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Augsburg

21.10.2016

Elektronik-Star Schiller im Gaswerk: Ein Spektakel aus Licht und Tönen

Schiller mitten in seiner Lichtshow im Gaswerk.
Bild: Eric Zwang-Eriksson

Er ist der Star der deutschen Elektro-Musikszene, jetzt kam er nach Augsburg: Schiller begeisterte im Gaswerk. Warum das Konzert am Anfang mehrmals unterbrochen wurden musste.

Jetzt kam Schiller, der Star der deutschen Elektronik-Szene, nach Augsburg. Mit sieben Millionen verkauften Tonträgern gehört er zu den erfolgreichsten Elektronik-Künstlern in Deutschland. Farbenfroh wurden die gut 800 Besucher schon vor dem Konzert empfangen. In buntem Licht erstrahlte die Fassade des Reinigergebäudes auf dem Gaswerk-Gelände in Oberhausen. Was darauf folgte, war bombastisch. Im Rahmen der Räumlichkeit, versteht sich. Denn das Lichtspektakel hatte sich natürlich an die Gegebenheiten anpassen müssen; und da bietet das Reinigergebäude nicht dieselben Möglichkeiten wie etwa die Olympiahalle in München. Trotzdem war es eine umwerfende Lichtshow, die die elektronischen Klänge begleitete. Und auch da muss man sagen: Das alles kam aus einer nicht minder umwerfenden, technisch ausgefeilten und quadrofonisch ausgelegten Sound-Anlage.

Höhepunkte aus der gesamten Geschichte des Projekts Schiller

Mit einer Armada diverser Synthesizer und einem elektronischen Schlagzeug ausgestattet, war Schillers „Klangwelten“-Show ein rein elektronischer und instrumentaler Abend. Er bot Höhepunkte aus der gesamten 18-jährigen Geschichte des Projektes Schiller.

Die Wirkung dieser flächig angelegten, einfach gestrickten und doch epischen Kompositionen war hypnotisch. Langsam schlichen die prachtvoll-sphärischen Klänge aus den Boxen, wanderten dank preisgekröntem Surround-Sound um das Publikum herum und erinnerten nicht selten an die entrückenden Filmmusiken von Vangelis. Selbst Tschaikowskis „Schwanensee“ tauchte als Zitat in einer synthetischen Science-Fiction-Hymne auf.

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Gute zwei Stunden dauerte das audiovisuelle Spektakel und hielt neben all dem, was die Schiller-Fans restlos entzückte, noch eine nette Anekdote bereit. Denn aufgrund „schlechten“ Stroms, der bei den hochempfindlichen Schiller-Gerätschaften zu Brummen und Zirpen führte, musste das von den Stadtwerken veranstaltete Konzert zu Beginn mehrmals unterbrochen werden. Der Stimmung tat dies keinen Abbruch, im Gegenteil. Christopher von Deylen nahm’s mit einem gelassenen Lächeln.

Mit diesem Auftritt setzten die Stadtwerke dann auch den Endpunkt, mit denen sie „100 Jahre Gaswerk“ feierten. Mit den Auftritten der Jazzer Uri Caine und Theo Bleckmann sowie jetzt Schiller und dem viertägigen Festival „Asche zu Farbgut“ haben die Stadtwerke schon einmal gezeigt, was das große Areal künftig werden soll: ein Kreativquartier der Stadt.

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