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Augsburg

26.08.2018

Es herrscht Überraschung in der CSU

Johannes Hintersbergers (vorne) Ankündigung, wieder CSU-Bezirksverbands-Chef werden zu wollen, hat in der Partei überrascht. Vor allem der Zeitpunkt vor der Landtagswahl sorgt für Erstaunen. Personalfragen stünden jetzt nicht im Vordergrund, sagt etwa Kreisvorsitzender Andreas Jäckel (hinten).
Bild: Archivfoto: Silvio Wyszengrad

Der Zeitpunkt der Ankündigung von Johannes Hintersberger, Parteichef bleiben zu wollen, wird mit Erstaunen aufgenommen. Eine Personaldiskussion vor der Landtagswahl wollen führende Köpfe vermeiden.

Die Erklärung von Johannes Hintersberger, über 2019 hinaus Chef des Augsburger CSU-Bezirksverbands bleiben zu wollen, hat in der Partei für Erstaunen gesorgt. Dabei geht es nicht so sehr um Hintersbergers Ambitionen, sondern um den Zeitpunkt der Ankündigung im Vorfeld der Landtagswahl. Dem Vernehmen nach hatte man sich parteiintern darauf geeinigt, erst nach der Landtagswahl im Oktober über Personalien zu sprechen.

Eine Personaldiskussion – sei sie für oder gegen Hintersberger – wollen führende Köpfe der CSU zum jetzigen Zeitpunkt vermeiden. Offene Kritik an Hintersbergers Ankündigung gibt es jedenfalls nicht, die Begeisterung darüber scheint sich aber auch in Grenzen zu halten, auch wenn es unisono die Botschaft gibt, dass man hinter Hintersberger steht.

Er glaube kaum, dass es im Wahlkampf sinnvoll sei, Personalien zu thematisieren, so Andreas Jäckel, Vorsitzender des Kreisverbandes Augsburg-Ost und wie Hintersberger Landtags-Direktkandidat. Man habe eine Landtagswahl vor sich, auf die man sich konzentrieren müsse. Umso mehr gelte es jetzt, die Reihen geschlossen zu halten, so Jäckel. Auch Leo Dietz, Vorsitzender im Augsburger Westen, sagte, solche Personalfragen seien momentan das letzte, was für die Partei im Vordergrund zu stehen habe. Bernd Kränzle, Fraktionschef im Stadtrat und Ehrenvorsitzender der Partei, sagt, es sei momentan „kein Zeitpunkt, um so etwas auszudiskutieren“. Hintersbergers Ankündigung gegenüber unserer Zeitung sei für ihn „überraschend“ gekommen.

Hintersberger, 64, selbst hatte seine Bereitschaft, erneut anzutreten, mit „der Freude am politischen Arbeiten“ begründet. Im Sommer 2019 stehen turnusgemäß die Neuwahlen an. Hintersberger, der Landtagsabgeordneter ist, führt die Partei seit dem Jahr 2011.

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