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Augsburg

17.10.2017

Faschingsgesellschaft Hollaria: Prinz dringend gesucht!

Wäre das nicht ein Prinz? Präsidentin Anja Müller (links) sucht noch einen Partner für Faschingsprinzessin Bianca Valenta (rechts).
Bild: Silvio Wyszengrad

Völlig unerwartet muss sich die Faschingsgesellschaft Hollaria nach einem neuen Prinzen umschauen. Doch ganz so einfach ist die Suche nicht.

Manchmal ist es mit Männern nicht so einfach. Das stellt gerade die Hollaria fest. Die Augsburger Faschingsgesellschaft sucht für die anstehende Saison dringend einen neuen Prinzen. Denn der ursprünglich Auserkorene hat vor vier Wochen überraschend seine Bewerbung zurückgezogen. Prinzessin Bianca Valenta braucht einen neuen Mann. Die 25-Jährige hat genaue Vorstellungen.

Es ist die erste Faschingssaison für Anja Müller als Hollaria-Präsidentin und dann passiert unvorhergesehen dieser Ausfall. Der ausgesuchte Prinz war sogar schon vereidigt. Doch plötzlich sagte er aus privaten Gründen wieder ab. „Ich nehme das mit Humor. Es muss wohl so sein, sagt Müller, die erst im Sommer das Amt des langjährigen Präsidenten Georg Rehm übernommen hat. „Irgendeine Lösung gibt es immer.“ Doch so lange steht Bianca Valenta ohne Mann da.

Was muss der Hollaria-Prinz können?

Nach der Absage war sie schon enttäuscht, gibt die Augsburgerin zu. Aber sie habe die Gründe ihres Ex-Prinzen verstanden. Jetzt gilt der Blick nach vorne. Die Hollaria hat sogar eine Anzeige „Prinz gesucht“ auf Facebook gepostet. Doch bislang sei dabei noch nichts herumgekommen, erzählt Müller. An den Prinzen, der nicht Mitglied einer Faschingsgesellschaft sein muss, gibt es natürlich auch Ansprüche. Adel verpflichtet halt.

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Valenta sagt, wie er sein soll. „Nett und zuverlässig. Und er sollte gerne tanzen und den Fasching mögen.“ Momentan werde zwei Mal die Woche jeweils zwei Stunden für die anstehenden 80 Auftritte mit Galaball trainiert. „La Fiesta Cubana“ lautet das Motto der aktuellen Faschingssaison der Hollaria. Der Prinz muss bei den Aufführungen Prinzessin Bianca auch auf Händen tragen. Denn spektakuläre Hebefiguren gehören dazu. Er sollte also auch Kraft haben“, sagt die 1,73 Meter große Valenta. Die Technik für die Hebefiguren werde natürlich von den Trainern beigebracht. „Allerdings ist es nicht einfach, einen Mann zu finden, der gerne tanzt.“ Das bestätigt Präsidentin Müller.

Der Prinz muss Zeit haben

„Würden wir einen Fußballstürmer suchen, hätten wir sicherlich schon Bewerber.“ Und Zeit braucht so ein Faschingsprinz auch. Zeit für das Training im Vorfeld und für die vielen Auftritte, die vor allem an den Wochenenden stattfinden. Im Faschingsendspurt ist es laut Müller ratsam, ein paar Urlaubstage zu nehmen. Das alles sind durchaus Anforderungen. Dafür gibt es aber jede Menge Spaß, Aufmerksamkeit und Anerkennung. „Das große Prinzenpaar ist das Aushängeschild einer Faschingsgesellschaft.“

Dass ein ehemaliger Prinz notfalls einspringt, kommt für die Hollaria-Präsidentin nicht in Frage. „Jedes Prinzenpaar hat nur eine Faschingssaison. Dieses Erlebnis sollte für die beiden einmalig bleiben.“ Noch habe man ja Zeit zu suchen, betont Anja Müller. „Wir strecken unsere Fühler weiter aus.“ Irgendwo muss schließlich auch in diesem Jahr ein Prinz zu finden sein.

Wer Faschingsprinz werden will, schickt der Hollaria am besten eine Mal an info@hollaria.de oder schreibt der Faschingsgesellschaft auf Facebook eine Nachricht.

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