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Augsburg

13.02.2016

Eklat im Rathaus bei AfD-Empfang mit Frauke Petry

Neujahrsempfang der AfD
2 Bilder
Zwischen einem jungen Mann, der still protestierte, und Besuchern der AfD-Veranstaltung gab es im Rathaus ein kleines Handgemenge.
Bild: Silvio Wyszengrad

Bei der Mahnwache und dem AfD-Empfang gestern Abend blieb es nicht immer ruhig. Auf dem Rathausplatz marschierten plötzlich Rechtsradikale auf, beim AfD-Empfang kam es zum Eklat.

So ruhig, wie es gestern Abend in Augsburg bei der Mahnwache und im Rathaus die meiste Zeit schien, war es nicht immer. Etwa gegen 19.15 Uhr, als die Mitarbeiter des Theaters gerade Beethovens „Ode an die Freude“ anstimmen, marschierten einige Rechtsradikale vor dem Rathaus auf. Dutzende Polizisten trennten die Gruppen. „Wir hatten das gut im Griff und konnten die Gruppen schnell wieder auseinanderbringen“, sagte Polizeisprecher Siegfried Hartmann. Es habe höchstens eine kleine Schubserei gegeben. Später kam es noch zu einem Gerangel zwischen zwei Grupperungen beim Fischmarkt.

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Im Rathaus kam es zu einem Eklat, als während der Rede Petrys zwölf junge Leute schweigend von ihren Stühlen aufstanden, ihre Jacken auszogen und darunter T-Shirts mit dem Wort „Asylant“ in einem Fadenkreuz zeigten. Petry reagierte irritiert, sprach aber weiter. Im Saal erhob sich Gemurmel. Nach Aufforderung verließen die Aktivisten, die trotz strenger Kontrollen Einlass gefunden haben, den Saal oder wurden vom Sicherheitsdienst hinausgeleitet. Teilweise wurden sie von Besuchern des AfD-Empfangs geschubst. Einzelne Besucher stießen Störer, die sich am Ende mit Antifa-Sprechgesängen verabschiedeten, in Richtung Ausgang oder versuchten, sie von Stühlen zu ziehen. Einer der Protestierenden zog noch die Trillerpfeife. Es kam auch hier zu Handgreiflichkeiten. AfD-Stadtrat Markus Bayerbach versuchte, eine Eskalation zu vermeiden, rief Besucher zur Ordnung und bot den Protestierern, einer ist ein Sohn von Flüchtlingen, die vor Jahrzehnten nach Deutschland kamen, ein Gespräch an. Die Polizei stellte die Personalien der jungen Leute fest. Inwieweit sie belangt werden, ist noch unklar.

Vor dem Rathaus protestieren über 2.000 Menschen gegen den Besuch von Frauke Petry. Und auch im Rathaus kommt es zu tumultartigen Szenen

Bayerbach hatte zuvor Gribl kritisiert und für seine Verhältnisse scharfe Worte gewählt. Im Hinblick auf das Vorgehen der Stadtregierung gegen die AfD sagte er: „Die etablierten Parteien rüsten auf. Es wird gehetzt, verleumdet und ausgegrenzt, ganz im Sinne einer Friedensstadt.“ Auch zur Flüchtlingsthematik bezog Bayerbach Stellung. Mit der Verdoppelung der Flüchtlingszahl in Augsburg (die Stadt geht zum Ende des Jahres von 6000 Menschen aus) sei die Stadt genauso überfordert wie Deutschland generell. Er habe nicht gegen die Demonstranten, weil das zur Demokratie dazugehöre. „Aber das sind die, die für das Gute und Schöne stehen, ohne an die Folgen zu denken. Wir denken an die Folgen.“

Mahnwache auf den Rathausplatz
32 Bilder
Impressionen von der Mahnwache gegen Petry-Besuch in Augsburg
Bild: Anne Wall
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Die Diskussion ist geschlossen.

