkplätze sind eng, der Raum nicht ausreichend beleuchtet. Viele Garagen haben einen Renovierungsstau. Sie sind mit wenigen Ausnahmen nicht einladend.

Deswegen ist es verständlich, dass viele Augsburger und Einpendler Lust auf ein attraktives Parkhaus haben, das Komfort bietet und Druck auf die anderen Betreiber ausübt, ebenfalls innovativ zu sein.

Es könnte auch Sinn machen, darüber nachzudenken, Parkplätze auf den Straßen der Augsburger City zugunsten neuer Rad- oder Fußgängerwege zu opfern, um die Aufenthaltsqualität zu steigern.

Das Angebot vor Ignaz Walter ist eine Chance für Augsburg

Die Straßenränder der Innenstadt sind zugeparkt. Auswärtige Autos quälen sich sogar durch das historische Lechviertel. Und parken, wo es nur geht. Wenn eine neue Garage genutzt würde, um die Autos von der Straße zu locken, wäre sie ein Beitrag für eine lebenswerte Stadt, die alle wollen.

Das Angebot vor Ignaz Walter ist in jedem Fall eine Chance für Augsburg, neu zu denken. Und zwar über eine Tiefgarage hinaus. Die Mobilität der Zukunft brennt den Menschen auf den Nägeln. Es lohnt sich, darüber zu diskutieren. Und zwar ohne ideologische Scheuklappen oder vorgefasste Meinungen.

Es geht um eine menschenfreundliche Stadt, die Mobilität ermöglicht, ohne gesundheitsschädlich für die Bewohner zu sein. Rad- und Tramfahrer müssen ihren Raum finden. Autofahrer müssen die Chance haben, umweltfreundliche Abstellplätze zu finden, ohne belästigend für die Anwohner zu wirken. Das ist eine große Aufgabe, die großes Denken erfordert.

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

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07.05.2018

>> Es könnte auch Sinn machen, darüber nachzudenken, Parkplätze auf den Straßen der Augsburger City zugunsten neuer Rad- oder Fußgängerwege zu opfern, um die Aufenthaltsqualität zu steigern. <<

Das wird gemacht - demnächst zu Lasten der Tram. Das Stadtplanungsamt arbeitet aktuell an Aufwertungen für die Pilgerhausstraße, deren Platzbedarf durch Entfall der eigenen ÖPNV Spur (Linie 1, 23 und AVV) gedeckt werden soll. Die AZ berichtet darüber bislang nicht ...

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06.05.2018

»Doch was ist mit dem Rentner aus Bergheim, der gerne mit seiner Frau am Samstag bei Feinkost Kahn zum Essen geht? Was ist mit der Mutter aus Günzburg, die es liebt, in der Annastraße einzukaufen, wenn die Kinder in der Schule sind? Was ist mit dem Ehepaar aus Mering, das gerne ins Theater geht?«

Die können gerne alle drei zum Park and Ride an den Stadtgrenzen fahren und von dort aus mit den Öffis weiter. So what?

»Tram oder Fahrrad sind für sie kein Thema.«

Genau das ist der Fehler: Die Schranke im Hirn. Die muss überwunden werden. »Haben wir schon immer so gemacht.« war noch nie eine sinnvolle Begründung für das eigene (Mobilitäts)Verhalten.

»Augsburg darf diese und viele andere Menschen nicht ausschließen.«

Wo liegt denn ein konkreter Plan vor, irgendwen von denen auszuschließen? Nicht mal Diesel will man ausschließen. Ausgeschlossen wird exakt keiner. Und, BTW, doch, könnte man. In die Fußgängerzone wird nicht gefahren, nur weil man keine Lust hat, vom Parkhaus zum Laden zu laufen. Da gibt's noch andere Möglichkeiten, wegen derer man den MIV einschränken könnte. Aber das ist eine Frage der städtischen Entscheidungsfindung, die auch andere Bedürfnisse berücksichtigen muss, die nicht minder wichtig sind. (Wie Sie ja selbst schreiben, z. B. gesunde Luft atmen und nicht vom Straßenlärm krank gemacht werden.)

»Sie hat den Status einer Metropole mit einem künftigen Staatstheater, einem Fußball-Bundesligisten und einem Shopping- und Vergnügungsangebot, das eine Magnetwirkung auf den Raum zwischen München, Ingolstadt, Kempten und Ulm ausübt.«

Komisch, wenn ich den Vertretern des lokalen Einzelhandels (oder denen davon, die am lautesten krakelen) Glauben schenken darf, sind die alle kurz vor dem Abgrund, weil die Richtung angeblich eine ganz andere ist: Alle wollen woanders einkaufen, nur nicht hier.

»Augsburgs große Schwester München hat ähnliche Herausforderungen. Dort werden im Übrigen neue Garagen gebaut.«

Augsburg macht Verkehrspolitik der 80er, München aus den 60ern. Bei denen braucht man sich nicht nach einem Vorbild umzusehen.

