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Wirtschaft

24.01.2019

Es ist wieder Einkaufszeit für Schnäppchenjäger

Das Modehaus Wöhrl in der Bürgermeister-Fischer-Straße setzt wie viele andere Geschäfte auf Rabattaktionen. Die Werbung ist darauf gezielt abgestimmt. Offiziell startet der Winterschlussverkauf am Montag, 28. Januar.
Bild: Silvio Wyszengrad

Viele Geschäfte aus der Sport- und Modebranche locken mit Rabattaktionen. An den Sale-Schildern kommt kein Kunde vorbei. Warum das Angebot in diesem Jahr besonders groß ist

Menschenmassen und lange Schlangen vor den Einkaufshäusern. Jeder Kunde versuchte, als Erster einen Blick auf die heiß ersehnte Ware zu erhaschen. Diese Bilder sind seit dem Jahr 2004 seltener geworden. Der Grund: Den Schlussverkauf im Handel mit einem festgelegten Termin ist damals abgeschafft worden. Händler haben mittlerweile die Möglichkeit, Schnäppchen ganzjährlich anzubieten. Aus dem klassischen Schlussverkauf ist nun neudeutsch der „Sale“ geworden, was übersetzt einfach nur Verkauf heißt. Rabatt-Aktionen gibt es aber auch weiterhin zu den ehemals gesetzlich vorgeschriebenen Terminen im Januar und Juli.

Auch die Geschäfte in der Augsburger Innenstadt locken zurzeit mit bunten Prozentaufklebern und Sale-Schildern in den Schaufenstern. Frei nach dem Motto „Alles muss raus“ setzen Läden auf Rabatte, um ihre Lager rechtzeitig für die Frühjahrssaison zu leeren. Diese Erkenntnis gilt für die Bekleidungs- und Sportbranche. Winterausstattung und Weihnachtsware gehören zum Angebot.

Was in diesem Jahr jedoch besonders auffällt, ist die große Auswahl in den Textilgeschäften. Der lange heiße Sommer 2018 und der anfangs milde Winter sorgten nach Auskunft des Einzelhandelverbands für volle Lager. Die Winterbekleidung wurde zum Ladenhüter. Schon ab Mitte Dezember hing in einigen Läden das auffällige rote Schild mit dem Aufdruck: Sale. Die Verkäuferin eines Modehauses sagt aber auch: „Schnäppchenjäger wissen jedoch immer, wann der Sale beginnt.“ Ihre Erfahrung in diesem Jahr war, dass der plötzliche Wintereinbruch und die großen Schneemassen dem Verkauf sehr geholfen hätten. André Köhn, Bezirksgeschäftsführer vom Handelsverband Bayern, sagt: „Durch das noch große Sortiment können die Kunden im Sale nun wahre Schnäppchen machen.“ Der Handel freue sich aber auch auf Kunden, die gerade jetzt Gutscheine einlösen.

Der Preis allein ist aber nicht alles. Dies sagt Marcus Vorwohlt, Geschäftsführer des Modehauses Rübsamen: „Trotz der preiswerten Angebote liegt das Augenmerk von vielen Kunden auf der Qualität und auf den Besonderheiten der einzelnen Kleidungsstücke.“ Der bundesweite Winterschlussverkauf beginnt am 28. Januar, dem letzten Montag im Januar, und läutet den zweiwöchigen Rabattendspurt ein.

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