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Maximilianstraße

18.11.2013

Ende der Holperstrecke für Radler ist nicht in Sicht

Die Maximilianstraße ist für Radfahrer ein holpriges Vergüngen. Glatte Streifen am Rand sollten ihnen eigentlich die Fahrt erleichtern.
Bild: Annette Zoepf

Die Radlerspuren in der Maxstraße lassen auf sich warten, obwohl sie versprochen waren. Das hat nicht nur finanzielle Gründe.

Die Stadt hatte im Zuge der Sanierung der Straße ursprünglich geplant, 2014 auf ganzer Länge der Prachtmeile Radlerstreifen am Rande des holprigen Kopfsteinpflasters anzulegen. Weil in der Straße Tempo 20 gilt, ist ein abmarkierter Radweg nicht möglich. Um Fahrradfahrern die Holperstrecke komfortabler zu gestalten, sagte die Stadt zu, in jede Richtung am Rand der Fahrbahn einen Streifen aus geschnittenen Pflastersteinen zu verlegen. Optisch unterscheidet sich der Streifen kaum von der Straße, allerdings soll er fast wie eine ebene Fahrbahn zu befahren sein. So soll verhindert werden, dass Radler die neuen überbreiten Gehwege nutzen und es zu Problemen mit Fußgängern kommt.

Doch zuletzt gab es Diskussionen über die Finanzierbarkeit der Sanierung. Im ursprünglichen Haushaltsentwurf war die benötigte Million Euro erst komplett gestrichen, inzwischen ist etwa die Hälfte angemeldet. Baureferent Merkle will damit die Gehwege am Herkulesbrunnen und teils in der Dominikanergasse verbreitern. Eine Finanzierung der Radstreifen wäre damit zwar auch nicht möglich, doch das ist gar nicht der eigentliche Grund, sagt Merkle.

Er gibt als Ursache die Planungen für eine Tramlinie durch die Maximilianstraße an. Wie berichtet soll dort in Zukunft eine reguläre Straßenbahnlinie laufen. Die Stadtwerke müssen in jedem Fall ihre Ausrückgleise durch erschütterungsarme Schienen ersetzen, wenn dort Linienbetrieb herrschen wird. Dafür ist ein Neubau mit entsprechendem Unterbau nötig. Auch wenn die Radspuren am Straßenrand und die Gleise in der Mitte meist relativ weit entfernt sind, käme man sich bei Bauarbeiten an den Gleisen unter Umständen in die Quere, so Merkle.

Die Stadtwerke prüfen verschiedene Gleisvarianten, um allzu tiefe Fundamente zu vermeiden. Dies würde aufwendige archäologische Grabungen nach sich ziehen. Es könne nicht sein, so Merkle, dass Radlerspuren ein Jahr nach ihrer Verlegung wegen Gleisarbeiten wieder herausgerissen werden. „Das würde niemand verstehen.“

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