15.02.2016

waren und sich um Arbeit bemüht hatten. Diese "Flüchtlinge", die in Deutschland unregistriert

eingedrungen sind und sich verbergen, straffällig werden - die wollen Sie doch nicht allen

Ernstes mit den damaligen Heimatvertriebenen vergleichen?? Für diese Menschen ist

Ihr Vergleich eine Ohrfeige.

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15.02.2016

Ich möchte Herrn Bayerbach einfach mal daran erinnern, dass nach dem Krieg in Deutschland die Städte zerstört waren und das Land wirtschaftlich am Boden lag. Trotzdem gelang es damals, 14 Millionen Flüchtlinge aufzunehmen und diesen Obdach und Nahrung zu geben. Es ist traurig, wenn es heute angeblich nicht möglich sein soll, nur 10% der damaligen Flüchtlingszahl aufzunehmen. In einem Land mit jährlichem Wirtschaftswachstum und einer geringen Arbeitslosenquote scheint das schlechter möglich zu sein als unmittelbar nach dem Krieg, als Wohnraum und Nahrung viel knapper waren als heute?

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15.02.2016

Abgesehen davon, daß von ca. 15 Mio Deutschen Flüchtlingen nur 12 Mio ankamen (der Rest ist umgekommen oder getötet worden), vergleichen Sie Äpfel mit Birnen. Die Flüchtlinge, die damals zu integrieren waren:
- Sprachen größtenteils deutsch;
- hatten größtenteils Schul- und Berufsbildung;
- kamen aus der selben Kultur, hatten also ähnliche Sitten, Gebräuche, Wertvorstellungen;
- hatten dien selben Glauben, betrachteten also nicht die Einheimischen als "Ungläubige", die moralisch unter ihnen stünden;
- hatten weder sie selbst, noch das restliche Deutschland eine Wahl, denn wo hätten sie denn sonst hinsollen;
- waren es zu 100 % von Tod, Folter, ethnischer Säuberung bedrohte Menschen, nicht ca 30 - 50% (je nach Statistik);
- hatten vermutlich nicht einen Bruchteil der Leistungen, die heutige Asylbewerber geniessen (zumindest anfangs nicht).
- Als der Wiederaufbau begann, gab es Arbeit ohne Ende, und es waren ca. 6 Mio. gefallene Deutsche zu "ersetzen"
Abgesehen davon gab es damals weit weniger "Willkommenskultur" in Restdeutschland, als heute, wenn das stimmt, was mir Zeitzeugen erzählt hatten. ("Huraflichtling!")

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14.02.2016

Das Megathema – Flüchtlinge . . .

„Was können auch wir tun, um die überhandgenommenen fremdenfeindlichen Angriffe auf Menschen zu verhindern?“ Raimund Kamm – verhindern, ja auch das geht gemeinsam besser.

Es gibt Grund zur Hoffnung, so heißt es nach Beendigung der Sicherheitskonferenz in München – die Hoffnung stirbt zuletzt so Professor Christian HackeDeutschland hat – Dank Angela Merkel - enorm an Ansehen in der Welt gewonnen.

Sie erhält Lob aus aller Welt – die „Einladung“ der 40 tausend Flüchtlinge, das war eine absolute Notlage, und völlig richtig . . .

Staffan de Mistura, selbst ein Kind von Flüchtlingen: der größte Test für Europa . . .

Wolfgang Ischinger: eine Chance, dass es besser wird – eine neue Hoffnung –in München wurde ein Anfang gemacht. Es ist eine schwere, gefährliche Lage – aber es gibt Hoffnung …

Meine Gedanken: warum machen wir es uns gegenseitig so schwer durch Hetzen und Beschimpfen?

Denn es geht auch so - Aschaffenburg: Künstler zeigen ihre Gesinnung und feiern die vielen ehrenamtlichen Helfer.