»Eine Metropole muss eine Mobilität bieten, die Radfahren und den ÖPNV fördert, aber auch Menschen einlädt, die gerne mit dem Auto fahren.«

Genau damit hat doch der ganze Schlamassel angefangen: Schon im dritten Reich war die Entscheidung gefallen: Auto, Auto, über alles! In den 50ern, während dem Wirtschaftsboom nochmal so richtig schön verfestigt, in den 60ern und 70ern in Form der Pläne der »autogerechten Stadt« realisiert, in den 80ern und 90ern aber bereits als Problem erkannt. Und heute, wo man auf einigen Straßen gar nicht mehr sinnvoll durch kommt, merken selbst die Autofahrer, dass zu viele ihresgleichen unterwegs sind. Dazu muss man nicht auch noch einladen. Eine gesteckt volle Sauna wird auch nicht einladender, wenn man drin O-Saft ausschenkt.

»Das Auto ist kein Werkzeug des Teufels.«

Nein, es wird nur all zu oft idiotisch eingesetzt. 800 m wegen 2 Semmeln und einer Bildzeitung zum Bäcker fahren ist hirnverbrannt, aber ganz realer Alltag. Um sich dann zu wundern, warum so viel Verkehr ist, iss klar...

»Das Auto ist ein Stück weit Ausdruck der Lust an Ausflug, Reise und Lebensqualität.«

Komischer Ausdruck, das. Wenn ich jeden Nachmittag auf der Schleifenstraße, auf der Haunstetter Straße, auf der Donauwörther, auf der Ulmer, auf der Rumpler im Stau stecke, ist das Lebensqualität? Wohl kaum. Weder für die Insassen der Autos, noch für alle anderen außen rum.

»Es wäre fatal für eine Großstadt, Automobilisten nicht willkommen zu heißen.«

Es wäre noch viel schlimmer, ihnen weiterhin alles zu opfern. Platz, Ruhe, gesunde Luft, sichere Teilnahme am Straßenverkehr, das alles wird nicht nur theoretisch-abstrakt weniger durch jenen automobilen Kraftverkehr. Sondern ist es bereits im Hier und Jetzt. Mal Flossen hoch, alle die in der Karlstraße wohnen: Wäre euch weniger nicht auch lieber? Weniger ist manchmal mehr... Und sobald jemand dagegen aufbegehrt, dass man ihm an allen Ecken die Lebensqualitäts-Wurst vom Teller zieht, schwupps, kommt so ein Artikel wie dieser hier. Wo schon ganz oben der Strohmann raus gezogen wird (jemand würde ausgeschlossen werden).

»Gefühlt ist die Meinung der Stadtmenschen gespalten, während außerhalb von Augsburg die Sympathie für den Vorschlag überwiegt.«

Kunststück! Wenn ich anderen die Nase voll stinken und die Ohren voll lärmen kann, nachher dann aber wieder im Umland mich schön in meinen ausladenden Garten in einer Umlandssiedlung setzen und bei frischer Luft in Ruhe Zeitung lesen kann, habe ich auch nichts dagegen, dass man mir Zuckerle hin schmeißt. Habe ich das Problem von Platzverschwendung, Lärm und Abgasen direkt vor meiner Haustür, denke ich auch anders darüber nach...

»Die Parkplätze sind eng, der Raum nicht ausreichend beleuchtet.«

Ist das jetzt die Sicht des Rentners mit schlechten Augen, der sich jahrzehntelang das Geld für den blöden SUV zusammengespart hat, oder woher kommt diese Einschätzung? Beleuchtet sind die alle gut genug (schon weil der Betreiber sonst ein Problem bei Unfällen bekäme, wie parken die eigentlich außerhalb? Mit ihrem Licht!). Und dass viele sich heute eine zu dicke Karre kaufen, mit der sie nicht mehr ins Parkhaus rein kommen, liegt doch nicht am Parkhaus... Das hat bisher jahrzehntelang auch so funktioniert. Der Fehler sitzt hinter'm Steuer, nicht beim Parkhausarchitekten. Ich klemme mir doch auch nicht zwei Bleigewichte an die Beine um dann zu jammern, dass ich beim Joggen so langsam voran komme.

»Es könnte auch Sinn machen, darüber nachzudenken, Parkplätze auf den Straßen der Augsburger City zugunsten neuer Rad- oder Fußgängerwege zu opfern, um die Aufenthaltsqualität zu steigern.«

Das würde bedeuten, dass der Parksuchverkehr sich stark auf die Zufahrtstraßen der Parkhäuser konzentrieren würde. Wäre mal ein Versuch wert, denn dann wäre der Stau halt dort konzentriert und keiner könnte vorbei. Erledigt das mit dem Einladen ganz elegant. ;-) Wobei ich die Radwege weg lassen würde, das gibt nur wieder Abbiegertote, weil alle nur nach dem Parkhaus(ausgang) schielen, und den Rest ausblenden.

