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Eklat in der Maxstraße: Augsburger Wirte nicht in Sippenhaft nehmen

Eklat in der Maxstraße: Augsburger Wirte nicht in Sippenhaft nehmen
Kommentar Von Nicole Prestle
26.05.2020

Plus Nach einem eskalierten Polizeieinsatz in Augsburg befürchten Wirte nun ein härteres Durchgreifen. Das ist auch notwendig - aber nicht für die Gastronomen.

Die Stadt Augsburg ist drei Tage nach dem Polizeieinsatz auf der Maximilianstraße in die Schlagzeilen geraten. Deutschlandweit werden in den sozialen Netzwerken Videos von der Auseinandersetzung zwischen Polizei und den Betreibern einer Bar geteilt und kommentiert. Von „Polizeigewalt“ ist einerseits die Rede, von „Idioten, die sich nicht an Regeln halten“, andererseits. Ein Urteil sollte sich keiner anmaßen: Auf keinem der Videos ist deutlich zu erkennen, wie die Situation so eskalieren konnte und wer zuerst die Beherrschung verloren hat.

Eklat in der Maxstraße darf keine Folgen für rechtschaffene Gastronomen haben

Eines aber muss klargemacht werden: Die Gastronomen, die sich in der Maximilianstraße (und überall sonst) an die Auflagen halten, dürfen nach dem Vorfall nicht in Sippenhaft genommen werden. Wie sollen sie kontrollieren, ob sich ihre Gäste draußen „ordentlich“ verhalten, wenn sie ihre Getränke geholt haben? Welche Möglichkeit hätten sie überhaupt, das Partyvolk am Herkulesbrunnen in seine Schranken zu weisen? Schon rechtlich wäre das wohl schwierig. Hier sind darum Stadt und Polizei gefragt, die Regeln aufstellen und sie klar kommunizieren müssen.

Der Herkulesbrunnen ist als Treffpunkt für Nachtschwärmer bekannt. Für die meisten von ihnen ist Corona weit weg und vermeintlich keine Bedrohung, wenn Alkohol im Spiel ist, sinkt das Bewusstsein für etwaige Gefahren ohnehin. Wer möchte, dass die Abstandsregeln trotzdem eingehalten werden, wird um strengere Maßnahmen nicht herumkommen. Gut denkbar also, dass das Nachtleben künftig verstärkt durch den Ordnungsdienst überwacht oder gar der Herkulesbrunnen abgesperrt wird.

Lesen Sie auch den zugehörigen Artikel: Polizeieinsatz eskaliert: Maxstraßen-Vorfall hat Konsequenzen

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26.05.2020

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Ein Grundübel sehe ich in den etlichen to-go-Alkoholquellen, deren
Geschäftsmodell mir davon abhängig zu sein scheint, möglichst
viel "auf die Straße rauszuschütten".

Und dann heißt es "Wir haben nur zum Mitnehmen verkauft. Und auf
städtischem Grund kann ich ja nicht sagen, dass sie weggehen sollen"

.

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26.05.2020

Es ist recht und schön, wenn Regeln aufgestellt werden, welche manche Mitbürger einfach ignorieren und saufen und feiern ohne Ende, wenn sie sich nicht mehr in der Gewalt haben.
Die Regeln sind k l a r bekannt, werden jedoch wie in der Maxstraße nicht beachtet und wenn dann eingeschritten werden muss ist das Geschrei groß, vor allem von denen, welche die Regeln mißachten. Einfach härter durchgreifen.

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