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Kommentar

15.04.2019

Es mangelt an Erziehern

Spannend wird die Frage sein, woher künftig das geeignete Personal für die Kinderbetreuung kommt.
Bild: Ida König

Die wachsende Bevölkerung stellt die Stadt vor große Herausforderungen – auch in der Kinderbetreuung.

So schnell, wie neue Kitas und Horte geschaffen werden, so schnell sind die Bedarfszahlen wieder überholt und neue Betreuungsmöglichkeiten müssen geschaffen werden. 400 Eltern, die im Moment ohne Versorgung dastehen, sind ein Problem. Die Großtagespflege ist sicher ein guter Ansatz, um die aktuelle Betreuungsnot zu lindern.

Eltern, die auf einen Platz angewiesen sind, werden sich kaum beschweren, wenn ihr Kind in geeigneten Räumen betreut wird, solange die Pädagogen ihren Job verstehen. Ein Garten oder Freibereich an einer Kita mag wünschenswert sein – entscheidend ist er sicher nicht. Platz und Geld für neue Kitas wird die Stadt kaum in dem Maße bereitstellen können, wie der Bedarf wächst. Auch wenn der Sozialreferent derzeit argumentiert, die Großtagespflege können nur eine Übergangslösung sein – die Realität wird zeigen, dass die Stadt alle Möglichkeiten ergreifen muss. Vermutlich auch auf Dauer.

Spannend wird die Frage sein, woher künftig das geeignete Personal für die Kinderbetreuung kommt. Immobilien anmieten ist das eine – gut ausgebildete Pädagoginnen und Pädagogen zu finden das andere. Schon jetzt hört man von einem Kampf der Einrichtungen um Mitarbeiter. Hört, dass beispielsweise Münchner Einrichtungen mit Traumgehältern Augsburger Kindergärtnerinnen abwerben. Dieses Problem darf nicht vernachlässigt werden. Jetzt müssen Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen ausgebildet werden – mit Perspektive auf vernünftige Gehälter. Damit die Stadt nicht irgendwann das Kita-Problem gelöst hat, aber ohne Personal dasteht.

Lesen Sie dazu den Artikel: Wie die Stadt schnell viel mehr Betreuungsplätze schaffen will

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18.04.2019

Ich bin Erzieher
Für viele Menschen wirkt der Beruf abschreckend, da Fortbildungen bei einigen Trägern selbst bezahlt werden müssen, immer weniger Personal dafür mehr Kinder mit Auffälligkeiten, Inklusion bedeutet nicht mehr Förderung durch eingestellte Heilpädagogen nein die wurden teils eingespart und es soll das Stammpersonal fördern.
Ich liebe meinen Job, aber der Freistaat Bayern muss ein Gesetz auf den Weg bringen wie gute Bildung umgestetzt werden kann, wünschenswert wäre wenn er seine Pädagogen im Land befragen würde.

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