»Wenn eine neue Garage genutzt würde, um die Autos von der Straße zu locken, wäre sie ein Beitrag für eine lebenswerte Stadt, die alle wollen.«

Falsch. Wenn man dann jene Straßen nicht verpollert, damit dort keiner mehr parken *kann*, sind die Straßen *und* das Parkhaus hernach voll. Weil ja immer noch jeder seine eigenen 8 qm Blech rum schieben und hin stellen können will, und die Stadt wächst momentan...

»Rad- und Tramfahrer müssen ihren Raum finden.«

Erinnert sich noch wer an den Satz von oben? »Eine Metropole muss eine Mobilität bieten, die [...] Menschen einlädt, die gerne mit dem Auto fahren.« Die einen müssen ihren Raum finden, die anderen will man einladen. Genau das ist das Problem: Diejenigen, die für die Stadt selbst die wenigsten Problem verursachen, kriegen auch ein paar Krümelchen, aber alle anderen, die sollen doch bitte mit viel Tamtam und Zuckerle hergelockt werden. Finde ich als Bewohner dieser schönen Stadt irgendwie nicht sinnvoll.

»Autofahrer müssen die Chance haben, umweltfreundliche Abstellplätze zu finden, ohne belästigend für die Anwohner zu wirken.«

Dazu wäre das einfachste, gar nicht erst mit dem Auto rein zu fahren, sondern den Platz außerhalb zu nutzen, wo man nicht den Bewohnern der Stadt die Nase voll stinkt und die Ohren voll lärmt. Ich schlage daher einen Kompromiss vor: Das Parkhaus kommt. Aber an einen der P_R Plätze, ersatzweise für die bisherigen Flächen. Können viel mehr Leute auf der gleichen Fläche parken, müssen aber nicht stinkend, lärmend und gefährdend in die Stadt rein tingeln. Ganz im Stile von Kopenhagen, evtl. noch einen Preis-Nachlass beim StraBa-Ticket um in die Stadt rein zu kommen. Wäre nur die Frage, ob das unsere Verkehrsprobleme wirklich löst, da ein Großteil der Fahrten auf Strecken unter 5 km stattfindet. Also gerade nicht jene hach so wichtigen Umlandreinfahrer aus München, Ingolstadt, Kempten und Ulm, sondern die Augsburger selbst, die ihren eigenen Binnen-Stinke-Verkehr verursachen... Die müssten auch mal drüber nachdenken, was ihnen am Ende wichtiger wäre.

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07.05.2018

>> Augsburg macht Verkehrspolitik der 80er, München aus den 60ern. Bei denen braucht man sich nicht nach einem Vorbild umzusehen. <<

Diese Pauschalvorwürfe tun der Qualität ihres Beitrages nicht gut; Augsburg ist dazu definitiv hinter München. Außer neuer Kö und HBF Geplapper hat sich seit der Jahrtausendwende in Augsburg nichts mehr Positives getan.

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06.05.2018

>> Fakt ist, dass der Verkehr in Augsburg zugenommen hat. Es gibt immer mehr Autos. Die Luftqualität ist schlechter geworden. <<

Auch weil der ÖPNV seit 20 Jahren eher verschlechtert als ausgebaut wurde.

>> Die Familie aus Hochzoll fährt gerne mit der Linie 6 in die City. <<

Die Linie 6 brachte den Umsteigezwang aus Takt 15 Buslinien in die Tram - kaum eine Familie kann durch den Pseudo-ÖPNV Ausbau durch die Linie 6 einfach mit der Linie 6 in die City fahren. Die Menschen in Hochzoll-Mitte haben auch seit 2008 einen modernen Bahnhof mit Aufzügen und vielen Zügen und genau dort fährt auch die Linie 6 seit 2010 an den großen Wohngebieten in Hochzoll-Süd vorbei.

Und die deutschlandweit höchsten ÖPNV Kinderpreise hat Augsburg inzwischen ja auch - die Propaganda von Projekt Augsburg City zieht nicht mehr - die Menschen wählen konsequent das für sie vorteilhafteste Verkehrsmittel.

Million um Million verschwindet als "ÖPNV-Ausbau" unter dem HBF - ohne Wirkung im realen innerstädtischen Verkehrsgeschehen. Die Linie 5 kommt vielleicht 2025 - bis dahin gibt es nur Preiserhöhungen.

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06.05.2018

»die Menschen wählen konsequent das für sie vorteilhafteste Verkehrsmittel.«

Was ich auch immer sage: Solange man den MIV mit allen Mitteln attraktiver als die Alternativen gestaltet (Grünzeiten für MIV großzügig, für Fußgänger und Radverkehr gering, Semmeltasten, Radwegezwang, damit auch keiner den Fuß vom Gas nehmen muss, Tempo 50 auch mitten durchs Wohngebiet, etcpp), solange wird es einfach keinen Grund geben, die Finger vom Auto zu lassen. Und das Geeier beim Dieselfahrverbot in Augsburg zeigt ja ganz deutlich, dass es eben immer noch genau so ist: Bloß keine Einschränkungen für die Problemverursacher, auch dann nicht, wenn alsbald Leute klagebefugt gegen die Untätigen sein werden.

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