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Augsburg

05.07.2016

Einkaufszentrum am Hauptbahnhof verzögert sich

Das ehemalige Fuggerstadt-Center wird derzeit umgebaut.
Bild: Annette Zoepf

Die Sanierung des früheren Fuggerstadt-Centers zieht sich mindestens bis kommendes Frühjahr. Das Radparkhaus soll nicht betroffen sein. Wer als Mieter bereits feststeht.

Das Gebäude ist seit einigen Monaten komplett eingerüstet, im Inneren sind Bauarbeiter mit dem Umbau des früheren Fuggerstadt-Centers am Hauptbahnhof beschäftigt, das als „Helio“-Komplex neu eröffnen soll. Doch der Neustart der früheren Problemimmobilie lässt auf sich warten: Wie eine Sprecherin des Eigentümers Activum SG auf Anfrage bestätigte, wird sich die Eröffnung auf das zweite Quartal 2017 verschieben. Nach ursprünglichen Planungen hätte der Geschäfts- und Bürokomplex bereits in Kürze eröffnen sollen.

Grund für die Verzögerungen sind Umplanungen am Gebäude. Wie es heißt, laufen Verhandlungen mit einem Großmieter, der sich für größere Büroflächen interessiert. Deshalb werde nun das Konzept geändert. „Das bedeutet in erster Linie, dass in den Obergeschossen Einzelhandelsflächen zu Gunsten von Büroflächen reduziert werden“, so Sprecherin Friederike Meister.

Nach ursprünglichen Planungen hätte im ersten Stock ein großflächiger Einzelhandel angesiedelt werden sollen. Zudem ergaben sich beim Umbau auch einige unangenehme Überraschungen, die „größere und zeitaufwendigere Maßnahmen notwendig“ machten, so Meister. Unter anderem müssen wesentlich mehr Fenster ausgetauscht werden als zunächst gedacht. Dabei handelt es sich um Maßanfertigungen, die – passend zur künftigen Fassadenfarbe – einen knallgelben Rahmen haben sollen.

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Auch ein Kino wird in dem neuen "Helio"-Komplex Platz finden

Inzwischen stehen weitere Mieter für das Gebäude fest. Bekannt war bisher, dass Rewe und der Drogeriemarkt DM in der Ladenpassage im Erdgeschoss untergebracht sein werden. Auch ein Burger-Restaurant soll dort einziehen. Wieder ins Gebäude einziehen wird das Cinestar-Kino mit neun Sälen. Als Büromieter wird das Internet-Vergleichsportal Check24 einziehen. Die Deutsche Bahn bleibt mit ihrer Netz-Gesellschaft, die das Schienennetz in ganz Schwaben betreut, weiter Hauptmieter bei den Büroflächen.

Das neue Konzept sieht vor, das Helio auch von der Viktoriastraße und von den Bahnsteigen her zu erschließen und nicht nur wie bisher vom Bahnhofsvorplatz. Das soll das Gebäude öffnen und für mehr Besucher sorgen. Eine schrittweise Eröffnung, so Meister, komme trotz der Verzögerung in den oberen Geschossen nicht in Frage. Die Erwartungen der Augsburger an den neugestalteten Komplex seien hoch, darum wolle man sich die nötige Zeit nehmen.

Nicht betroffen von der Verzögerung ist aber die Eröffnung des geplanten Fahrradparkhauses am Ausgang zur Pferseer Unterführung, das die Stadt einrichten möchte. Angepeilter Eröffnungstermin ist Ende des Jahres. Das Fahrradparkhaus soll 500 Plätze bieten. Weil es einen separaten Eingang hat, ist eine Eröffnung unabhängig von den Baufortschritten im Gesamtkomplex möglich. Momentan stellen Pendler ihre Räder tagsüber bis weit in die Pferseer Unterführung ab, weil der kleine Platz am Ausgang der Pferseer Unterführung durch Baucontainer belegt ist.

"Helio"-Komplex: Insgesamt 38.500 Quadratmeter an Gewerbe- und Büroflächen

Der gesamte Komplex wurde 1997/1998 als Fuggerstadt-Center eröffnet. Das Gebäude ging aus der „Postruine“, dem nie in Betrieb gegangenen Briefzentrum am Hauptbahnhof, hervor. Die Post hatte das Gebäude 1989, als die Bahn noch als logistisches Rückgrat genutzt wurde, gebaut. 1992 stellte die Post ihr Verteilkonzept um und setzte auf Lkw-Logistik. 1996 übernahm die Münchner Fondsgesellschaft DCM das Gebäude und richtete eine Mischnutzung aus Handel, Gastronomie und Büros ein.

Allerdings blieb das Gebäude – abgesehen von der Büronutzung – hinter den Erwartungen zurück. Nach der Pleite hatte ab 2012 der Insolvenzverwalter das Sagen. 2014 kaufte der Immobilienfonds Activum SG, der sich auf die Neuentwicklung von unterbewerteten Gebäude spezialisiert hat, das Fuggerstadt-Center. Er will es unter dem Namen Helio nach Neukonzeption und Umbau erneut an den Start bringen. Insgesamt gibt es 38500 Quadratmeter an Gewerbe- und Büroflächen.

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