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Einwohner

04.08.2016

Einwohnerzahl steigt: Wann leben 300.000 Menschen in Augsburg?

Auch durch Studenten steigt Augsburgs Einwohnerzahl.
Bild: Peter Fastl

Im ersten Halbjahr gewann Augsburg zehn Einwohner am Tag. Damit lebten zum Stichtag über 290.000 Menschen in der Stadt. Warum es einen weiteren Schub gibt.

Im ersten Halbjahr 2016 ist Augsburg um mehr als 2100 Einwohner gewachsen. Zum Stichtag 30. Juni 2016 lag die Zahl der in Augsburg gemeldeten Personen bei 290.743, so das städtische Statistikamt. Damit setzt sich der Trend des Wachstums aus den vergangenen Jahren fort. Bis zum Jahr 2019 soll die 300.000-Einwohner-Marke geknackt sein. Gleichzeitig schreitet der Wandel der Stadtgesellschaft voran: Hatten Anfang 2010 rund 40 Prozent der Augsburger ausländische Wurzeln (Zugezogene oder deren Kinder), sind es aktuell knapp 45 Prozent.

Was passiert heuer noch? In den kommenden Monaten wird die Zahl der Augsburger noch deutlich stärker steigen als im ersten Halbjahr. Grund ist, dass dann immer das Wintersemester an der Universität und der Hochschule beginnt. Im Oktober machte die Einwohnerzahl in den vergangenen Jahren traditionell immer einen Sprung um etwa 1000 nach oben. Bereits der September bringt erfahrungsgemäß immer ein Plus von etwa 450 Einwohnern.

Faktisch ziehen in diesen zwei Monaten sogar um die 6000 Menschen neu nach Augsburg zu, allerdings verlassen im Spätsommer/Herbst auch Schul- und Hochschulabsolventen nach Ende der Ausbildung die Stadt. In den vergangenen Jahren zogen in der Summe immer mehr Menschen nach Augsburg zu, als weggingen – vergangenes Jahr gab es ein Plus um 5450 Menschen. Auch für dieses Jahr wird ein ähnlich hoher Wert erwartet.

Wo kommen die Zuzügler her?

Die Frage ist zentral dafür, welche Herausforderungen auf die Stadtgesellschaft zukommen und wie sie sich verändern wird. In Relation zu den Zuzüglern aus Deutschland nahm die Zahl der Zuzügler mit ausländischer Staatsangehörigkeit in den vergangenen Jahren stark zu. Ihr Anteil an den Zuzüglern liegt inzwischen bei gut 50 Prozent. Flüchtlinge fallen dabei nicht so sehr ins Gewicht. Vor allem sind es Ausländer aus EU-Staaten, die vermehrt nach Augsburg kommen.

Besonders stark hat der Anteil der Rumänen zugenommen. 6000 Augsburger haben die rumänische Staatsangehörigkeit. In den vergangenen Jahren stark gewachsen ist die Zahl der Syrer und Afghanen in Augsburg, allerdings auf einem deutlich niedrigeren Niveau von aktuell rund 1600 bzw. 1300. Allerdings bleiben nicht alle zuziehenden Ausländer hier. Auch bei den Wegzüglern aus Augsburg ist der Anteil der Ausländer deutlich gestiegen und liegt bei knapp 40 Prozent. Nichts desto trotz sinkt der Anteil der Deutschen ohne ausländische Wurzeln. Er liegt bei 55 Prozent. Bei den Augsburgern mit Migrationshintergrund liegen die türkischstämmigen Bewohner ganz vorne.

Aus dem Umland in die Stadt oder umgekehrt? Viel hin- und hergezogen wird traditionell zwischen dem Stadtgebiet Augsburg und den Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg. In der Summe verliert Augsburg an den Landkreis Augsburg jedes Jahr einige hundert Einwohner (vergangenes Jahr waren es 800), aus Aichach-Friedberg ziehen aber jährlich rund 200 Menschen mehr nach Augsburg, als dorthinziehen. Dass in den vergangenen Jahren verstärkt Münchner angesichts der hohen Wohnungspreise nach Augsburg geflüchtet sind, scheint übrigens eine Mär zu sein. Ihr Anteil unter den Neuzuzüglern ist seit dem Jahr 2013 im Trend sinkend. Pro Jahr kommen um die 1500 Münchner nach Augsburg, gut 1000 Augsburger ziehen dafür in die Landeshauptstadt.

Stadtteile In den vergangenen fünfeinhalb Jahren besonders stark gewachsen sind das Schäfflerbach-Viertel (AKS-Gelände), Göggingen–Ost (Wohngebiet Friedrich-Ebert-Straße) und das Viertel Links der Wertach.

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