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Göggingen

05.02.2009

Einsatz für die Gesellschaft wird vergoldet

Mehr als nur ein Sportverein ist der Schachklub Göggingen 1908. Für seine vorbildliche Jugendarbeit, die sportlichen Leistungen sowie sein soziales Engagement zeichnete Bundespräsident Horst Köhler den Verein mit der Sportplakette des Bundespräsidenten aus. Überreicht wurde die Auszeichnung von Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) im Goldenen Saal des Rathauses.

"Schach ist ein martialisches Spiel, da wird geschlagen, eingekesselt und geopfert. Doch es ist zugleich ein Sport mit friedlichen Spielern, die sich respektieren. Daran können sich die Menschen ein Beispiel nehmen", lobte Gribl. Zudem würdigte er das soziale Engagement des Vereins. Seit 1983 veranstaltet der Klub jedes Jahr einen Schach- und Benefizabend. Mit denen Erlösen werden soziale Projekte unterstützt. So kamen bislang über 100 000 Euro zusammen.

Das Miteinander hob auch Johannes Pitl, Vorsitzender des Gögginger Vereins, heraus. "Der Zusammenhalt ist wichtig, es geht nur gemeinsam." In seiner Festrede begrüßte er dann auch die Vertreter der anderen Schachvereine der Stadt sowie des Umlandes und würdigte deren Verdienste.

Neben der Plakette vom Bundespräsidenten gab es für den Gögginger Verein im Rathaus auch eine Auszeichnung vom Bayerischen Landessportverband, verbunden mit einer kleinen finanziellen Unterstützung.

Einsatz für die Gesellschaft wird vergoldet

Das Pitl seinen Sport liebt, merkt man ihm bei jedem Wort an. Seit 1972 leitet er den SK Göggingen. Schach ist für ihn "Kunst", und auch nach all den Jahren gibt es für ihn noch Herausforderungen. "Man kann keine Partie zweimal spielen. Die Eröffnung mag gleich sein, aber der Verlauf ist stets anders. Mit einem schwachen Zug kann man vermeintlich gewonnene Spiele verlieren und die Arbeit von zwei Stunden zerstören." In den erfolgreichsten Zeiten spielten die Gögginger in der 2. Bundesliga. "Mittlerweile sind die Haunstetter leistungsstärker. Sie haben viele Aussiedler erfolgreich in ihren Verein integriert", so Pitl.

Die Leidenschaft hat sich auch seinen Sohn Gregory übertragen. Er ist einer von drei bayerischen Schwaben, die es bislang zum Titel "Internationaler Schachmeister" geschafft haben. Im Rathaus spielte er beim Simultanschach gegen etwa 20 Sportler gleichzeitig. Für diese ging es vor allem darum, "mit Ehre zu verlieren", so ein Teilnehmer.

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