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Augsburg

01.02.2018

Endlich kommt der neue Kirchturm

In der Fotomontage steht der neue Kirchturm für die Alt-Katholische Apostelin-Junia-Kirche im Sheridan-Park schon. Bis 15. Juli 2018 soll er tatsächlich verwirklicht werden.
Bild: lattkearchitekten

 Warum die Alt-Katholische Gemeinde im Sheridan-Park ein halbes Jahr länger auf Glockengeläut warten muss

 Eigentlich sollten die vier Glocken der Alt-Katholischen Apostelin-Junia-Kirche schon seit einem halben Jahr den Sheridan-Park beschallen. Aber noch ist der Kirchturm nicht errichtet – und ohne den Turm gibt es kein Geläute. Verzögern hat sich der bereits genehmigte Bau, weil dieser bislang brachliegende Sektor des Sheridan-Parks von der Stadt baurechtlich noch einmal neu gewidmet worden ist, nämlich in stärkerem Maße als Wohnquartier anstelle eines Gewerbegebietes. Nun allerdings liegt laut Gemeindesprecherin Marianne Hollatz die neue Genehmigung vor.

Spendensammeln bei Konzerten

„Unser Bischof Matthias Ring ist eingeladen, am 15. Juli sollte er den Kirchturm und die Glocken weihen. Wir sind guten Mutes, dass das Projekt rechtzeitig fertig werden wird“, sagte sie auf Anfrage. Unverdrossen setzt die Alt-Katholische Kirche jedenfalls die Reihe ihrer Kirchturm-konzerte fort, um weitere Spenden für den 175000 Euro teuren Turmbau einzuwerben. „Aber es geht uns dabei nicht nur ums Geldsammeln, sondern auch um die schönen Stunden, die wir den Zuhörern bereiten“, erklärt Marianne Hollatz.

Lange seien sich die Baujuristen der Stadt Augsburg nicht sicher gewesen, ob vor der endgültigen Umwidmung des Bebauungsplanes der Kirchturm genehmigungsfähig ist. „Die ganze Prozedur musste von vorne anfangen“, erzählt Hollatz. Die Gemeinde stellte erneut einen Bauantrag. „Nun haben wir die offizielle Genehmigung vorliegen.“

Leisten aus Lärchenholz

Wie schon die im Juli 2012 eingeweihte Apostelin-Junia-Kirche wird wieder Architekt Frank Lattke den Turm planen. Vorgesehen ist eine Holzkonstruktion aus verleimten Brettsperrholz, als ein 18 Meter hoher Schacht am Stück aufgebaut, der dann am Standort mit dem Fundament verbunden wird. Diese Konstruktion halte die Schwingung von vier Glocken, die für Augsburg in der Gießerei Bachert in Karlsruhe neu gegossen werden, aus, versichert Lattke. Die Standsicherheit hänge davon ab, dass das Fundament genügend tief gründet und sich nicht auf einer Platte aufschaukelt. Wie die Kirche selbst, die einen Architekturpreis erhalten hat, wird auch der Turm mit Leisten aus Lärchenholz verkleidet. Darin eingelassene schmale Schlitze dienen als Schalllöcher.

Als schlanker Campanile erhebt sich der frei stehende Turm einige Meter südlich der Kirche am Rande des Vorplatzes. Architekt Lattke rechnet mit einer Bauzeit von sechs bis acht Wochen. Wieder arbeitet er mit der Firma Gumpp + Maier Holzbau in Binswangen zusammen, die schon die Kirche gebaut hat.

Übrigens: Die vier neuen Glocken sollen sprechende Namen tragen: Mitgefühl, Liebe, Frieden und Dankbarkeit.

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