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Zoo Augsburg

23.02.2018

Es geht los mit dem Neubau der Elefantenanlage

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Die Augsburger Elefanten sollen ein neues Gehege bekommen.
Bild: Silvio Wyszengrad

Im Tierpark werden die alten Gebäude abgerissen. Das Projekt ist das größte in der Geschichte der Einrichtung.

Viele Zoobesucher fragen sich: Wann bekommen die Augsburger Elefanten Targa und Burma wieder Gesellschaft? Die Antwort lautet: Erst, wenn das neue Elefantenhaus steht. Es ist das größte Bauprojekt in der Geschichte des Zoos, sechs Millionen Euro sind veranschlagt. Seit dem heutigen Freitag ist es ein Stück weit vorangekommen: Auf dem Areal, auf dem die Anlage einmal entstehen soll, werden aktuell die alten Gebäude abgerissen. Das Gelände wird zudem von Unkraut und Buschwerk befreit. 

Die Baupreise steigen

Zoo-Direktorin Barbara Jantschke hofft, dass der Kostenrahmen von sechs Millionen Euro eingehalten werden kann. Doch wegen des anhaltenden Immobilienbooms steigen allgemein die Baupreise. Beim Projekt für die Elefanten drängt die Zeit nicht nur wegen der Baukonjunktur. Von der früheren Augsburger Herde sind nur noch die beiden "Omas" Targa und Burma übrig. Targa ist mit 62 Jahren so betagt, dass sie kaum mehr Zähne hat. Sie muss gehäckseltes Heu und gekochtes Gemüse als Spezialkost bekommen, damit die Verdauung noch funktioniert. Targa gilt als einer der ältesten Zooelefanten der Welt. Jüngere Artgenossen können bislang nicht mehr nach Augsburg geholt werden. Das geht erst dann, wenn eine neue und größere Elefantenanlage gebaut ist, die moderne Anforderungen an die Haltung der Tiere erfüllt. Auch die Pfleger sollen beim Kontakt mit den Tieren künftig besser geschützt werden.

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Nicht so teuer wie in anderen Tierparks

Zwar soll das neue Augsburger Elefantenhaus längst nicht so teuer werden, wie Modernisierungen in anderen Zoos, etwa in München Hellabrunn. Die notwendigen Investitionen haben im Vorfeld trotzdem für politische Debatten gesorgt. Barbara Jantschke musste eine abgespeckte Planung mit belastbaren Zahlen vorlegen. Erst danach genehmigte der Stadtrat Ende 2016 eine Investitionshilfe von zwei Millionen Euro.

Das große Problem ist, dass der städtische Zoo dieses Großprojekt nicht aus eigenen Mitteln stemmen kann. Er benötigt nicht nur Gelder von der Stadt, sondern auch von Spendern und Sponsoren und muss zusätzlich ein Darlehen aufnehmen. Deshalb dürfen die geplanten Baukosten nicht aus dem Ruder laufen. Ob die bisherigen Schätzungen eingehalten werden können, wird sich aber erst zeigen, wenn die Ausschreibung für den Rohbau Ende Januar erfolgt und dann die Angebote von Baufirmen eingehen. Noch hofft die Direktorin, dass die Preise nicht zu sehr steigen werden. (AZ)

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