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08.07.2010

Eltern sind besonders interessiert

Region Süd Mit Beginn des neuen Schuljahres 2010/11 im September wird die Bayerische Mittelschule eingeführt. Mit dieser Umstrukturierung versucht das Bayerische Kultusministerium, die Hauptschule weiterzuentwickeln, Hauptschüler besser zu fördern und sich für den Rückgang der Schülerzahlen zu rüsten.

Um zur Mittelschule zu werden, müssen die Hauptschulen bestimmte Kriterien erfüllen. Gute Nachrichten gibt es nun für die knapp 5000 Hauptschüler in Augsburg: In der Stadt haben alle 14 Hauptschulen diesen Sprung geschafft, bestätigte jetzt Schulamtsleiter Gerhard Nickmann gegenüber unserer Zeitung.

Allerdings nicht immer aus eigener Kraft, deshalb bilden verschiedene Hauptschulen künftig einen Mittelschulverbund. In Augsburg wird es künftig fünf Schulverbünde geben. Jeder dieser Schulverbünde bietet das gesamte, für eine Mittelschule erforderliche Bildungsspektrum. Ein Überblick:

Haunstetten/Hochfeld Im Süden schließen sich die Albert-Einstein-MS in Haunstetten und die Kerschensteiner-MS im Hochfeld zusammen. Jede dieser beiden Schulen bietet sowohl eine gebundene als auch eine offene Ganztagsbetreuung an, ebenso einen Technik-, einen Wirtschafts- und einen sozialen Zweig.

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Göggingen/ Pfersee/Kriegshaber Im Süd-Westen schließen sich die Friedrich-Ebert-Mittelschule in Göggingen, die Hans-Adlhoch-Mittelschule in Pfersee und die Mittelschule Augsburg-Centerville-Süd (Kriegshaber) zusammen. Die Mittlere Reife kann an der Friedrich-Ebert-MS erworben werden.

Oberhausen/Bärenkeller Im Nordwesten bilden einen Schulverbund die Kapellen-MS mit M-Zweig in Oberhausen, die MS Bärenkeller, und die Löweneck-Mittelschule in Oberhausen.

Lechhausen/Firnhaberau Ebenfalls einen Dreierbund schließen im Nord-Osten die Schiller-MS und die Goethe-MS (beide mit M-Zweig) in Lechhausen sowie die MS Firnhaberau.

Hochzoll/Herrenbach/Innenstadt Im Sozialraum Mitte-Ost schließen einen Verbund die Werner-von-Siemens-MS in Hochzoll, die MS Herrenbach und die St. Georg-MS. Die Mittlere Reife kann an der Werner-von-Siemens-Mittelschule abgelegt werden.

Die drei wesentlichsten Voraussetzungen für die Umbenennung in Mittelschule sind: Die Schule muss die drei berufsorientierenden Zweige Technik, Wirtschaft und Soziales, gebundene sowie rhythmisierte Ganztagsbetreuung und einen M-Zweig (Mittlere Reife) anbieten.

Stimmung ist gut

Das Kernstück der Reform ist der Zusammenschluss der Hauptschulen zu Verbünden. Für den Schüler heißt das: Möchte er oder sie die Mittlere Reife ablegen, kann er ab der 7. Klasse den entsprechenden Zweig (so er die Zugangsvoraussetzungen erfüllt) an der Verbundschule, die das Angebot hat, wählen. Er braucht nicht mehr, wie bisher, eine Schulsprengel-Befreiung beim Wechsel der Schule innerhalb des Sozialraums.

In den vergangenen Monaten seien Eltern und Lehrer an jeder Schule informiert worden, so Nickmann. "Alle hatten ein bemerkenswert hohes Interesse", lobt der Leiter des Schulamtes. Sowohl in den Kollegien, als auch in der Elternschaft sei "die Stimmung in Bezug auf die Mittelschule gut".

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