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Theater Augsburg

31.07.2018

Erste Spielzeit mit neuer Intendanz: So kam das "neue Theater" an

Der Tatort Augsburg war ein neues Format der ersten Spielzeit Bücker. Bei den Besuchern kam es sehr gut an.
Bild: Jan-Pieter Fuhr

Die erste Spielzeit von Intendant André Bücker ist vorbei. Er ist mit den Zahlen zufrieden, sie liegen über den Erwartungen.

Das Theater Augsburg hat sich in die Spielzeitpause verabschiedet, Intendant André Bücker machte sich am Montag mit seiner Familie auf den Weg in den Urlaub nach Italien. Vorher legte das Vierspartenhaus (Musiktheater, Schauspiel, Ballett, Konzert) eine vorläufige Bilanz vor. Demnach kamen in dieser Spielzeit 196.677 Besucher.

Im Jahr vorher, der letzten Intendanz von Juliane Votteler, waren es 185.000 Besucher. Diese Differenz lässt sich vor allem durch einen Umstand erklären: Votteler hatte in ihrer letzten Saison keine Hauptspielstätte mehr zur Verfügung, da das Große Haus mit seinen rund 1000 Plätzen bereits geschlossen, der Martinipark mit 620 Plätzen aber noch nicht eröffnet war. Bücker dagegen konnte von Anfang an auf den Martinipark als neues Haupthaus zugreifen, wenngleich die Interimssituation die Lage auch für ihn schwierig machte.

Zwei weitere Spielstätten gehen verloren

Viele Inszenierungen, die in der neuen Spielstätte gezeigt wurden, kamen beim Publikum laut Theater gut an. Auf der Beliebtheitsskala ganz oben stand demnach der „Freischütz“, der die Spielzeit eröffnet hatte. Insgesamt kamen zu den 67 Vorstellungen der gesamten Sparte Musiktheater über 22.500 Besucher. Das Schauspiel absolvierte über 220 Vorstellungen, die mehr als 48.000 Menschen sahen. Spielstätten waren hier nicht nur der Martinipark, sondern unter anderem auch der Hoffmannkeller und die Brechtbühne. Beide Bühnen fehlen dem Theater ab September, weil die Gebäude an der Kasernenstraße rückgebaut beziehungsweise abgerissen werden. Dafür ist ab Januar wohl das Ofenhaus am Gaskessel mit 240 Plätzen fertig.

Erste Spielzeit mit neuer Intendanz: So kam das "neue Theater" an

Der Tatort am Theater Augsburg kam gut an

Der Tatort, eine eigene Inszenierung des Theaters für Augsburg, fällt in die Sparte Schauspiel. Dieses Format war in der auslaufenden Spielzeit eines der beliebtesten, die Auslastung lag bei 98,9 Prozent. Viele Besucher kamen außerdem zu „Momo“, zu „Viel Lärm um nichts“ und zu „Peer Gynt“. Das Ballett hat sich über die vergangenen Jahre hinweg zu einer beim Publikum beliebten Sparte entwickelt. „Schwanensee“ sahen über 10.500 Besucher, die Auslastung bei „Ballett? Rock it!“ lag bei 100,5 Prozent. Möglich ist dies, weil aufgrund hoher Nachfrage bisweilen auch Plätze vergeben werden, die für Besucher sonst nicht freigegeben sind. Insgesamt kamen in die 47 Ballett-Aufführungen über 20.700 Besucher. Die Gesamtauslastung lag hier bei knapp 91 Prozent. Im Bereich Konzert erreichte das Theater über 18.100 Besucher. Die Freilichtbühne legte mit der letzten Aufführung am Samstag nochmals zu. und damit höher, als das Theater erwartet hatte. Die Gesamtauslastung lag hier bei knapp 81 Prozent.

Intendant Bücker ist mit der Bilanz zufrieden

Laut Theater ist „Herz aus Gold“ damit die viertbeste Inszenierung am Roten Tor in den vergangenen elf Jahren. Überhaupt ist Intendant Bücker mit der Spielzeit sehr zufrieden: „Ich freue mich riesig über diese Besucherzahl und dass uns das Augsburger Publikum trotz erschwerter Bedingungen in der Interimssituation und der neuen Spielstätte im Martinipark treu geblieben ist.“ Zwar liegen noch nicht die endgültigen Ergebnisse vor; sie sind, wie auch in den Vorjahren, wohl Ende September zu erwarten. Bereits im Mai hatte sich aber abgezeichnet, dass das Theater wohl mehr Besucher erreichen wird, als zu Beginn der Spielzeit erwartet.

 

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