Donau-Ries, Investitionen stehen bevor, Wohnungspakt Bayern: Klaus Zimmermann vom Landratsamt Donau-Ries erklärt, dass durch die Förderungen des Wohnungspakts Bayern bis 2019 - 28000 neue staatliche und staatlich geförderte Mietwohnungen entstehen sollen. Das Investitions- und Fördervolumen umfasse 2,6 Milliarden Euro.

Das sind die Zeichen von außen – und wir, was können wir tun? Uns nicht gegenseitig niedermachen, beschimpfen und beleidigen.

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15.02.2016

Sehr geehrte Frau Kaellner,

wenn ich auch meist Ihre Meinung nicht teile, da Sie aus meiner Sicht die Dinge nur aus Sicht des Herzens betrachten, und zu wenig rational, (was sicher nicht falsch, aber für eine Lagebewertung unvollständig ist), so gebe ich ihnen diesmal vollumfänglich recht: Ein wenig mehr gegenseitiger Respekt und Diskussionskultur wäre der Sache dienlicher.

Einen schönen Abend wünsche ich Ihnen!

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15.02.2016

ich danke Ihnen Stefan R. auch Ihnen einen schönen Abend.

Eine gute Mischung von Herz UND Verstand, das muss uns allen gelingen.

" Ein wenig mehr gegenseitiger Respekt und Diskussionskultur wäre der Sache dienlicher" - jaaaa - wir sind auf dem richtigen Weg . . .

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14.02.2016

Sachfragen diskutieren!

Das gefällt mir: Vor der AfD-Veranstaltung hatten hier im AZ-FORUM AfD-Parteigänger eine große Mehrheit. Einige tönten gar, wie kümmerlich die Gegendemonstration aussehen würde. Und dann waren 2000 Bürgerinnen und Bürger auf dem Rathausplatz. Und haben gegen die schlimmen Äußerungen von Frau Petry und für Mitmenschlichkeit eindrucksvoll demonstriert.

Und jetzt begeben sich wieder einige AfD-Parteigänger in die Opferrolle. Diskutieren sie doch mal die Sachthemen: Was können auch wir tun, um Fluchtursachen zu verringern? Was können auch wir tun, um Flüchtlingen zu helfen und Hierbleibende zu integrieren? Was können auch wir tun, um die überhandgenommenen fremdenfeindlichen Angriffe auf Menschen zu verhindern? Raimund Kamm

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14.02.2016

(edit/ Nub. 7.2)

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14.02.2016

(edit/ Nub. 7.2)

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14.02.2016

Auch hier beteiligt sich die Augsburger Allgemeine wieder an der unfairen Hetzpropaganda gegen die AfD!! Die ganze Berichterstattung ist wieder dahin ausgelegt.

Was haben die linken Störer überhaupt im Saal verloren gehabt?? Die Provokationen, Störungen und der aufgebrachte Hass seitens der linken Störer sind einer Demokratie nicht würdig!!

Von wegen Friedensstadt. Man sollte genau hinschauen, von wem Störungen, Provokationen und Gewalt ausgeht.

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14.02.2016

Für mich war und ist sehr aufschlußreich, die Diskrepanz zwischen Ereignis und Berichterstattung realistisch zu erfahren. Ich war Gast beim Neujahrsempfang von Frau Petry.

Ich habe großen Respekt vor dieser Frau, wie sie bei derartiger Hetze und miesesten Anfeindungen so ruhig und gelassen sein kann. Die Berichterstattung schreibt davon, daß sich

junge Menschen schweigend auf die Stühle stellten - so kann man es verniedlichen -

Tatsache ist und bleibt - wie üblich - daß dies eine offene Störung und Provokation war von

linken Hassern - siehe Bilder. An dieser Stelle sei ein Vergleich erlaubt : Was würde sich

abspielen, wenn derartige linke Störaktivisten bei einer CDU bzw. SPD-Veranstaltung das

gleiche abziehen würden? Ich habe es einmal erlebt - diese Herrschaften wurden ohne

"Federlesen" sofort aus dem Saal befördert. Soviel zur Friedensstadt, Gleichberechtigung

und unserer vorgelebten "DEMOKRATIE"

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14.02.2016

Hmmmm - sind Sie sicher, daß Sie im richtigen Thread gepostet haben? [url=http://www.smilies.4-user.de][img]http://www.smilies.4-user.de/include/Denken/smilie_denk_01.gif[/img][/url]

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14.02.2016

In den AFD-Threads wurde doch immer nach dem Verfassungsschutz gerufen - jetzt ist er da!

