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21.10.2009

Eltern zahlen monatlich sechs bis 15 Euro mehr

Politisch war die Entscheidung absehbar: Im Bildungsausschuss hat gestern die Koalition von CSU und Pro Augsburg mit Zustimmung der FDP-Stadträtin Rose-Marie Kranzfelder-Poth die Erhöhung der Kindergartengebühren zum 1. Januar 2010 beschlossen. Die Steigerung liegt bei sieben Prozent, ausgelöst durch die Tariferhöhungen bei den Erziehern. SPD und Grüne waren gegen die Erhöhung. Sie sprachen von einem völlig falschen Signal an die Eltern.

Was an Mehrkosten auf die Eltern zukommt, ist nicht pauschal zu sagen. Ein Kindergartenplatz kostet wohl sechs Euro im Monat mehr, bei einem Krippenplatz sind es dagegen 15 Euro. Erhöht wird das Entgelt für die Betreuung. Tarife für Essen, Spielgeld und Getränkegeld bleiben unverändert.

Wie es in der Sitzung hieß, haben die Tarifabschlüsse im Erzieherbereich zusätzliche Personalkosten von jährlich 600 000 Euro verursacht. Es soll eine Drittelung geben. Ein Drittel zahlen davon die Eltern, ein weiteres trägt der Freistaat durch Personalkostenzuschüsse und das dritte übernimmt die Stadt.

Nicht zuletzt wegen der gesetzlich vorgeschriebenen Drittelfinanzierung komme die Stadt nicht umhin, ein Drittel an die Eltern weiterzugeben, argumentierten Vertreter von CSU und Pro Augsburg. "Wir hätten auch gewünscht, dass wir die Erhöhung vermeiden", sagte Claudia Eberle (CSU). "Wir sind gegen die Erhöhung, weil es uns in diesem Fall um eine klare politische Willensbekundung geht", sagte Ulrike Bahr (SPD). Auch Martina Wild (Grüne) war dagegen: "Eltern zahlen, aber für KuSpo und Semmeltaste hat die Stadt Geld." (möh)

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