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Entwicklung

15.07.2011

Elektromobilität bringt Siemens-Standort nach vorn

Nur in Augsburg fertigt das Unternehmen Strom-Zapfsäulen

Fujitsu Siemens heißt nur noch Fujitsu und aus dem Siemens Technopark wurde der Sigma Technopark: Stück für Stück war der Name Siemens in den vergangenen Jahren aus Augsburg verschwunden.

Doch Siemens ist nach wie vor in Augsburg vertreten: mit rund 400 Beschäftigten im Service und Vertrieb, 171 Auszubildenden, davon 54 von Fremdfirmen. Und einer kleinen, rund 100 Mitarbeiter starken Produktionseinheit im Bereich der Verkehrsleittechnik. Die, so hoffen es die Verantwortlichen in Augsburg, könnte sich in den kommenden Jahren zu einem Kompetenzzentrum im wachsenden Geschäftsfeld der Elektromobilität mausern. Zusätzliche Arbeitsplätze nicht ausgeschlossen.

Augsburgs Siemens-Niederlassungsleiter Roland Kreitmeier ist sicher: „Die Elektromobilität wird mehr verändern als das Auto.“ Auch die Infrastruktur zum „Tanken“ der Fahrzeuge und Softwarelösungen seien künftig gefragt. „Ein Teil davon wird in Augsburg gemacht – und zwar für die ganze Welt“, sagt Kreitmeier.

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Neben Ampeln, Leitsystemen, Notrufsäulen und Parkscheinautomaten werden in den Siemens-Räumen im Technopark auch Elektrozapfsäulen samt der zugehörigen Software entwickelt und gefertigt. Augsburg ist der einzige Siemens-Standort, der sich diesem Thema widmet.

Noch befindet sich vieles

in der Entwicklungsphase. Erst seit Herbst 2010 werden die Zapfsäulen gefertigt. Sie basieren auf einer Weiterentwicklung der Parkscheinautomaten und deren Verrechnungssystemen. Et-wa 50 Modelle wurden bisher hergestellt, sagt der zuständige Abteilungsleiter Reinhard Doll. Einen Markt gebe es noch nicht, weil kaum Privatleute Elektroautos fahren. Doch Siemens will gerüstet sein. Denn inzwischen gibt es vielerorts staatliche geförderte Initiativen, um das Thema E-Mobility voranzubringen. Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2020 eine Million Elektroautos auf die Straße zu bringen. Und die bräuchten ausreichend Tankstellen. „Je größer der Bedarf ist, umso mehr wird der Standort Augsburg ausgebaut“, kündigt Kreitmeier an.

15 von Siemens gefertigte Zapfsäulen gibt es bereits in Augsburg. Das Unternehmen war im vergangenen Jahr eine Kooperation mit den Stadtwerken eingegangen, die die Infrastruktur ausbauen.

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