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Wirtschaft

25.08.2019

Existenzgründer mit innovativer Idee für die digitale Arbeitswelt  

Der Roboter dient als Präsentationsmodell: Mittels des Tablets können einzelne Schritte zur Instandhaltung des Roboters abgearbeitet werden. Anian Ziegler (links) und Benjamin Brockmann zeigen, wie dies funktioniert.
Bild: Silvio Wyszengrad

Die Firma Cioplenu entwickelt ein Computerprogramm für den Produktionsbereich. Diese innovative Idee wird im Innovationspark in Augsburg vorangetrieben.

In den Büroräumen im ersten Stock des Technologiezentrums (TZA) liegt kein Papier. Fünf junge Männer sitzen vor Computern. Welche Arbeit sie verrichten, lässt sich durchaus mit dem fehlenden Papier in Verbindung bringen. Die Firma Cioplenu entwickelt Softwareprodukte für die Digitalisierung in der Produktion. Vereinfacht gesagt: Es geht um Arbeitsschritte ohne Papier.

Wie dies in der Praxis funktionieren kann, zeigt sich beispielhaft im Erdgeschoss des TZA, das als Herzstück des Innovationsparks bezeichnet wird. In der großen Halle stehen Roboter. Geschäftsführer Benjamin Brockmann und Chefentwickler Anian Ziegler halten ein Tablet in der Hand. Mit dem aufgespielten Programm lässt sich jetzt dokumentieren, was bei der Instandhaltung der Roboter zu beachten ist.

So zeigt sich beispielhaft ein Programm des Unternehmens Cioplenu.

Dieses Vorgehen ist als Ersatz für ein Arbeitspapier konzipiert. Laut Brockmann kommt Papier nach wie vor in vielen Betrieben zum Einsatz kommt. Auf dem Papier setzt der Beschäftigte Haken, es wird abgeheftet. Beim Softwareprogramm der Firma Cioplenu sind die getätigten Haken elektronisch gespeichert.

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Firma Cioplenu: Ein Ort für Ingenieure und Softwareentwickler

Seit drei Jahren ist das Unternehmen am Markt tätig. 15 Mitarbeiter werden in Vollzeit beschäftigt. Es sind Ingenieure und Softwareentwickler. Sie beziehen ein festes Gehalt, da Kapitalanleger hinter dem Unternehmen stehen. Würden die finanziellen Konditionen nicht passen, ließen sich die qualifizierten Fachkräfte wohl kaum auf Dauer halten.

Geboren wurde die Idee für das Unternehmen an der Technischen Universität München, wo Brockmann studierte. Mitgründer der Firma war zudem Anian Ziegler, der seine ersten beruflichen Schritte am Fraunhofer-Institut machte. Das Geschäftsmodell basiert darauf, dass Firmen das Programm der Augsburger Start-up-Unternehmens mieten. Brockmann betont, dass die Digitalisierung nicht dazu führen soll, den Mensch in der Produktion zu ersetzen: „Unser Anspruch ist es, den Menschen bei seiner Arbeit zu unterstützen.“

Bunt gemischt ist die Ansammlung von Firmen im Technologiezentrum.

Die Firma Cioplenu, die zunächst unter dem Namen Sicony begann, ist eine von fünf Start-up-Firmen im Innovationspark. Für Wolfgang Hehl, den Geschäftsführer des Innovationsparks, sind die im TZA ansässigen Existenzgründer ein wichtiger Baustein im Zusammenspiel der Nutzer. Zum Konzept gehören ferner weltweit tätige Konzerne wie Faurecia und Premium Aerotec. Insgesamt 43 Firmen sitzen gegenwärtig im TZA, das im April 2016 eröffnet wurde. 360 Mitarbeiter sind im Gebäudekomplex tätig.

Innovationspark Augsburg: Das steckt drin

Der Ansatz des Innovationsparks ist es, Wissenschaft und Wirtschaft zu verzahnen. Digitalisierung, Mechatronik, Carbonfaserverbund und Ressourceneffizienz sind die vier Kompetenzfelder, die im Innovationspark vorrangig beackert werden. „Bei der Auswahl unserer Mieter wurde darauf auch streng geschaut“, sagt Hehl. Neben einigen Dienstleistern sei kein Unternehmen aus einem gänzlich anderen Geschäftsbereich aktiv.

Die Firmengründer von Cioplenu haben den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt. Unterstützung für Existenzgründer verspricht unabhängig davon die Stadt Augsburg. Es gibt die Initiative „Augsburg gründet“. Regionale Strukturen und Angebote für Gründer und Gründungswillige sind gebündelt. Neben aktiver Vernetzung, Unterstützung von Businesswettbewerben und der Koordination neuer Gründerförderungsinitiativen sollen Jungunternehmer und solche, die es werden wollen, begleitet und unterstützt werden.

Herzstück dieser Aktivitäten ist die sogenannte Gründerlandkarte. Es handelt sich um ein Webportal, das als zentraler Zugriffspunkt auf alle relevanten Angebote und Aktivitäten für Gründer und von Gründern fungiert.

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