Premiere

12.04.2014

Eine rollende Legende

Der edle Bugatti wurde bei der Präsentation im Medienzentrum Lechhausen bestaunt. Gastgeberin Alexandra Holland (Mitte) freute sich über das Interesse der Gäste.
Bild: Fred Schöllhorn

Eine Dokumentation zeigt, wie der Luxuswagen Bugatti Royale wieder gebaut wurde. Präsentiert wurde der Film in Augsburg

Nicht nur die Herren stehen um ihn herum, begutachten das Innere und tauschen ihr Fachwissen aus. Auch die Damen bestaunen, was da vor ihnen steht. Schließlich gibt es ihn nur selten zu sehen, und dass dies überhaupt möglich ist, hätte noch vor einiger Zeit keiner für möglich gehalten. Es ist der Wiederaufbau des Original-Prototypen des Bugatti Royale Torpédo Packard aus dem Jahr 1926. Es war ein Auto der Luxusklasse, konzipiert für die Königshäuser und den Geldadel. Erfinder Ettore Bugatti fuhr ihn bei einem Unfall zu Schrott, der Wagen verschwand aus der Öffentlichkeit – und wurde nun am Donnerstagabend auf dem Gelände der Mediengruppe Pressedruck präsentiert.

Ein Team des Münchner Filmproduktionsunternehmens TVT Creative Media, das zur Mediengruppe gehört, begleitete vier Jahre lang den Wiederaufbau des Wagens und stellte die Filmdokumentation nun im Foyer des Augsburger Medienzentrums vor. Alexandra Holland, geschäftsführende Gesellschafterin von Pressedruck und Herausgeberin unserer Zeitung, würdigte den Film als ein Werk, das Menschen und ihre Leidenschaft zeigt. Er wurde bereits auf der Filmmesse im südfranzösischen Cannes präsentiert und soll in diesem Jahr von Fernsehstationen in aller Welt ausgestrahlt werden.

Möglich gemacht haben dies der Regisseur und TVT-Geschäftsführer Franz Stepan sowie Christine Burgmeier, die das Projekt leitete. Der Film zeigt, wie Spezialisten aus mehreren Ländern die Originalteile zusammenbauen, die sie über Jahre hinweg in aller Welt aufgetrieben haben, und mit den neuen Nachbauten zusammenfügen. Für die Experten war es ein Abenteuer, für den Auftraggeber ein Herzenswunsch.

Der in München lebende Niederländer will im Hintergrund bleiben und seinen Namen lieber nicht erwähnen, den Bugatti aber nicht einfach in der Garage stehen lassen. Schließlich sollte dieser Wagen immer auf der Straße unterwegs sein. Und nicht wie die sechs übrigen existierenden rollenden Schmuckstücke nur herumstehen. (cki)

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