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Augsburg

04.12.2020

Eschentriebsterben: Stadt fällt Bäume im Augsburger Stadtwald

Eschentriebsterben im Stadtwald breitet sich immer weiter aus. Jetzt steht wieder eine größere Fällaktion an.
Bild: Silvio Wyszengrad (Archivfoto)

Plus Ab 7. Dezember beginnt die Sicherung von Wegen im Bereich der Fällarbeiten in Augsburg. Was Spaziergänger und Radler beachten müssen.

Das Eschentriebsterben hat sich in den vergangenen Jahren rasant in Europa ausgebreitet. Es wird durch einen aus Ostasien eingeschleppten Pilz verursacht. Der Krankheit fallen auch immer mehr Eschen im Augsburger Stadtwald zum Opfer, die gefällt werden müssen. Jetzt steht wieder eine größere Fällaktion an. Das hat Folgen für Besucher im Naherholungsgebiet.

Baumfällungen im Augsburger Stadtwald: Wege nur kurz gesperrt

Wie die Stadt mitteilt, müssen in den nächsten Wochen entlang der Wege im Stadtwald Bäume gefällt werden, die nicht mehr standfest und damit nicht mehr verkehrssicher sind. Dies kann zu Behinderungen für Spaziergänger und Radfahrer führen. Die Verkehrssicherung beginnt am 7. Dezember und soll vor Weihnachten abgeschlossen sein. In diesem Zeitraum müssen nach Angaben der Stadt einzelne Wege im Wald für kurze Zeit gesperrt werden.

Die städtische Forstverwaltung versucht, zeitliche und örtliche Schwerpunkte zu bilden. Alle Besucher des Waldes werden aus Sicherheitsgründen gebeten, die Sperrungen der Wege genau zu beachten und sich von Maschinen, Arbeiten und Holzstößen fern zu halten, sowie die Anweisungen des städtischen Forstpersonals zu beachten.F

Baumfällungen auch im Wertachauwald

Hier finden die Arbeiten statt: Im Siebentischwald werden verstärkt Fällungen entlang des Reitwegs im Bereich des Reitclubs Augsburg stattfinden, außerdem am Ufer des Stempflesees und entlang der Localbahn zwischen dem Lochbach-Wasserwerk und der Firma Premium Aerotec. Weitere Fällungen sollen im Wertachauwald in Göggingen entlang des Wasenmeisterwegs und der Wertach sowie am Luftbad laufen.

 

Wie viele Eschen in diesem Jahr abgeholzt werden müssen, wurde von der Stadt nicht mitgeteilt. Hintergrund der Maßnahmen sei das weitere Voranschreiten des Eschentriebsterbens. Die Infektion mit dem Pilz namens „Falsches Weißes Stengelbecherchen“ führe in Kombination mit weiteren Sekundärschädlingen wie Wurzelfäulen oder dem Eschenbastkäfer dazu, dass Bäume sterben. Da die Eschen unvermittelt umstürzen können, entferne die Forstverwaltung das Gefahrenpotenzial dort, wo es sein muss. Die Äste der geschädigten Eschen brechen leicht und könnten auch bei der Fällung stark splittern und in großem Radius Schaden anrichten. Darum nutzen die Forstwirte bei der gefährlichen Arbeit Maschinen zur Unterstützung.

Dort, wo die kranken Eschen nicht an Wegen stehen, dürfen sie im Stadtwald weiter stehen bleiben. Als Totholz dienen sie verschiedensten Tier- und Pflanzenarten als wertvoller Lebensraum.

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