1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Einkaufsstadt: Die Nöte des Handels sind andere

Einkaufsstadt: Die Nöte des Handels sind andere

Hörmann.jpg
Kommentar Von Michael Hörmann
13.03.2019

Die Zahl der Menschen, die gerne in Augsburg einkaufen, nimmt ab. Das hat verschiedene Gründe, manche sind auch hausgemacht.

Natürlich lässt das Ergebnis der aktuellen Passantenzählung aufhorchen: Augsburg hat als Einkaufsstadt an Zugkraft verloren. Der Trend geht nach unten, das ist zu erkennen. Es ist eine Momentaufnahme für drei Tage, die als Grundlage für die Jahresvergleiche dient. Es gibt Faktoren wie Wetter und Großveranstaltungen, die Einfluss auf die Zahlen nehmen.

Die Nöte des Handels in einer wömöglich unattraktiver werdenden Stadt lassen sich jedoch nicht an dieser Passantenfrequenz festmachen. Dazu gibt es andere Gradmesser. Umsatzzahlen zum Beispiel. Sie belegen, wie die Geschäfte laufen. Mit diesen Daten gehen die Unternehmen in Augsburg allerdings zurückhaltend um. Insofern bleibt es schwierig, ihre wirtschaftliche Lage tatsächlich einzuordnen. Es drängt sich allerdings immer wieder der Eindruck auf, dass jedes Unternehmen zuerst auf sich selbst schaut. Das Aus der Zahlungsmünze Mobilo, das sich der Handel selbst zuschreiben muss, ist ein Beleg dafür. Vom Mobilo hätten Kunden profitieren können. Der Handel in Augsburg hat es jedoch über Jahre hinweg nicht geschafft, ein kundenfreundliches Zahlungsmittel erfolgreich zum Laufen zu bringen. Diese Nachricht ist unterm Strich weitaus betrüblicher als das Ergebnis einer Passantenzählung.

Lesen Sie hier den Artikel: Die Einkaufsstadt Augsburg verliert an Zugkraft

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren