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21.03.2009

"Einen Tag geht das, aber nicht länger"

Michael Bissinger und Tobias Baumer sind gerüstet - mit dicken Jacken und Proviant vom Bäcker. Eine Dreiviertelstunde Fußmarsch liegt vor ihnen - vom Hauptbahnhof bis zur Berufsschule nach Haunstetten. "Das ist höhere Gewalt", sagt Michael und zuckt die Schultern.

Der Kö ist an diesem Freitagmorgen wie leer gefegt. Wo sich sonst Pendler drängen, herrscht gähnende Leere. Es hat sich herumgesprochen, dass heute nichts geht. Nicht mal bei der Bäckerei. "Wenn keine Straßenbahn fährt, gibt es auch kein Geschäft", erklärt eine Verkäuferin.

Die Augsburger sind vorbereitet. Wie Alexander Ratschinkaij. Der 17-Jährige hat sich im Internet informiert und einen Regionalbus entdeckt, der von Lechhausen aus zum Kö fährt. Rebekka Ried dagegen ist geladen: "Ich kann heute Abend gar nicht weggehen", schimpft die junge Frau aus Königsbrunn.

Nina Stöckl hat das Fahrrad genommen. "Einen Tag geht das, aber nicht länger", sagt sie bibbernd. Susanne Ort sieht das genauso. Sie ist zu Fuß unterwegs - mit Daunenjacke und bequemen Stiefeln. Sonst bringt die Linie 1 sie in die Stadt. "Weitere Streiks, das wäre übel."

"So geht's überhaupt nicht", schimpft Tamara Weber aus Hollenbach. Sie ist mit einem der Regionalbusse in die Stadt gefahren. Jetzt rätselt sie, wie sie nach Friedberg kommt. Wie viele Fahrgäste hat sie die Nase voll vom Streik: "Ich zahle mein Abo und kann mich trotzdem nicht wehren." (sok-)

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