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14.02.2016

Die etablierten Parteien haben Panik in den Augen, blinder Aktionismus deren Elixir.
Die aktivisten haben ebensoviel Demokratieverständnis wie Hirn.

Es ist besorgniserregend und ekelhaft zugleich, wie in NAZI- und DDR-gleicher Manier hier mit einer demokratisch legitimierten Partei umgegangen wird.

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14.02.2016

Bemerkenswert sind ja die "Nazi" Beschimpfungen in Anbetracht der Position der ehemaligen Kriegsgegner von Nazi-Deutschland in der Flüchtlingsfrage.


Egal ob Frankreich, GB oder Rußland - Frau Merkels Politik der unbegrenzten unkontrollierten Zuwanderung aus arabisch-islamischen Kulturkreisen wird von Regierungen und überwältigenden Bevölkerungsmehrheiten abgelehnt.

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13.02.2016

Ja Anna B. Sie/wir können mit Recht stolz sein auf Augsburg. Die Jugend zeigt es uns immer wieder mit ihren Gesten, stillen und auch lauten Zeichen - wie wir ALLE in dieser nicht einfachen Zeit mit Krisen umgehen sollten.

Auch auf meine Kinder und Enkel blicke ich mit Stolz und frohem Herzen: z.B.meine Enkelin (20) hilft in ihrer Freizeit den Flüchtlingen in ihrem Alltag beim Lernen, Kochen u.s.w.

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14.02.2016

(edit/ Nub. 7.2)

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14.02.2016

Es wurden einige Beiträge entfernt. Bitte bleiben Sie beim Thema.

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13.02.2016

Wunderbar! Stolz auf Augsburg!

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13.02.2016

Es ist immer und überall das gleiche Scenario :es geht nicht um die Sache - es geht immer nur

um Störung, Provokationen, Diskriminierung, weder Politiker der Altparteien noch diese linken

"Handlanger" wollen politische Auseinandersetzung in der Diskussion - weil ihnen dazu glaubhafte

Argumente fehlen - aber mit Verhetzung kennt man sich aus. Die linke Gewaltkulisse darf ungestört weitermachen, damit man ungeniert und hemmungslos nach rechts denunzieren kann.

Bravo "Friedensstadt".

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13.02.2016

Coole Reaktion von Frau Petry auf den "Eklat". Kurze "Irritation" ist wohl eher das Durchspielen aller möglichen Szenarien in Bruchteilen von Sekunden (inklusive der Frage: werden die Sicherheitsmitarbeiter immer noch pennen, wenn die "Aktivisten" die Bühne stürmen, oder muss man sich selbst körperlich verteidigen). Es kann ja auch ausgehen wie bei Lafontaine oder Schäuble. Morddrohungen und Hassmails erhält Frauke Petry genauso wie Claudia Roth oder Dunja Hayali. Brand- und Buttersäure-Anschläge gegen Ihr Lebensnahfeld gehören für Petry zur Realität. In Deutschland ist die Demokratie noch nicht reif dafür, einen Wahlkampf zwischen echten politische Alternativen gewaltfrei und mit Anstand zu zelebrieren. Wenn wir das noch einmal lernen sollten, dann wäre ich tatsächlich stolz auf Deutschland.

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13.02.2016

Volle Zustimmung. Top Kommentar.

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13.02.2016

So was ist doch kein wirklicher Eklat. Es zeigt eher die Minderbemittlung der vermeintlichen Störer.

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