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Augsburg

30.01.2020

Evakuiertes Haus: Rückkehr der Bewohner verzögert sich

Die Sanierungsarbeiten im Gebäude am Oberen Graben dauern an. Wohl erst Ende Mai kann das Gebäude wieder bezogen werden.
Bild: Ruth Plössel/Stadt Augsburg

Plus Die Sanierung des Gebäudes am Oberen Graben kostet drei Millionen Euro. Die ehemaligen Mieter können wieder einziehen - aber nicht so schnell.

Voraussichtlich Ende Mai können Bewohner und Geschäftsleute in das Gebäude im Oberen Graben zurückkehren, das im November 2018 evakuiert werden musste. Die Sanierungsarbeiten schreiten voran, teilt die Stadt Augsburg mit. Allerdings verzögert sich der Einzug. Die Rückkehr sei nicht wie erhofft zu Jahresbeginn möglich.

Drei Millionen Euro kostet die Gebäudesanierung. Das Haus gehört einer von der Stadt verwalteten Stiftung. Es wird vom Wohnungs- und Stiftungsamt betreut. Weil das Haus einsturzgefährdet war, mussten die Bewohner quasi über Nacht das Gebäude verlassen. Seither leben die 21 Bewohner als nachbarschaftliche Wohngruppe zusammen in der Bungalowanlage der Fritz-Hintermayr´schen Stiftung. Sie werden vom Wohnungs- und Stiftungsamt der Stadt betreut.

Oberer Graben: Geschäftsinhaber fanden eine andere Bleibe

Für die Gewerbetreibenden, die ihre Geschäfte im Haus hatten, wurde ebenfalls eine Übergangslösung gefunden. Mit Unterstützung der städtischen Wirtschaftsförderung fanden die Goldschmiede Ammer in der Annastraße, das Ipanema Waxxing-Studio in der Philippine-Welser-Straße und der Friseursalon Haarscharf bei der Friseurinnung in der Stettenstraße eine vorübergehende Bleibe.

Evakuiertes Haus: Rückkehr der Bewohner verzögert sich

Im Zuge der erforderlichen Sanierung des mehr als 100 Jahre alten Gebäudes stellte sich bei Bodenuntersuchungen heraus, dass der angrenzende Stadtbach tragende Wände unterspült hatte und Hohlräume entstanden waren. Zwischenzeitlich ist das Haus wieder standsicher, weil unterhalb der Kellerbodenplatte verfestigendes Material in den Baugrund eingebracht wurde. Grund für die zeitlichen Verzögerungen der Fundamentsanierung im Gebäude ist nach Angaben der Fachleute vor allem die Lage des Hauses auf einer historischen Holzpfahlgründung im Bereich eines künstlichen und verfüllten Stadtgrabens.

Evakuierung: Historische Bausubstanz bietet Risiken

Mit Unwägbarkeiten müsse bei der Untersuchung von historischer Bausubstanz immer gerechnet werden, heißt es bei der Stadt. Laut Bauzeitenplan werden ab Mitte April im Gebäude die neuen Sanitär-Installationen in Angriff genommen. Sie sind Grundlage dafür, dass die Appartements wieder bezogen und genutzt werden können. Diese Arbeiten dauern rund drei Wochen. Auch im gewerblich genutzten Erdgeschoss finden derzeit noch Umbauarbeiten statt. Weil das Perücken-Geschäft „Ladyhair Bethmann“ aufgegeben wurde, werden die vorhandenen Flächen umgebaut, sodass die anliegenden Läden mehr Flächen als bisher erhalten.

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